Versammlungsverbot

Corona-Alarm in Europa: Nächstes Land verschärft Maßnahmen massiv - Trend-Wende in Frankreich?

Die Coronavirus-Fallzahlen erreichen in Europa neue Höchstwerte. Mehrere deutsche Nachbarländer schlagen Alarm. Behörden rechnen mit dem Schlimmsten.

  • In Europa breitet sich das Coronavirus* in einem hohen Tempo aus - erstmals wurden an einem Tag mehr als 100.000 Neuinfektionen verzeichnet (siehe Update vom 09. Oktober, 20.11 Uhr).
  • Mehrere Nachbarländer von Deutschland vermelden erschreckende Höchstwerte. Aber auch in anderen Ländern ist die Lage bei den Corona-Neuinfektionen dynamisch.
  • Corona-Notstand: Slowakei verschärft die Regeln - Versammlungsverbot
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 12. Oktober 2020 finden Sie hier.

Update vom 12. Oktober, 16.35 Uhr: Aufgrund der doch immer weiter ansteigenden Infektionszahlen hat die slowakische Regierung am Montag ein Versammlungsverbot beschlossen, dass bereits ab Dienstag (dem 13. Oktober) in Kraft tritt. Das Zusammentreffen von mehr als sechs Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, ist allen slowakischen Bürgern untersagt. Das teilte die deutsche Presseagentur am Montagnachmittag mit.

Coronavirus in Europa: „Kontrollverlust“ wegen hoher Zahlen? Deutsches Nachbarland gibt Nachverfolgung auf

Update vom 11. Oktober, 21.15 Uhr: Die Slowakei hat die Corona-Pandemie bislang glimpflich überstanden. 19.851 Infizierte und 61 Todesfällle meldete das Land mit den knapp 5,5 Millionen Einwohner laut der Johns Hopkins Universität bislang. Doch aktuell steigen auch dort, wie in vielen anderen europäischen Ländern die Zahlen. Seit 1. Oktober gilt der Notstand (siehe Update vom 8. Oktober, 14.30). Nun zieht das Land die Notbremse. Ab Donnerstag gilt dort laut n-tv eine Maskenpflicht auch im Freien. Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen müssen schließen, Restaurants dürfen nur Essen zum Mitnehmen anbieten und Supermärkte müssen Senioren-Öffnungszeiten einrichten. Aktuell wird zudem über ein Versammlungsverbot diskutiert.

Frankreich dagegen verzeichnete heute etwas positivere Zahlen. Nach der alarmierenden Zahl von 26.896 Neuinfektionen am Samstag, meldete das Land heute 16.101 Fälle. Die Todesfälle erhöhten sich um 46.

Corona in Europa: „Kontrollverlust“ wegen hoher Zahlen? Deutsches Nachbarland gibt Nachverfolgung auf

Update vom 11. Oktober, 17.20 Uhr: In den Niederlanden haben die Gesundheitsämter die Nachverfolgung der Kontakte positiv auf das Coronavirus getesteter Bürger im Großen und Ganzen aufgegeben. Es sei für die Behörden nicht mehr zu schaffen gewesen alle Kontakte nachzuvollziehen, berichtet focus.de. „Das wäre ein Kontrollverlust“, warnte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach in einem Tweet.

Tatsächlich sollen Infizierte ihr Umfeld und ihre Kontaktpersonen ab sofort selbst warnen. Nur bei Risikopatienten oder Älteren helfen die Behörden weiterhin. Die Kontaktnachverfolgung hatte in den Niederlanden jedoch nie den Stellwert, wie sie es in Deutschland hat. Holland verzeichnete am Samstag laut Johns Hopkins University mehr als 6500 neue Fälle an einem Tag.

Währddessen steigt auch die Zahl der Infizierten in Russland enorm an. 13.634 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldeten die Behörden laut n-tv. Damit haben sich in Russland seit Beginn der Pandemie etwa 1,3 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Das Land liegt auf Platz vier der meisten Infektionen weltweit. Die Zahl der Todesfälle sei jedoch deutlich geringer als in den USA, Indien oder Brasilien. Während dort Todeszahlen von über 100.000 verzeichnet wurde, stieg die Zahl in Russland auf 22.597.

