Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
5 ° C - wolkig
» mehr Wetter

April, April: Hanau wird (noch) nicht Seilbahn-Pilotstadt

Hanau

  • img
    Über gigantische Pfeiler soll die Seilbahn vom Hanauer Hauptbahnhof in den Frankfurter Osten geführt werden. Die Gondeln sollen allerdings größer ausfallen, als hier auf diesem Beispielfoto.  Foto: Pixabay

Hanau. In letzter Zeit ist viel über neue Verkehrsprojekte im urbanen Raum diskutiert worden. Der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main hat kürzlich den Bau von Seilbahnen ins Gespräch gebracht. Dass jedoch Hanau Pilotstadt eines bundesweiten Projektes wird, ist natürlich ein Aprilscherz unserer Redaktion. 

Artikel vom 01. April 2019 - 06:00

Anzeige

Eines sei vorweg klargestellt: Karten für die Seilbahn zwischen Hanau und Frankfurt können weder wir noch die Hanauer Stadtverwaltung verkaufen. Auch, wenn mancher Bürger sich gestern telefonisch bei uns darum bemüht hat nach dem Motto „Der frühe Vogel pickt den Wurm“. Die Sache mit der Seilbahn, die wir auf unserer gestrigen Region-Seite und auf Seite 1 präsentierten, war ein Aprilscherz.

Dennoch wird in der Tat intensiv über das Seilbahn-Konzept nachgedacht. Dass aber die Brüder-Grimm-Stadt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zur Pilotstadt für das innovative Verkehrsprojekt auserkoren wurde, was Scheuer gestern laut unserer Zeitung mit einem Überraschungsbesuch des Zukunfts-Wochenende im CPH untermauerte, war reine Erfindung. Auch, wenn im CPH am Wochenende unter anderem das Konzept zum Gewerbepark Hauptbahnhof vorgestellt wurde. Doch dass der Hauptbahnhof Ausgangspunkt für die künftige Seilbahn wird, ist (noch) reine Fiktion.

Die Seilbahn ist trotzdem keine reine Luftnummer: In Niederdorfelden und Maintal debattieren die Fraktionen ernsthaft heftig über diese Variante in Sachen Mobilität. Und der Regionalverband Rhein-Main befasst sich tatsächlich in einer Studie mit dem Streckenverlauf Hanau-Frankfurt.

MTA-Leser Johannes Becherer kritisierte in einer Mail verärgert die Unvollständigkeit unserer gestrigen Berichterstattung: Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher hätte gegen den erbitterten Widerstand von Hanaus OB erreicht, dass es bei der Seilbahn Zusteigemöglichkeiten in Dörnigheim und Bischofsheim geben solle als Ersatz für die nicht gebaute nordmainische S-Bahn. „Die Stadt Hanau, die ja bekanntlich mit dem Main-Kinzig--Kreis nichts mehr zu tun haben will, hätte es vorgezogen, berührungslos und ungebremst über den Westteil des Kreises hinweg nach Frankfurt zu schweben“, schreibt er.

Hanaus Ex-OB Margret Härtel zeigte Humor: Sie wünsche sich, als Ehrengast noch die Jungfernfahrt mitzumachen, mailte sie. „Da müsste man die Genehmigungsverfahren etwas schneller in Bewegung bringen, bevor ich die Radieschen von unten betrachte...“ ju

 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.