Von außen kein Hingucker: Dafür überzeugt der "Brückenkopf" in Hanau geschmacklich und lädt durch seinen schäbig-schicken Look dennoch zum Verweilen ein. Foto: HA

Hanau

"Tischlein, deck dich": Burger in der Kultkneipe "Brückenkopf"

Seit über 30 Jahren gibt es den „Brückenkopf“ in Hanau. Und das sieht man dem Restaurant auch an, denn von außen ist es kein Hingucker: Die Fenster könnten mal wieder einen Lappen vertragen, und die Fassade erscheint abgenutzt.

Doch bei genauerem Betrachten kann man an dem Aussehen des Restaurants Gefallen finden, denn es verleiht ihm Charme. Nicht nur als Restaurant ist der „Brückenkopf“ bekannt. Seit Langem ist er fester Bestandteil der Hanauer Kneipenszene und immer wieder ein Veranstaltungsort.

Liebevolles Chaos lädt zum Wohlfühlen ein

Im Inneren des Restaurants gibt es neben einem Billardtisch eine große Bar, Dartscheiben, Spieleautomaten und vor allem massig Platz. Meine Begleitung und ich entscheiden uns bei dem schönen Wetter für einen Tisch auf der kleinen Terrasse. Auch hier herrscht ein liebevolles Chaos. Eine Lichterkette und diverse andere Deko-Artikel laden aber zum Wohlfühlen ein und zeigen Liebe zum Detail.

Bereits wenige Minuten, nachdem wir Platz genommen haben, ist auch schon die Bedienung da und reicht uns die Speisekarte. Da wir an einem Montag zu Gast waren, gab es eine Extra-Karte zum Burger-Tag sowie die regelmäßig wechselnde Wochenkarte in die Hand.

Bacon-Burger mit Pommes und Hähnchenbrustfilet mit Grüne-Soße-Kruste

Nach einem kurzen Blick entscheidet sich meine Begleitung für den Bacon-Burger mit Pommes für 7,20 Euro und ordert dazu eine große Spezi (drei Euro). Ich nehme das Hähnchenbrustfilet in Grüne-Soße-Kruste, dazu Herzoginkartoffeln, Salat und Senfsoße von der Wochenkarte für 12,50 Euro. Als Getränk bestelle ich eine große Cola light (drei Euro). Zusätzlich bestellen wir als Vorspeise Zaziki zum Teilen für 3,50 Euro, welches mit frischem Brot einer lokalen Bäckerei serviert wird.

Nach wenigen Minuten erhalten meine Begleitung und ich auch schon unsere Getränke. Für die Vorspeise müssen wir uns noch ein bisschen gedulden. In der Zwischenzeit füllt sich auch die Terrasse des „Brückenkopfs“ zunehmend, was für eine angenehme Atmosphäre sorgt.

Flott bedient - Es gibt nichts zu bemängeln

Dann kommt endlich die Vorspeise. Und was soll ich sagen: Das Zaziki schmeckt herrlich frisch, und auch das Brot ist locker und fluffig. Lediglich ein Löffel wäre vorteilhaft gewesen, um ständiges Kleckern zu vermeiden. Doch ansonsten sind wir rundum zufrieden mit dem Beginn. Die Portion war ausreichend für zwei Personen und wir freuen uns auf den Hauptgang.

Dieser kommt auch schon wenige Minuten später. Und auch hier haben wir wenig auszusetzen. Die Burgerpor-tion meiner Begleitung ist für den Preis unschlagbar, die Pommes und der Bacon sind knusprig. Es gibt nichts zu bemängeln. Mein Menü schmeckt ebenfalls köstlich, der Beilagensalat kommt sogar mit Pinienkernen daher. Das Hähnchen ist zart. Nur die Soße hat auf dem Weg an unseren Tisch schon eine feine Haut gebildet. Ansonsten kann ich mich geschmacklich nicht beklagen.

Süße Sünde rundet das Menü ab

Nachdem wir unsere Bäuche vollgeschlagen haben, entscheiden wir uns dennoch für die Nachspeise von der Wochenkarte: Apfelküchlein in Zimt und Zucker mit Vanillesoße und Bratapfeleis für 5,50 Euro. Das Dessert ist schnell an unserem Platz und eine echte Krönung zum Schluss. Bei den Apfelküchlein handelt es sich um Apfelringe, die in Zimt und Zucker paniert wurden. Eine süße Sünde, die perfekt zu den anderen Komponenten passt – der perfekte Abschluss unseres Menüs. Und was soll ich sagen: Wir kommen definitiv wieder.

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