Corona in Europa: Spanisches Gericht kippt Lockdown in Madrid - Zehntausende Spanier flüchten aus der Hauptstadt

Update vom 11. Oktober, 8.19 Uhr: Im spanischen Corona-Hotspot Madrid hatte ein Gericht am Donnerstagnachmittag die von der Zentralregierung nur wenige Tage zuvor angeordnete weitgehende Abriegelung für rechtswidrig erklärt. Für rund 24 Stunden war die Stadt offen. Zehntausende Spanier nutzen die Chance, die Hauptstadt zu verlassen. Dann setzte die Regierung die Maßnahme auf anderer Rechtsgrundlage wieder in Kraft.

In dem Zeitfenster der offenen 24 Stunden hätten fast 80.000 Fahrzeuge die Hauptstadt vor einem verlängerten Wochenende verlassen, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ am Samstag unter Berufung auf die Behörden. Am Montag ist in Spanien ein Feiertag. Allerdings sei die Zahl der registrierten Fahrzeuge nur halb so hoch wie in den Vorjahren gewesen. Seit Freitagnachmittag sind mehr als 7000 Polizisten an den Ausfallstraßen sowie am Flughafen und an Bahnhöfen im Einsatz, um die Abriegelung durchzusetzen. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt.

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hatte die Abriegelung damit begründet, dass die lokale Regierung „nichts unternommen“ habe. Man müsse „verhindern, dass das hohe Infektionsniveau Madrids auf den Rest des Landes übergreift.“ Der Notstand, den die Regionalregierung ablehnt, gilt zunächst für zwei Wochen.

Abgeriegelt sind Madrid und acht weitere Städte im Umland der Hauptstadt. Dort dürfen Menschen nur noch mit triftigem Grund ihre Heimatgemeinde verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Betroffen sind 4,5 der 6,6 Millionen Einwohner der Region.

Update vom 11. Oktober, 7.12 Uhr: In Frankreich haben sich innerhalb eines Tages 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen machte damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Infektionen gemeldet - auch das war ein Rekordwert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag um 54 auf 32.684.

Die Corona-Lage ist damit weiter sehr angespannt. In mehreren Städten, darunter Paris, Lyon, Lille und Marseille, gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. In den betroffenen Städten mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für vorerst zwei Wochen schließen.

Zahlen in Frankreich explodieren: Mehr als 20.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages

Update vom 10. Oktober, 22.57 Uhr: Mit insgesamt 20.339 Corona-Neuinfektionen in nur 24 Stunden hat Frankreich einen Rekordanstieg zu bewältigen. Nach Behördenangaben gab es zudem 62 neue Todesfälle.

Zuletzt wurde in den vier Städten Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Bereits davor galt diese schon in Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe.

Update vom 10. Oktober, 16.20 Uhr: Auch in Polen bereiten die aktuellen Corona-Zahlen Sorgen. Zum ersten Mal in jüngster Zeit wurde der Wert von 5000 täglichen Neuinfektionen überschritten. Insgesamt infizierten sich innerhalb von 24 Stunden 5300 Menschen mit dem Coronavirus.

Wie das polnische Gesundheitsministerium angab, ereigneten sich die meisten Neuinfektionen in der Woiwodschaft Masowien, zu der auch die Hauptstadt Warschau gehört. 53 erkrankte Personen verstarben im genannten Zeitraum, damit gab es in Polen seit Beginn der Pandemie 2972 Todesfälle.

Corona in Europa: Polen führt Senioren-Einkaufsstunden wieder ein

Seitens der politischen Führung des Landes wurden bereits Maßnahmen ergriffen. So kündigte Regierungschef Mateusz Morawiecki an, dass es aufgrund des erhöhten Infektionsgeschehens ab Donnerstag Senioren-Einkaufsstunden geben werde, die in Polen während der Corona-Krise bereits zuvor angewendet wurden.

