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Zwei Przewalski-Pferde mussten eingeschläfert werden

Großauheim

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    Obwohl der Hufschmied immer wieder die Hufe der Pferde behandelt hat, mussten jetzt Nele und Oleg eingeschläfert werden. Archivfoto: PM

Großauheim. Das Gelände des ehemaligen US-militärischen Übungsplatzes Campo Pond in Großauheim wird seit Jahren mit rund zehn Przewalski-Pferden beweidet. Im Februar mussten aus Tierschutzgründen die Stute Nele und der Wallach Oleg eingeschläfert werden. Das teilte die Stadt Hanau mit.

Artikel vom 07. März 2018 - 13:11

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„Die zwei Pferde litten seit Längerem an schwerwiegenden Hufproblemen. Immer wieder behandelte der Hufschmied die betroffenen Tiere, was jedoch bei Wildpferden viel schwieriger ist, als bei Hauspferden“, erläutert Forstdirektor Christoph Goebel, Leiter des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn, der der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zugehörig ist. Die Wildpferde müssten für eine Hufbehandlung jedes Mal in Narkose gelegt werden, was zusätzlichen Stress und ein erhöhtes Risiko mit sich bringe, so Goebel.

Dieses Jahr waren sich die Experten einig: Eine weitere Behandlung würde keine Heilung bringen und den Tieren ein schmerzhaftes Laufen nicht ersparen. „Warum ausgerechnet diese zwei Pferde chronische Hufprobleme hatten, lässt sich nur mutmaßen. Genetische Ursachen können wir zumindest nicht ausschließen“, so Goebel.

Jetzt befinden sich noch acht Tiere auf dem weitläufigen Gelände. „Die Herde wird in absehbarer Zeit wieder aufgefüllt werden“, verspricht der Forstdirektor. „Unser Ziel sind zehn Tiere auf Campo Pond. Diese Anzahl ist ideal für das Gelände.“ Der Bundesforstbetrieb Schwarzenborn hält inzwischen auf vier Flächen von über 100 Hektar 41 Przewalskipferde und ist ein bedeutender Partner für das „Europäische Erhaltungs- und Zuchtprogramm“ (EEP) in Deutschland.  eho



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