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Fassadenförderprogramm in Großauheim stockt

Großauheim

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    Ziel des Fassadensanierungsprogramm ist es, unter anderem die Hauptstraße (im Bild) optisch aufzuwerten. Archivfoto: Paul

Großauheim. Der Ortskern soll schöner werden – das war und ist das hehre Ziel des Fassadengestaltungsprogramms für Großauheim.  Im Juli 2017 ist es beschlossen worden. Doch das Interesse ist gering: Bisher sind erst zwei Projekte in trockenen Tüchern.

Artikel vom 25. März 2018 - 22:35

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Von Christian Dauber

300 000 Euro sind dafür bis 2021 als mögliche Fördermittel im Haushalt zur Verfügung gestellt worden. Sie können von interessierten Eigentümern abgerufen werden.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky bezeichnete die geringe Resonanz bereits beim vergangenen Stadtteiltreffen Großauheim/Wolfgang vor einigen Monaten als enttäuschend. „Ich hoffe sehr, dass es uns noch gelingt, das Interesse bei dem einen oder anderen wecken zu können, diese einmalige Chance zur finanziellen Förderung von Sanierungsmaßnahmen zu nutzen“, sagte er damals.

Viel getan hat sich seither nicht
Der Partner NH Projektstadt, mit dessen Unterstützung das Förderprojekt umgesetzt wird, stehe im Gespräch mit vier weiteren Interessenten, erklärt Magistratspressesprecherin Güzin Langner nun auf HA-Nachfrage.

Bisher haben sich nach ihren Angaben zwei Eigentümer am Programm beteiligt. Zum einen die Bäckerei und Café Mangelmann Rosen. Der neue Verkaufsraum mit Café-Betrieb ist bereits am 26. Februar eröffnet worden. Nun müsse noch die obere Fassade des Hauses angestrichen werden. Das solle nach den Osterferien erfolgen, so Langner. Ebenfalls im Boot sei das Optik-Geschäft des Hanauer CDU-Vorsitzenden Joachim Stamm. An dessen Fassade sollen die Arbeiten laut Langner demnächst beginnen.

Werbemaßnahmen
Als weitere Werbemaßnahmen seien zwei Großraumplakate beziehungsweise Banner geplant, die an den jeweiligen Baustellen auf das Förderprogramm hinweisen sollen. Außerdem werde es eine weitere werbende Postkartenaktion geben. „Wir hoffen auf einen ähnlichen Domino-Effekt wie in der Hanauer Innenstadt, wo jede begonnene Maßnahme quasi den Impuls für einen weiteren Interessenten gegeben hat“, nimmt Langner Bezug auf das vor einigen Jahren gestartete City-Konjunktur-Programm.

Im Rahmen des Fassadenprogramms bezuschusst die Stadt bis ins Jahr 2021 mit insgesamt 300 000 Euro Hausbesitzer, die ihre Liegenschaften professionell und fachkundig restaurieren oder Instand setzen. Eigentümer bekommen Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Kosten, maximal jedoch 10 000 Euro. Das Fördergebiet ist räumlich eng abgegrenzt und umfasst neben der Hauptstraße und dem Rochusplatz sowie dem Beginn der Krotzenburger Straße nur einzelne Häuser im Randbereich.

Ortskern unter Denkmalschutz
Wesentlicher Bestandteil des Förderprogramms ist die sogenannte Quartiersfibel. Darin wird skizziert, was in der Hauptstraße und am Rochusplatz deren speziellen Charakter, das Straßenbild und die einzelnen Häuser ausmacht. Zudem wird dargestellt, welche Bauteile und Architekturelemente das Stadtbild prägen, welche daher an alten und neuen Gebäuden verwendet werden sollen und welche Elemente als störend angesehen werden.

Das Leitbild zur Fassadengestaltung ist im Vorfeld auch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt worden, denn der historische Ortskern Großauheims steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Einbezogen ist der Ortskern in seinen Grenzen bis etwa 1850.



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