So sind von 10 bis 12 Uhr in Geschäften, Apotheken und Drogerien nur Menschen im Alter von über 60 Jahren berechtigt, einzukaufen. Außerdem gilt seit dem heutigen Samstag landesweit eine Maskenpflicht auch im Freien. Bei Feiern dürfen höchstens 75 Menschen anwesend sein, Bars und Restaurants müssen um 22.00 Uhr zu machen.

Corona in Europa: Tschechien zieht die Notbremse - Lockdown nicht ausgeschlossen

Update vom 10. Oktober, 12.58 Uhr: In Tschechien steigen die Corona-Infektionszahlen weiterhin heftig an. Am Freitag wurden den Behörden 8.618 neue Corona-Fälle gemeldet, wie am Samstag bekannt wurde. Damit liegt der Wert um rund 3.300 höher als am Vortag. Es ist der vierte Rekord-Tag in Folge. Erste Maßnahmen wurden bereits getroffen. In Tschechien müssen von Montag an Theater, Kinos, Museen, Galerien und Sportstätten für zunächst zwei Wochen schließen.

Am Freitag hatte Ministerpräsident Andrej Babis einen Lockdown nicht mehr ausgeschlossen. Präsident Milos Zeman widersprach dem am Samstag in der Zeitung MF Dnes. „Einen zweiten Absturz der Wirtschaft kann sich dieses Land nicht leisten“, erklärte Zeman. Er forderte zugleich „drakonische, geradezu militärische Maßnahmen“ im Bereich der Freizeitaktivitäten.

Ex-Präsident Vaclav Klaus kritisierte die Krisenkommunikation der tschechischen Regierung scharf. Den Bürgern Angst einzujagen und ihnen mit weiteren Verschärfungen zu drohen, sei unseriös, sagte er. Ein rationales Vorgehen sei oftmals nicht zu erkennen. Mit seinen Äußerungen über einen möglichen Lockdown richte der Ministerpräsident enorme wirtschaftliche Schäden an, selbst wenn es nicht dazu kommen sollte.

Corona in Europa: Großbritannien meldet knapp 14.000 Infektionen innerhalb eines Tages

In Großbritannien sind am Freitag knapp 14.000 Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Ansteckungen stieg damit auf mehr als 575.000, wie die Regierung in London mitteilte. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus - auch, weil es an Tests mangelt. Innerhalb eines Tages starben 87 Menschen an ihrer Covid-19-Erkrankung.

Besonders stark betroffen von der Pandemie ist der Norden Englands, Schottland, Nordirland und Teile von Wales. Klinikbetten werden bereits knapp. Der Statistikbehörde des Vereinigten Königreichs zufolge gibt es etwa 58.000 Todesfälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde.

Corona in Europa: Frankreich meldet mehr als 20.000 Neuinfektionen

Update vom 10. Oktober, 10.10 Uhr: Frankreich hat am Freitagabend mit 20.339 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Rekord erzielt. Wie die Behörden mitteilten, wurde damit der bisherige höchste Wert von 18.746 neuen Fällen vom vergangenen Mittwoch überschritten. Es wurden 62 neue Todesfälle gezählt.

Die Corona-Lage in der Grande Nation ist sehr angespannt. Olivier Véran, Frankreichs Gesundheitsminister, warnte zuletzt vor einer weiteren Verschlechterung der Situation im Land. Neben Paris, Marseille und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe wurde für vier weitere Städte die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen: Lyon, Lille, Grenoble und Saint-Étienne. Durch die Einstufung gelten in den betroffenen Städten neue Beschränkungen. Bars und Kneipen, die kein Essen verkaufen, müssen beispielsweise für vorerst zwei Wochen schließen. In vielen Städten gilt bereits eine Maskenpflicht auch unter freiem Himmel.

Die französische Regierung betont immer wieder, dass sie einen landesweiten Lockdown vermeiden möchte und setzt daher auf regionale Maßnahmen. Die Lage in den Pariser Krankenhäusern verschärft sich ebenfalls. Der Anteil der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen nimmt zu. Dort wurde ein entsprechender Notfallplan aktiviert.

