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Hintergrund: Ideen für das Mainufer

Maintal

Maintal. „Welche Möglichkeiten gibt es, das Mainufer im Bereich der Mainkultur attraktiver zu gestalten?“. Diese Leitfrage stellte die Arbeitsgruppe ihren Überlegungen voran, um Ideen auszuarbeiten, die eine Fortsetzung des gastronomischen und kulturellen Angebots sicherstellen. 

Artikel vom 21. Juni 2019 - 11:29

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Von Martina Faust

Diese wurden von Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser (SPD) als Leiter der AG zu einem Maßnahmenkatalog zusammengetragen.

Als Bereich, der quasi Aktionsfläche der Mainkultur ist, wurden die Mainwiesen zwischen dem Fährsockel und dem Parkplatz unterhalb der Karl-Leis-Straße definiert. „Für dieses Areal wollten wir ein gemütliches Ambiente schaffen“, erläutert Kaiser. Auf acht Maßnahmen haben sich die Mitglieder der AG verständigt, auch vor dem Hintergrund, dass dafür ein Budget von 100 000 Euro im Haushalt bereit steht.

  • Der Fährsockel soll in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (die Stadt ist nicht Eigentümerin des Mainufers) neu angelegt und bevorzugt von einem Maintaler Künstler oder Kooperationspartner gestaltet werden. Dafür stünden bis zu 5000 Euro zur Verfügung.
  • In einer der Lichtungen im Bereich der Uferböschung soll eine Freitreppe angelegt werden, die sich naturnah in das Umfeld einpassen soll und als Aufenthaltsbereich gedacht ist.
  • Südlich der Mainwiesen soll eine stimmungsvolle und hochwassersichere Beleuchtung hergestellt werden.
  • Für den Betrieb der Gastronomie soll eine befestigte Sockelfläche in L-Form erstellt werden, um dort die Container für Gastronomie und Sanitäranlagen aufzustellen. Dabei soll ein direkter Zugang zu den zu errichtenden Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen möglich sein. Ebenfalls angedacht sind vier Bodenfundamente für die Aufstellung von Gastronomie-Großschirmen für eine ausreichende Verschattung.
  • Ergänzend zu dem bereits heute bestehenden Strom- und Wasseranschluss wird ein permanenter Abwasseranschluss an das Kanalnetz hergestellt. Die Kosten hierfür werden auf rund 40 000 Euro beziffert. In geeigneter Form soll ein WLAN-Zugangspunkt eingerichtet werden.
  • Die bereits befestigte Parkplatzfläche soll als Veranstaltungsfläche, etwa für drei- bis viermal im Jahr stattfindende Konzerte genutzt werden. Das Angebot soll die Interessenslagen aller Maintaler Bürger berücksichtigen und kostenpflichtig sein.
  • Unterhalb der Gaststätte der Freien Turner wird die Infrastruktur für einen Verkaufsstand (Kiosk) mit einer Grundfläche von rund neun Quadratmetern errichtet. Für den Betrieb der Fläche soll eine Ausschreibung erfolgen. „Ziel ist es, am östlichen Eingang zum Maintaler Mainufer tagsüber einen Verkaufpunkt für Erfrischungen zu haben. Eine Abendgastronomie, zum Beispiel in Form eines Biergartens, ist ausgeschlossen“, heißt es dazu in dem Beschluss. Hier mit soll keine Konkurrenzsituation zur Mainkultur geschaffen werden, betont Kaiser.

„Wir sehen in den Vorschlägen eine Entlastung für den Pächter, weil er die Kosten für die infrastrukturellen Voraussetzungen für sein gastronomisches Angebot nicht jedes Jahr tragen muss“, erklärt der Stadtverordnetenvorsteher. Gleichzeitig musst die Gruppe bei der Erarbeitung der Vorschläge gewisse Maßgaben beachten, etwa dass keine festen Bauten entstehen, die bei Hochwasser einen Strömungswiderstand bilden.

Im Herbst will die AG über die mögliche und auch zeitliche Abfolge einer Umsetzung der Maßnahmen entscheiden. Hierfür stehen 100 000 Euro zur Verfügung.



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