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Storch-Besuch: FDP nimmt AfD in Schutz

Hanau-Steinheim

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    Symbolbild: Pixabay

Mit Besorgnis verfolgt die Steinheimer FDP „die öffentlich geführte Diskussion um die AfD-Veranstaltung zum 20. Juli, dem Jahrestag des Attentats auf Hitler durch Graf von Stauffenberg. Freitagabend um 18.30 Uhr wird die AfD-Frau Beatrix von Storch zu einer Wahlkampfveranstaltung in der Steinheimer Kulturhalle erwartet.

Artikel vom 20. Juli 2018 - 11:20

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Der DGB hat bereits für 17 Uhr zu einer Gegenkundgebung aufgerufen.

Nach Ansicht des Steinheimer Ortsbeiratsmitgliedes Holger B. Vogt ist es legitim, wenn eine Partei am 20. Juli das Attentat auf Hitler mit einer Veranstaltung in das Bewusstsein rückt. Wenn jemand der Ansicht sei, dagegen protestieren zu müssen, sei das natürlich auch legitim. In Deutschland bestehe ein Grundrecht auf Meinungsfreiheit, was von den Liberalen als hohes Gut angesehen wird. „Ob man gegen eine Veranstaltung, die an den Widerstand gegen die NS-Diktatur erinnert, mit einer Gegenveranstaltung begegnen muss, weil einem der Veranstalter nicht passt, ist allerdings fraglich. Auch ist es fraglich, ob so ein Vorgehen der Würde der Veranstaltung und dem Andenken an die Widerstandskämpfer angemessen ist“, so Vogt weiter.

Unterdessen resümiert der AfD-Ortsverband Hanau und Großkrotzenburg seine am Montag abgehaltene „Mahnwache gegen politisch motivierte Gewalt und deren Verharmlosung“ vor dem DGB-Haus. Man habe Plakattafeln ausgestellt, die Bilder von den Ergebnissen linksextremer Gewalt im Main-Kinzig-Kreis und Hessen zeigten. Darüber hinaus seien die bundesweiten Strukturen des Linksextremismus dargestellt worden, erklärt Ortssprecher Klaus Dippel. „Dass diese Ausstellung der politischen Leitung des DGB nicht gefallen hat, ist selbstverständlich. Zumal in Hanau die DGB-Spitze fest in der Hand der Partei 'Die Linke' ist. Ulrike Eifler (Regionsgeschäftsführerin des DGB) nutzt die Ressourcen der Gewerkschaft für ihren Wahlkampf als Bundestagskandidatin der Linken. Ihr Verhalten entspricht weniger dem einer Interessenvertreterin ihrer Beitragszahler, sondern eher dem einer Funktionärin des FDGB der DDR“, meint Dippel.

Inhalte und Sprache der Funktionäre Huth und Eifler seien „stramm marxistisch“. Bei Huth komme noch die No-Border-No-Nation-Ideologie hinzu. „Auch in der Region Südosthessen gibt es genau das Milieu, aus dem heraus linksextremistische Straftaten möglich sind“, so Dippel und äußert sein Bedauern über die Abwesenheit von Pressevertretern bei der Veranstaltung. cd



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