Corona in Europa: Niederlande melden knapp 6.000 Neuinfektionen an einem Tag

Ein weiteres Nachbarland Deutschlands hat mit steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen. In den Niederlanden sind innerhalb eines Tages knapp 6.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. In den vergangenen sieben Tagen habe es rund 34.000 neue Fälle gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag mit. Es gab 14 neue Todesfälle. Die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen nehme zu.

Ministerpräsident Mark Rutte äußerte sich sehr besorgt. „Wir gehören zu den drei am schlimmsten betroffenen Ländern in Europa, und es ist schlechter als in Amerika“, sagte Rutte. Er schloss einschneidende Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Lage in den nächsten 72 Stunden nicht verbessere. Konkrete Pläne nannte er nicht. Rotterdam, Den Haag, Utrecht und Amsterdam sind Berichten zufolge besonders schwer von der Ausbreitung des Coronavirus getroffen.

Corona in Europa: Erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag

Update vom 9. Oktober, 20.11 Uhr: Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie verzeichnet Europa einen täglichen Neuanstieg der Infektionen um über 100.000. Während am Donnerstag noch etwa 99.000 Neuinfektionen registriert wurden, waren es am Freitag 109.749 neue Fälle.

Mit einem Wert von 374,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ist Tschechien aktuell trauriger Spitzenreiter, was die durchschnittliche Infektionsrate angeht. Über 5.000 Neuinfektionen hat auch Italien zu verzeichnen - anders als im Frühjahr sind die Krankenhäuser derzeit aber nicht überlastet. Besonders betroffen ist die Region Kampanien im Süden und erneut die Lombardei im Norden.

Corona in Europa: Spanische Zentralregierung verhängt Notstand über Madrid

Update vom 9. Oktober, 16.53 Uhr: Nun hat die spanische Zentralregierung die Medienberichte (siehe Update vom 9. Oktober, 15.02 Uhr) bestätigt. Sie verhängte den Notstand über Madrid und setzte so eine umstrittene Abriegelung der Hauptstadt durch. Gesundheitsminister Salvador Illa begründete dies damit, dass die lokale Regierung „nichts unternommen“ habe. Man müsse „verhindern, dass das hohe Infektionsniveau Madrids auf den Rest des Landes übergreift.“ Illa fügte hinzu: „Die Geduld hat Grenzen.“

Corona in Spanien: Regionalregierung Madrids kritisiert Maßnahme

Die Kritik der Regionalregierung folgte prompt. Innenminister Enrique López bezeichnete den Notstand als „Angriff auf alle Madrilenen“ sowie als „unnötige und unverhältnismäßige“ Maßnahme. Die rechtspopulistische Vox, die die konservative Volkspartei (PP) unterstützt, rief für Montag zu Protesten auf. Die Regierung richte die Bevölkerung „mit totalitären und absurden Maßnahmen zugrunde“, twitterte Vox-Chef Santiago Abascal.

Passanten in Madrid reagierten ebenfalls empört. „Man weiß nicht mehr, was Sache ist. Die Politiker machen uns alle verrückt“, sagte eine ältere Frau. Die Zeitung „La Vanguardia“ sprach von „Chaos“. Spanische Medien bezeichnen Madrid als „Rebellen-Region“. Die konservative Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso wirft dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez vor, einen „politischen Krieg“ zu führen.

Corona in Spanien: Regierung verhängt Notstand über Madrid

Update vom 9. Oktober, 15.02 Uhr: Spaniens Zentralregierung hat nach Medienberichten den Notstand über Madrid verhängt, um angesichts von hohen Corona-Zahlen die Abriegelung der Hauptstadt durchsetzen zu können. Dies berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die linke Regierung. Der Notstand soll den Angaben zufolge für zwei Wochen gelten. Eine Verlängerung müsste gemäß Verfassung vom Nationalparlament gebilligt werden.

Vor Ausrufung des Notstands hatte die Justiz die vom Gesundheitsministerium angeordnete Absperrung Madrids und neun weiterer Kommunen in der Umgebung wieder aufgehoben. (siehe Update vom 8. Oktober, 14.30 Uhr) Dies geschah auf Antrag der konservativen Regionalregierung. Nun kann die Zentralregierung die Bewegungsfreiheit der Bürger doch wieder einschränken. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst noch aus.

