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Kastell Marköbel an der Hohen Straße

Artikel vom 23. August 2019 - 11:45

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Der Limes ist mit 550 Kilometern Länge das größte archäologische Bodendenkmal Mitteleuropas und seit 2005 mit dem Gütesiegel Unesco-Weltkulturerbe ausgestattet. Zusammen mit dem Hadrianswall in Großbritannien bildet er die Welterbestätte „Grenzen des Römischen Imperiums“. Mit Kastellen, Wachtürmen, Mauern und Palisaden grenzte die einstige Weltmacht ihr Reich gegen das freie Germanien hin ab.

Die neueste Forschung geht zumeist davon aus, dass zumindest der Obergermanisch-Raetische Limes nicht primär eine militärische Demarkationslinie war, sondern eher eine überwachte Wirtschaftsgrenze darstellte. Zur Abwehr systematischer äußerer Angriffe war der Limes kaum geeignet. Zeugnis davon geben die vielen Grenzübergänge, die einen regen wirtschaftlichen Austausch ermöglichten. So diente auch das Kastell Marköbel vermutlich der Überwachung der Zollstelle am Handelsweg Hohe Straße. jow



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