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Ausgebrannter LKW am Ortsrand wird zur Müllkippe

Hasselroth

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    Ärger mit der illegalen Müllkippe: Am Ortseingang von Neuenhaßlau sorgt dieser ausgebrannte Lastwagen seit Wochen für Ärger bei Bürgern und Verwaltung. Foto: PM 

Hasselroth. Ein trauriges Bild am Ortseingang von Neuenhaßlau: Seit Wochen steht dort ein ausgebranntes Lastwagen-Wrack, die Ladefläche ist zugemüllt. Dieses Bild bietet sich seit 2. April, als der Laster ausbrannte. Die ‧Entsorgung sorgt im Rathaus für Ärger.

Artikel vom 17. Mai 2018 - 12:29

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Wie die Gemeindeverwaltung berichtet, sei der Fahrzeughalter schnell ermittelt worden, die Sache schien somit geklärt: Der Schrott kommt rasch weg, zumal in unserer Region jede Menge Abschleppunternehmen zur Verfügung stehen würden.

„Gerade im Zusammenhang mit der Aktion sauberhaftes Hasselroth, an der sich auch in diesem Jahr viele Bürger beteiligt haben, um die Gemeinde von Müll und Unrat zu befreien hat sich erneut gezeigt, dass die fast schon gewerbsmäßige Ablagerung von Müll zu einem immer größeren Problem wird“, so Ordnungsamtsleiter Kai Trageser.

Schwer den Verursachern auf die Spur zu kommen"
„Da waren wir froh, in diesem Zusammenhang einen Fahrzeughalter und klare Verhältnisse haben zu können, denn es ist immer schwerer, den Verursachern auf die Spur zu kommen.“

Die anfängliche Freude über klare Verhältnisse wich schon alsbald einem mühsamen Hin und Her zwischen Beteiligten und Zuständigen.

Anders als erwartet wurde der Laster nicht zeitnah entfernt. Vielmehr nutzten ihn Unbekannte schamlos als Müllkippe, warfen ungeniert von Hausmüll bis Bauschutt alles nur Erdenkliche auf die Ladefläche.

Verwertbare Teile wurden abgeschraubt
Gemeindebedienstete seien sogar Zeugen geworden, wie ein Bekannter des Eigners die „verwertbaren Bordwände“ abschraubte und abtransportierte. Die herbeigerufene Polizei räumte, wie der Gemeinde und dem Ordnungsbehördenbezirk Freigericht/Hasselroth bekannt ist, daraufhin eine großzügige Frist bis zum 20. Mai ein, binnen derer der Schrott-Lkw nebst „Beladung“ zu entfernen ist.

Zwischenzeitlich hat die Gemeinde auch Hessen-Mobil informiert, denn diese Organisation ist für die Unterhaltung des Parkplatzes zuständig.

„Der gesamte Vorgang ist nicht zu verstehen“, so Bürgermeister Uwe Scharf, der sich an dieser Stelle ausdrücklich vor die Handelnden im Rathaus stellt. „Wir haben frühestmöglich Einfluss zu nehmen versucht. Wenn aber noch nicht einmal die teilweise Demontage des Lkw zu einer schnelleren Entsorgungsauflage geführt hat, im Gegenteil sogar zu befürchten ist, dass am Ende die öffentliche Hand die Entsorgungskosten zu tragen hat, dann erinnert mich das an einen Schildbürgerstreich.“

Thema in den sozialen Medien heiß diskutiert
Scharf reagiert damit auch auf die zahlreichen Beiträge in den sozialen Medien, die sich seit Tagen mit diesem Schandfleck beschäftigen. „Wenn der Fahrzeugeigner bekannt ist und sich aus dem Tatbestand eine klare Verpflichtung zur Entsorgung ergibt, dann ist jeder Tag, an dem dieser Schrott für alle sichtbar stehen bleibt, ein Tag, an dem die Motivation der Helfer eines sauberhaften Hasselroth mehr auf die Probe gestellt wird.“

Und Ordnungsamtsleiter Trageser ergänzt: „Für uns sind derart großzügige Fristsetzungen bei klarer Sachlage vollkommen unverständlich. Ausdrücklich müssen wir für diese lange 'Standzeit' jede Verantwortung ablehnen.“
Fakt sei, dass am Ende die öffentliche Hand die Entsorgung vornehmen wird, zwar die Kosten dem Verursacher in Rechnung stellen kann – aber ob dieser dann auch zahlt, sei nicht absehbar.  thb



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