Corona in Europa: Slowakei ruft die Armee zu Hilfe

Weil die Corona-Infektionszahlen trotz des seit 1. Oktober geltenden Notstands rasant steigen, hat die slowakische Regierung den Einsatz der Armee beschlossen. Die Kapazitäten der Gesundheitsbehörden seien am Rand ihrer Möglichkeiten angekommen, erklärte Gesundheitsminister Marek Krajci am Freitag in Bratislava. Die Soldaten sollten bei Corona-Tests und dem Nachverfolgen von Kontakten Infizierter assistieren sowie das Krankenhauspersonal bei Routinetätigkeiten unterstützen.

Dafür habe die Regierung die Bereitstellung von 1.500 täglich einsetzbaren Soldaten beschlossen, sagte Verteidigungsminister Jaroslav Nad. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic schloss nicht aus, dass ganze Regionen vorübergehend unter Quarantäne gestellt werden: „Diese Frage ist auf dem Tisch.“

Corona in Europa: Polen am dritten Tag in Folge mit Rekord bei Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat zum dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Am Freitag verzeichneten die Behörden 4.739 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Im gleichen Zeitraum starben 52 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Angesichts der steigenden Infektionszahlen gilt von diesem Samstag an im gesamten Land wieder eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. (siehe Update vom 8. Oktober, 16.15 Uhr) Außerdem dürfen an Feiern nur maximal 75 Leute teilnehmen. In sogenannten roten Zonen mit sehr vielen Infektionen sind die Auflagen noch strenger: Hier müssen Bars und Restaurants um 22 Uhr schließen.

Corona in Europa: Portugal meldet außergewöhnlich hohe Infektionszahlen

Update vom 9. Oktober, 7.16 Uhr: Das Coronavirus macht Portugal immer mehr zu schaffen. Das Land war bisher gut durch die Corona-Krise gekommen, doch jetzt meldet das Land außergewöhnlich hohe Infektionszahlen. Mit 1278 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete die Gesundheitsbehörde DGS am Donnerstag in Lissabon die zweithöchste Ansteckungszahl seit Ausbruch der Pandemie.

Mehr neue Fälle wurden nur ein einziges Mal vor knapp sechs Monaten erfasst: Am 10. April hatte es 1516 Neuinfektionen gegeben. Seitdem war aber in Portugal nie wieder die Marke von 1000 erreicht worden. Wegen der rapide steigenden Zahlen kündigte die sozialistische Regierung von Ministerpräsident António Costa „neue Maßnahmen“ an. Strikte Ausgangssperren wie im März und April wird es wohl nicht geben. „Das Land würde kaum wieder einen allgemeinen Lockdown wie im März und April ertragen“, Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva auf Fragen von Journalisten.

Coronavirus in Portugal: So ist die aktuelle Lage

Sorge bereitet vor allem eine Tatsache: Die Zahl der in Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten ist in etwas mehr als einem Monat von gut 300 auf mehr als 800 in die Höhe geschossen.

In Portugal gilt - anders als im Nachbarland Spanien - nicht im gesamten Land eine generelle Maskenpflicht im Freien, sondern nur auf Madeira. Mund-Nasen-Schutz muss man aber unter anderem in öffentlichen Transportmitteln, in Läden und anderen geschlossenen Räumen sowie auch an Orten mit Menschenansammlungen tragen. Außerdem muss man einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Die Bundesregierung warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Region Lissabon.

Corona in Europa: Polen führt Maskenpflicht wieder ein

Passanten gehen an einer wegen hoher Corona-Zahlen geschlossenen Bar in Paris vorbei.

