An der Bulaustraße, nur einen Steinwurf vom Klinikum Hanau entfernt, haben nicht nur die Fechter des TFC 1869 Hanau ihr Zuhause, sondern auch das Ristorante La Taverna. Foto: HA

Hanau

"Tischlein deck dich": Das "Ristorante La Taverna" im Test

Hanau. Der italienischen Küche des Ristorante La Taverna eilt ein guter Ruf voraus. Wir haben getestet, ob die Erwartungen erfüllt werden.

Der TFC 1869 Hanau ist einer der ältesten Fechtvereine Deutschlands. Florett und Degen haben wir allerdings nicht dabei, als wir uns an einem Freitagabend auf den Weg zum La Taverna machen. Die Vereinsgaststätte der Fechter liegt in der Bulaustraße, einen Steinwurf vom Klinikum entfernt. Vor der Tür gibt es eine Hand voll Parkplätze – wir ergattern den letzten. Puh, Glück gehabt, denn mit Parkplätzen ist es hier nicht so einfach.

Im vergangenen Jahr hat der Pächter gewechselt – und der Ruf, der der italienischen Küche vorauseilt, ist durchweg positiv. Wir sind gespannt. Und hungrig.

Die KarteÜber mehrere Treppenstufen geht’s ins Innere und durch eine weitere Tür in den Gastraum. Mehrere Tische sind belegt. Die Einrichtung ist gemütlich, weiße Tischdecken, dunkles Holz, gedämpfte italienische Musik. Die Bedienung führt uns durch einen Bogen hindurch in den hinteren Bereich des Restaurants. Wir nehmen Platz und bekommen die Karte.

Die enthält alles, was man sich von einem guten Italiener wünscht: Pasta-Variationen, Pizza, Fleisch und Fisch. Als Vorspeise teilen wir uns ein Rinder-Carpaccio (10,90 Euro). Die hauchdünnen rohen Rinderfilet-Scheiben stehen ratzfatz auf dem Tisch mit frischem Rucola-Salat und Grana-Padano-Käse obendrauf. Angemacht ist das Ganze klassisch mit Balsamico und Olivenöl. Und es ist köstlich.

HauptspeisenGenauso wie wenig später unsere Hauptspeisen. Ich wähle die Pizza della casa mit Parmaschinken, frischen Tomaten und Parmesan zum Preis von 9,50 Euro. Mein Begleiter lässt Pasta und Fisch links liegen und entscheidet sich für Kalbssteak vom Grill mit Kräuterbutter und Röstis. Dazu gibt’s einen Salat. Kostenpunkt: 18,90 Euro.

Während wir warten, planen wir das bevorstehende Wochenende und genießen die ruhige Atmosphäre, die im La Taverna herrscht. Ja, hier gefällt es uns. Die Bedienung ist nett und schaut – ganz unaufdringlich – immer mal wieder vorbei. Wir müssen nicht lange warten, dann kommt der Hauptgang. Die Pizza ist hervorragend, der Boden dünn ausgerollt und knusprig, der Belag üppig. Mein Begleiter ist ebenfalls angetan, denn das Fleisch ist zart und auf den Punkt gebraten, die Röstis sind lecker und der Salat perfekt abgeschmeckt. Wir futtern alles auf und geben das Lob an die Küche weiter.

Das FinaleUnter der Woche gibt es hier übrigens einen Mittagstisch. Und die Empfehlungen des Chefs, der hier scheinbar noch selbst den Kochlöffel schwingt, gibt es täglich. Selbstredend.

Zum Abschluss erfragen wir das aktuelle Dessert, denn darum wird der Gast auf der Karte gebeten. Heute gibt es Panna Cotta mit heißen Himbeeren im Glas (5,50 Euro). Die Mischung aus Kalt und Warm ist herrlich – und ich kurz davor, noch ein zweites Gläschen zu bestellen. Aber stopp: Sonntag wollen wir ja ins Schwimmbad, also lasse ich das besser mit der zweiten Runde.

Für uns steht fest, dass wir wiederkommen – vielleicht mal zur Mittagspause, oder im Sommer: Dann können wir die Klingen im hauseigenen Biergarten kreuzen. Wäre doch auch mal was . . .

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