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Warum die Wohnblocks im Fall des Falles abgerissen werden

Hanau

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    Die 22 Wohnblocks von Sportsfield Housing stehen vor dem Abriss. Archivbild: Axel Häsler

Artikel vom 06. September 2019 - 13:10

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Sollte es nicht zu der von der Stadt Hanau mit ihren „planungsrechtlichen Denkanstößen“ vorgeschlagenen Kompromisslösung kommen, werden die 22 Wohnblocks von Sportsfield Housing abgerissen. Allerdings besteht kein rechtlicher Zwang zum Abriss, wie Hanaus Stadtentwickler Martin Bieberle auf Nachfrage unserer Zeitung erläutert. „Es geht um die wirtschaftliche Nachnutzung“, so Bieberle. 

Da das geltende Baurecht zwar keine Wohnnutzung, aber eine gewerbliche Nutzung ja zulässt, wäre – rein theoretisch – denkbar, die Wohnungen in Büros umzuwandeln. Aber bei einer Zahl von rund 400 Wohneinheiten wäre dies „unrealistisch“, wie der Stadtplaner verdeutlicht.

Da ein Abriss kein Muss ist, könnte die Stadt theoretisch die Gebäude verfallen lassen – aber das ist für die Stadt natürlich keine Option, wie Bieberle betont.

Die Gebäude auf rechtlichem Weg zu erhalten, ist nicht möglich: Planungsrechtlich gilt die ehemalige Housing Area als Sondergebiet Bund (wie alle früheren Kasernen-Gelände). Als solche wird sie bei der Frage nach Schaffung von Baurecht als grüne Wiese – trotz der bestehenden Häuser – betrachtet.

Und nach den derzeit geltenden Regularien des Bundesimmissionsschutzgesetzes bezüglich Lärm- und Geruchsbelästigungen darf das Gebiet aufgrund seiner Nähe zu einem Industriebetrieb (Goodyear Dunlop GmbH) nicht bebaut werden. Die Stadt und ihre Juristen hätten alle Möglichkeiten geprüft: Es gibt kein rechtliches Schlupfloch. das



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