Update vom 8. Oktober, 16.15 Uhr: Im Kampf gegen die stark steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen führt Polen am Samstag wieder eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki kündigte das am Donnerstag in Warschau an. Das gesamte Land werde ab Samstag als sogenannte gelbe Zone eingestuft. Durch die Ausweitung gelten zusätzliche Einschränkungen. Ein Beispiel ist die Begrenzung von Feiern auf maximal 75 Teilnehmer. „Nur so können wir einen Lockdown verhindern“, sagte Morawiecki. Zuvor hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen einen Rekordwert erreicht. (siehe Update vom 8. Oktober, 12.35 Uhr)

Corona in Europa: Pub-Schließungen in Großbritannien geplant

Nachdem gestern Schottland wegen steigender Corona-Zahlen die Regeln für Pubs* und Restaurants verschärft hat, droht nun auch vielen Engländern ein Verzicht auf das Pint im Pub. In den am schlimmsten betroffenen Regionen im Norden Englands könnte von nächster Woche an kein Bier mehr aus den Zapfhähnen fließen, berichteten britische Medien übereinstimmend am Donnerstag. Demnach sollen Pubs, Restaurants und Hotels dort geschlossen werden. In Großbritannien verhängt jeder Landesteil seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Die endgültige Entscheidung über Dauer und Ausmaß der Schließungen in Teilen Englands ist den Medienberichten zufolge noch nicht getroffen. Außerdem sollten künftig Risikogebiete nach einheitlichen Kriterien bewertet und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, hieß es. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte nicht kommentieren. Statistiken zufolge verzeichnen vor allem ärmere Gebiete etwa in Manchester und Liverpool hohe Infektionszahlen. Kritiker prangern die Maßnahmen bislang als völlig uneinheitlich an. Premierminister Boris Johnson hatte in Interviews den Überblick verloren und teils falsche Angaben gemacht.

Corona in Frankreich: Pariser Krankenhäuser rechnen mit Zustrom von Covid-19-Patienten

Update vom 8. Oktober, 14.30 Uhr: Die Pariser Gesundheitsbehörden rechnen mit einem Zustrom von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern. Die Gesundheitseinrichtungen seien aufgefordert worden, alle Ressourcen zu mobilisieren und sich auf die kommenden Tage vorzubereiten, schrieb der Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde, Aurélien Rousseau, am Donnerstag auf Twitter. Ein Notfallplan wurde aktiviert. Damit können Kliniken zum Beispiel nicht dringende Operationen verschieben.

Corona in Europa: Spanische Justiz kippt Corona-Abriegelung des Hotspots Madrid

In Spanien ist die umstrittene Zwangsabriegelung des Corona-Hotspots Madrid durch die Zentralregierung von der Justiz gekippt worden. Die Anordnung des Gesundheitsministeriums beschränke in unrechtmäßiger Form Grundrechte und -freiheiten, entschied das Oberlandesgericht der Region Madrid am Donnerstag. Die zweiwöchige Absperrung der spanischen Hauptstadt und von neun weiteren Gemeinden im Großraum Madrid war am Freitagabend vergangener Woche in Kraft getreten.

Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hatte sich der Anordnung gebeugt, aber Widerspruch eingelegt. Sie könnte die Absperrungen nun aufheben. Die Zentralregierung kann aber noch Einspruch gegen das Urteil einlegen. Gesundheitsminister Salvador Illa sagte in einer ersten Reaktion nur: „Wir werden die gerichtlichen Schritte beschließen, die die Gesundheit der Bürger am besten schützen.“ Von den Absperrungen sind knapp 4,8 Millionen Einwohner betroffen. Sie dürfen ihre jeweilige Wohngemeinde nur noch mit triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit zu fahren oder den Arzt aufzusuchen.

Gemäß der ministeriellen Anordnung soll es in Spanien immer dann Absperrungen geben, wenn in einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 liegt, mindestens zehn Prozent aller Tests positiv ausfallen und die Intensivbetten zu mehr als 35 Prozent mit Covid-Patienten belegt sind. Wegen dieser Anordnung sind seit Mittwoch auch die Provinzhauptstädte León und Palencia in Kastilien und León nördlich von Madrid abgeriegelt.

Corona in Europa: Slowakei ebenfalls mit Rekord bei Neuinfektionen

Die Slowakei reiht sich ebenfalls in die Liste der Länder ein, die einen neuen Rekord bei den Zahlen der Corona-Neuinfektionen vermelden. Am Donnerstag wurde mit 1.037 neuen Corona-Fällen zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Marke von 1.000 Neuinfektionen überschritten. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic machte auf Facebook erneut die „Disziplinlosigkeit“ eines Teils der Bevölkerung für den Anstieg verantwortlich.

