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Hintergrund: Stellungnahme des HFV

Fußball

Die stellvertretende Vorsitzende des Verbandsausschusses für Frauen- und Mädchenfußball beim Hessischen Fußballverband, Ute Maaß, war vor Ort und nimmt wie folgt Stellung:

Artikel vom 16. Juni 2018 - 09:48

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„Da wir nicht auf dem Platz zugegen waren, als es zum Neunmeterschießen für die Platzierungsspiele kam, weil wir an anderer Stelle benötigt wurden, haben wir die Erklärung nicht mitbekommen. Nach dem Neunmeterschießen bekamen wir einen Protest von Wiesbaden. Nach Prüfung der Sachlage mussten wir feststellen, dass der Protest berechtigt und das Neunmeterschießen erneut durchzuführen war. Kein angenehmer und für die Mädchen nicht schöner Zustand, aber hier war leider keine andere Entscheidung möglich, da die Satzung genau darlegt, wie das Neunmeterschießen im Pokal durchzuführen ist.

Eltern äußerten sich auf unschöne Art
Leider verloren die Mädchen von Mittelbuchen nun das Neunmeterschießen, was zur Folge hatte, dass wir, die Verantwortlichen, uns nun von den mitgereisten Eltern auf, ich will es mal sehr vorsichtig ausdrücken, eine sehr unschöne Art ansprechen lassen mussten. Anstatt die Mädchen zu trösten, musste man nun zunächst der eigenen Emotionalität Luft machen.

Ich habe bestimmt ganz viel Verständnis für die Mädchen, die nun mit einer Entscheidung einverstanden sein mussten, die sich so keiner wünscht. Wir haben ihnen, auf ihren Wunsch hin, die Bestimmungen gezeigt und erklärt.

Mädchen gingen auf Trainer zu
Im Anschluss war ich im Gespräch mit dem Trainer, der mir erklärte, dass die Mädchen nun in keinem Fall mehr um Platz drei spielen würden und dass der Verein dafür auf keinen Fall bestraft werden dürfte. Zu einer Antwort meinerseits kam es nicht mehr, weil die Mädchen auf ihren Trainer zukamen und erklärten, dass sie spielen wollten.  Für dieses Handeln der Mädchen haben sie unseren größten Respekt!

Ich bin mir bewusst, dass hier sicherlich sehr viel Emotionalität auch bei den mitgereisten Eltern vorhanden war, ich glaube aber auch, dass man in nicht ganz einfachen Situationen dem Gegenüber, der eine Entscheidung treffen muss, in einer respektvollen Art und Weise gegenüber tritt. Dies haben wir vermisst.

Es tat uns sicherlich für die Mädchen leid, nur war eine andere Entscheidung nicht möglich. Wir können an dieser Stelle nur handeln, wie es die Satzung vorschreibt, und müssen einen menschlichen Fehler dann korrigieren.“



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