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Havarierter Tanklaster aus Wasserschutzgebiet gezogen

Gelnhausen

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    Der Fahrer des Tanklasters hatte sich auf Google Maps verlassen. Foto: Häsler

Gelnhausen. Mitten in einem Wasserschutzgebiet, in dem sich mehrere Brunnen befinden, hat sich am Dienstag ein mit 30 000 Litern Flugbenzin beladener Tanklaster festgefahren und drohte umzukippen. Die schwierige Bergung dauerte neun Stunden.

Artikel vom 27. März 2018 - 18:35

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Wie der HA erfuhr, hatte sich der ortsfremde Fahrer aus Mühlheim an der Ruhr, der die Tanks auf dem Flugplatz füllte, auf das Navigationssystem „Google Maps“ verlassen. Nach der Autobahnausfahrt Gelnhausen schlug das System eine Strecke über den Ortsteil Hailer, unter der Autobahn A66 hindurch, über einen Feldweg vor.

Gegen 7.30 Uhr, so die Polizei, blieb das schwere Gefährt auf einem nassen Feldweg liegen – der Anhänger war ausgeschert und drohte, in einen Graben zu kippen. Um größere Umweltschäden oder gar die Verseuchung des Trinkwassers zu verhindern, waren Polizei, Feuerwehr sowie die Wasserschutzbehörde das Mani-Kinzig-Kreises vor Ort, die eine aufwändige Bergung organisierten. Zunächst wurde eine rund 100 Meter lange Strecke des Feldwegs geschottert, um einem weiteren Tankwagen die Zufahrt zu ermöglichen.

Umweltschaden verhindert
Dazu waren zwei große Baustellenfahrzeuge nötig. Am frühen Nachmittag wurde dann der Treibstoff stundenlang umgepumpt, um das Gewicht des havarierten Lasters erheblich zu verringern. Dabei wurde das Flugbenzin auch glich zum Flugplatz geliefert Erst später rückte dann ein Bergefahrzeug an, um den 40-Tonner aus dem Graben zu ziehen.

Gegen 16.30 Uhr das Aufatmen bei allen Beteiligten: Wie es hieß, sei die Aktion innerhalb weniger Minuten geglückt und ein größerer Umweltschaden verhindert worden. thb



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