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Influencer-Pärchen bittet um 10.000 Euro für Urlaub - mit diesen Reaktionen haben sie nicht gerechnet

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Von: Ronja Menzel

Das Influencer-Pärchen braucht Geld für ihre nächste Reise - sie sammeln via Crowdfunding.
Das Influencer-Pärchen braucht Geld für ihre nächste Reise - sie sammeln via Crowdfunding. © Instagram/another_beautiful_day_official

Weil es Geld für seine nächste Reise braucht, fragt ein Influencer-Pärchen einfach seine Fangemeinde auf Instagram. Die Crowdfunding-Kampagne kommt nicht gut an.

Berlin - Wer dem Instagram-Account „another beautiful day“ von Catalin Onc und Elena Engelhardt folgt, sieht Fotos eines typischen Influencer-Lebens. Poolbilder aus Bali, Frühstück in Paris, ein Markt in Nepal. Das Influencer-Pärchen reist scheinbar gerne, demnächst zieht es die beiden „Richtung Afrika“, wie sie selbst schreiben, und zwar mit dem Tandem. Damit sie von Deutschland bis Afrika radeln können, benötigen die schöne Blondine und der völlig tätowierte junge Mann natürlich Geld. 

Das scheinen sie jedoch trotz der pompösen Lifestyle-Fotos und den 40.000 Followern nicht zu haben. Die „Liebenden, Reisenden und Traumfänger“, wie sie sich selbst auf ihrem Account bezeichnen, brauchen jedoch so schnell wie möglich Geld, um die Tandem-Reise bereits am 20. Juli antreten zu können. Instagram-User könnten bei der jüngsten Äußerung von CEO Adam Mosseri hellhörig geworden sein. Dieser will eine Kernfunktion der Plattform abschaffen.

Influencer-Paar fordert Instagram-Follower auf, zu spenden

Dafür riefen sie nun eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben und forderten ihre Follower auf Instagram, das übrigens mit einer Like-Änderung seine Influencer schockte, auf, für die Reise zu spenden. Was die davon haben? Das erklärt Cat ganz simpel auf Instagram: „Wir könnten einen langen Text über psychische Gesundheit oder globale Erwärmung schreiben. Wir können erzählen, wie ihr Träumen folgen oder wie wichtig es ist, sich aus der Komfortzone zu bewegen. (…) Aber wir werden es euch zeigen!“ Die Fans erwarten also hübsche Bilder, wenn sie den beiden ihren Urlaub spendieren. „Wir wollen euch alle auf dieses große Abenteuer mitnehmen. Wir wollen das Leben feiern, während wir frei durch die Berge, über Küsten und durch Städte fahren. Wir zeigen euch die Schönheit des Planeten und seiner Bewohner, aber auch die hässlichen Seiten“, schrieb das Influencer-Paar und forderte schließlich 10.000 Euro. 

Influencer-Paar legt nach Shitstorm Social-Media-Pause auf Instagram ein

Mit dieser Summe ließe sich nämlich das Fahrrad, Ausrüstung, Essen, Unterkünfte, Versicherung und Notfallausrüstung besorgen, heißt es in der Spendenkampagne. Außerdem, besonders wichtig: „Internet und eine SIM-Karte für jedes Land, um euch auf dem Laufenden zu halten.“ 

Doch die Follower zeigten sich gar nicht begeistert. Auf Instagram hagelte es einen solchen Shitstorm, dass die Influencer nun eine angekündigte Social-Media-Pause einlegen - vermutlich in der Hoffnung, dass sich die Wogen wieder glätten. Tenor der Kommentare: „Sucht euch einen Job, ihr faulen Schmarotzer!“, „Werdet erwachsen!“, „Ihr seid eine Schande für andere Influencer!“, und „Crowdfunding ist für Menschen da, die wirklich Hilfe brauchen!“ Eine fürchterliche Reise für 6000 Euro erlebte hingegen eine Familie aus Stormarn bei Hamburg im Oman, wie nordbuzz.de* berichtet.

Influencer-Paar geht auf Instagram offen mit Arbeitslosigkeit um

Mit der Arbeitslosigkeit hat das Pärchen aber scheinbar kein Problem. Schon vor dem Spendenaufruf teilte Cat auf dem Account mit: „Ich habe zu viel getan und gesehen, um in einen normalen Job zurückzukehren.“ Es sei auch eine Art von Stärke, um Hilfe zu bitten und diese dann auch anzunehmen - so auch von Cats Mutter, die habe nämlich mittlerweile zwei Jobs, um die beiden finanziell zu unterstützen. 

Die Crowdfunding-Kampagne hingegen läuft weniger gut, lediglich 270 Dollar (Stand 18.6.) wurden bisher gesammelt. „Geht lieber zu einem Vorstellungsgespräch statt nach Afrika“, schlägt eine Instagram-Userin vor.

Auch eine andere Influencerin bat kürzlich via Instagram um Geld - sie wollte 100.000 Euro für einen völlig weltfremden Grund. In Island kassierte ein russischer Influencer einen Shitstorm, als er mit seinem SUV durch die Natur bretterte. Die Influencerin Louisa Dellert aus Hamburg hat auf Instagram einen Mega-Shitstorm erhalten, wie nordbuzz.de* berichtet. Eine berühmte Influencerin schockt außerdem mit einem peinlichen Fotoshop-Fail. Auch ein Foto eines Weltstars sorgte auf Instagram für Aufsehen.

Zwei junge Frauen haben sich zudem in einen Kaufland in München einschließen lassen und ihre Aktionen dort live bei Instagram übertragen.

Ein abscheulicher mutmaßlicher Mordfall macht derzeit Schlagzeilen: Die 17-Jährige Influencerin Bianca Devins soll von ihrem Freund ermordet worden sein. Nach de Tat soll er Selfies von sich und der Leiche von Devins im Netz geteilt haben.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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