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Revision im Fall eines Messerstechers beginnt heute

Hanau/Schlüchtern

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    Gegen die Tat im Oktober 2016 wurde Revision eingelegt. Archivfoto: pixabay

Schlüchtern/Hanau. Am heutigen Montag beginnt die Revision um einen versuchten Mord. Die Tat hatte sich am 7. Oktober 2016 gegen 21:30 Uhr ereignet.

Artikel vom 01. Oktober 2018 - 11:08

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Der Geschädigte befand sich laut Mitteilung des Landgerichts Hanau in seiner Wohnung in Schlüchtern. Dort soll laut der Angeklagte ihn aufgesucht haben, um eine Geldschuld von 50 Euro einzufordern. Dann soll der Angeklagte zunächst unvermittelt mit zwei Messern gezielt in den Hals gestochen haben.

Nachdem das Opfer bewusstlos zu Boden gegangen sei, soll der Angeklagte dem am Boden liegenden Geschädigten, als dieser wieder zu Bewusstsein gekommen war, beide Ohrmuscheln abgebissen, mit einem Messer beide Augenlider abgeschnitten und mit einem Kugelschreiber in beide Augäpfel eingestochen haben. Bis zum Eintreffen der Polizei soll er das Opfer gewürgt haben.

Am 29. Juni hat das Landgericht Hanau den Angeklagten wegen versuchten Totschlags sowie gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Auf die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft hat der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen.

Der Bundesgerichtshof beanstandete im Wesentlichen, die Strafkammer hätte für die Prüfung eines Rücktritts vom Versuch auf den Zeitpunkt nach dem Setzen der Stiche und nicht auf den Zeitpunkt, zu dem der Angeklagte von weiteren Tathandlungen von der Polizei abgehalten wurde, abstellen müssen.

Insoweit sei auch nicht hinreichend belegt, ob der Angeklagte bei den verstümmelnden Schnitten sein Opfer ohne Tötungsvorsatz nur noch körperlich verletzten wollte.
Das Verfahren wird ab dem vor der ersten großen Strafkammer als Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hanau verhandelt. Weitere Termine sind der 22. und 25. Oktober sowie der 6. und 9. November.  zeh



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