Saftiges Fleisch, knuspriges Brötchen und schmackhafte Saucen: Für Burger- und Schnitzel-Liebhaber ist der „Kesselflicker“ eine gute Adresse. Fotos: HA

Maintal

"Tischlein, deck dich": Üppige Speisekarte im "Kesselflicker"

Maintal. Wie schmeckt es im Bistro "Kesselflicker"? Wir haben es getestet.

Es ist ein lauer Mittwoch im Frühling, als uns ein kleines Hüngerchen plagt. Also statten wir dem Restaurant und Bistro „Kesselflicker“ in Bischofsheim einen Besuch ab. Von Außen wirkt das Bistro, das früher einen Bäcker beherbergt hatte, recht unscheinbar. Innen zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Wände sind weiß gestrichen und mit Ziermauerwerk ergänzt. Das Mobiliar besteht aus Holztischen und -stühlen, die mit klassischen, floralen Mustern geschmückt sind.

Als wir also das Bistro betreten, werden wir von einem Herrn hinter der Theke gefragt, ob wir nicht gerne draußen sitzen würden. Da es das Wetter zulässt, stimmen wir zu und werden in den Hof geführt. Dieser ist mit einem Zelt überdacht. Der Boden ist mit Kunstrasen ausgelegt. Die Bestuhlung ist eine Mischung aus Stahltischen und -stühlen sowie Bierzeltgarnituren, die mit grauen gepolsterten Hussen überzogen sind.

Als wir Platz genommen haben, dauert es einen Moment, bis uns der Herr fragt, was wir möchten. Da wir nicht nur etwas trinken, sondern auch essen wollen, ruft er eine andere Bedienung. Auch sie ist nett und bringt uns nach einiger Zeit die Speisekarten und unsere Apfelsaftschorlen (2,80 Euro), die wir vorher schon bestellt haben. Die Karte ist für ein Bistro relativ umfangreich. Es gibt diverse Frühstücksgerichte wie Omeletts, die man zu jeder Zeit bestellen kann. Daneben werden auch Sandwiches, Baguettes und kleine Schnitzel angeboten.

Nachdem wir einige Minuten gewartet hatten, kommt die Bedienung endlich, um unsere Bestellung aufzunehmen. Da mittwochs die Burger auf dem Tagesangebot stehen, bestellen wir einen großen Burger mit extra Cheddar (6,80 Euro), ein kleines Champignonschnitzel mit Salat und Toast (6,50 Euro) und eine Portion Dippers mit Sour Cream (2,50 Euro).

Saftiges Fleisch

In dem Bistro ist nicht allzu großer Betrieb. Im Inneren sind keine Gäste. Im Außenbereich ist ein Tisch mit sechs Leuten besetzt, die jedoch nur Getränke vor sich haben. Trotzdem dauert es fast eine halbe Stunde, bis wir einen Beilagensalat, den Burger und das Schnitzel gebracht bekommen. Da sich meine Begleitung und ich nicht entscheiden konnten, teilen wir uns die Gerichte.

Das Schnitzel ist knusprig und mit gebratenen, frischen Champignons angerichtet. In der Karte wurde zwar eine Sahnesoße angekündigt, jedoch schmeckt es trotzdem hervorragend, wenngleich die Panade etwas fettig erscheint. Der Burger ist wirklich großartig. Das Fleisch ist saftig, die Soßen einfach schmackhaft und das Brötchen knusprig. Der Beilagensalat hingegen haut uns nicht vom Hocker. Der Eisbergsalat mitGurkenstiften, Paprika und Tomaten ist zwar frisch, jedoch hat das Dressing nicht wirklich Pfiff.

Beim Service Luft nach oben

Als wir schon fast fertig sind, werden uns noch die Dippers serviert. Dabei handelt es sich um eine Art schaufelförmige Pommes, mit denen man sehr gut Dips aufnehmen kann. Angerichtet sind die knusprigen Kartoffelteile in einem kleinen Fritteuse-Gitter. Auch wenn sie deutlich zu spät gebracht wurden, überzeugen sie geschmacklich auf ganzer Linie. Auch die dazu gereichte Sour Cream ist einfach nur perfekt.

Als wir die Rechnung ordern, dauert es wieder einige Zeit, bis eine der insgesamt drei Bedienungen uns den Beleg bringt. Inklusive Trinkgeld zahlen wir zusammen 23 Euro. Auch wenn der Service noch sehr viel Luft nach oben hat; die Burger und die Dippers haben uns auf jeden Fall überzeugt.

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