In der Schnurstraße gibt es jetzt einen neuen Burgerladen: Bunsters heißt er und verwöhnt nicht nur Fleischfreunde. Foto: HA

Hanau

"Tischlein, deck dich": Ein Traum von Bun und Patty im Bunsters

Das Bunsters steht schon seit einigen Wochen auf unserer Zu-Testen-Liste. Jetzt würde es endlich passen. „Wollen wir?“, fragt die Kollegin. Ich schaue skeptisch. „Jetzt? Burger?

Es ist Sommer, Bikini-Zeit. See-Zeit. Da muss man eigentlich Salat essen . . . aber was soll’s“, sage ich, „Bikini-Figuren werden eh völlig überbewertet.“

Es ist Dienstag. Mittagszeit. Wir steuern die Schnurstraße an. Hier hat Anfang März das Bunsters eröffnet. Der Laden ist klein, aber fein und der Chef, der heute Koch und Service-Kraft in Personalunion ist, total freundlich – und das, obwohl drei Tische besetzt sind und er einiges zu tun hat.

Heute müssen wir an der Theke bestellen, normalerweise wird am Tisch bedient. Die Karte ist genauso klein und hip wie der Laden. Acht Burger-Variationen stehen drauf, wahlweise mit Brioche oder Brezel-Brötchen. Das Lunchmenü von 12 bis 15 Uhr beinhaltet den Burger, einen Salat oder handgemachte Kartoffelfritten und ein Getränk und kostet den Burger-Preis plus vier Euro. Genau das Richtige für uns. Das nehmen wir!

Hippe Adresse mit sehr freundlichem Chef

Die Kollegin entscheidet sich für den „Bunster“ zum Preis von 7,50 Euro plus die vier Euro fürs Menü, ich nehme die Variante „Classic Beef“ für 6,50 Euro plus vier Euro Menüaufschlag. Dazu wählen wir – natürlich – keine Fritten (Sie wissen, die Bikini-Figur. . .), sondern Salat.

Das Bunsters hat ungefähr 20 Sitzplätze. Wir suchen uns einen an der Fensterfront. Hier sitzt man an einer Art Tresen und schaut direkt auf die Schnurstraße, wo natürlich immer was los ist. Wir beobachten die Passanten.

Die Zeit vergeht wie im Flug. 15 Minuten später kommen unsere Burger an den Tisch. Mein „Classic“ ist frisch, das Rindfleisch schön würzig, der Salat genau richtig bemessen, dazu eine Tomate, Ketchup – perfekt. Der bunte Salat ist mit Essig und Öl angemacht und mir einen Tick zu sauer, aber zum Fleisch passt das schon.

Meine Kollegin lobt ihren „Bunster“ ebenfalls. Das Fleisch ist nicht ganz durchgebraten, schmeckt dadurch noch saftiger, ist pikant gewürzt und bildet gemeinsam mit dem Brioche Brötchen sowie der Bunster-Soße und dem Cheddar ein tolles Geschmackserlebnis. Auch der Salat schmeckt meiner Begleitung gut.

Im Bunsters gibt es Burger satt – auch für Veganer

Im Bunsters werden nicht nur Fleischfreunde verwöhnt. Auch Veganer und Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten. So finden sich auf der Speisekarte etwa der „Vegan Oriental“ (sieben Euro) oder der „Beyond“ (neun Euro), beide pflanzenbasiert. Außerdem gibt es Pattys mit Grillkäse oder Süßkartoffel. Wir wissen schon jetzt, dass wir unbedingt wieder herkommen müssen, um all die Leckereien durchzuprobieren.

Für eine schnelle Mittagspause ist das Bunsters eine super Adresse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top, die Burger mega-lecker und der Chef trotz Stress-Level super-freundlich. Auf dem Rückweg in die Redaktion sinnieren wir über den nächsten Tag am See. Vielleicht kommendes Wochenende? Oder besser das drauf? Dann können wir eine Woche lang Salat futtern – Sie wissen schon, wegen der Bikini-Figur.

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