Gesundheitsexperten werfen hingegen der Regierung Missmanagement vor. Am Mittwoch sorgten der nationale Krankenhäuser-Verband gemeinsam mit Vereinigungen von Ärzten und medizinischem Personal sowie Patientenorganisationen mit einem gemeinsamen Appell für Aufsehen. Das Gesundheitsministerium kommuniziere nicht mit ihnen, gebe chaotische und widersprüchliche Weisungen aus und halte die eigenen Pandemiepläne nicht ein.

Corona in Polen: Hauptstadt Warschau wohl bald mit Maskenpflicht im Freien

Update vom 8. Oktober, 12.35 Uhr: Mit Polen wurde in einem weiteren Nachbarland Deutschlands ein neuer Rekordwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht. Innerhalb der letzten 24 Stunden verzeichneten die polnischen Behörden 4.280 neue Corona-Fälle. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Warschau mit. Im gleichen Zeitraum starben 76 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus - ebenfalls ein neuer Rekordwert.

Der Schwerpunkt der Neuinfektionen lag dabei in der Region um die Hauptstadt Warschau. Dort wurden 598 neue Fälle verzeichnet. Die Regionen Kleinpolen im Süden des Landes und Großpolen im Westen waren mit jeweils mehr als 500 Neuinfektionen ebenfalls stark betroffen. Der bisherige Rekordwert der Neuinfektionen lag am Mittwoch bei 3.003 neuen Corona-Fällen.

Das polnische Gesundheitsministerium wird voraussichtlich im Laufe des Donnerstags die Einstufung mehrerer Regionen als Risikogebiet ankündigen. Die Zahl der sogenannten roten und gelben Zonen mit hohem oder sehr hohem Infektionsgeschehen können von aktuell 51 auf mehr als 100 verdoppelt werden, erklärte Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska laut Agentur PAP. Die Hauptstadt Warschau werde wohl auch eine gelbe Zone. Dies bedeutet unter anderem, dass die Menschen auch im Freien eine Maske tragen müssen und die Zahl der Teilnehmer von Feiern noch stärker beschränkt wird.

Corona in Europa: Frankreichs Regierung kündigt zusätzliche Einschränkungen an

Update vom 8. Oktober, 11.05 Uhr: Angesichts eines neuen Höchststandes bei den Corona-Neuinfektionen (siehe Update vom 7. Oktober, 21.12 Uhr) wird in Frankreich mit weiteren Schritten der Regierung gerechnet. „Wir müssen uns auf den Weg zu zusätzlichen Einschränkungen machen“, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Mittwochabend den Fernsehsendern TF1 und France2 in dem südfranzösischen Ort Saint-Martin-Vésubie.

Die Corona-Lage in der Grande Nation ist sehr angespannt. Bis auf die an Deutschland grenzende Region Grand Est und die Insel Korsika gilt für Frankreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Gesundheitsminister Olivier Véran will am Donnerstagabend über die aktuelle Lage berichten. „Das Virus zirkuliert seit einigen Wochen schneller“, warnte Macron. Er verwies auf Einschränkungen, wie sie bereits in den hart getroffenen Metropolen Paris und Marseille gelten.

Corona in Europa: Tschechien meldet erstmals mehr als 5.000 Neuinfektionen

Das Nachbarland Tschechien verzeichnete den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen. Laut Daten des Gesundheitsministeriums kamen am Mittwoch 5.335 neue Corona-Fälle hinzu. Erst am Vortag war erstmals die Marke von 4.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Seit Beginn der Woche gilt in Tschechien der nationale Notstand.

Die Regierung des Ministerpräsidenten Andrej Babis von der populistischen Partei ANO will am Freitag ein ganzes Maßnahmenpaket vorstellen. Gegenüber der Zeitung MF Dnes sagte Gesundheitsminister Roman Prymula, es werde unter anderem über die vollständige Schließung der Theater und Kinos verhandelt. Zudem könnten Hotels genutzt werden, um Menschen in Quarantäne unterzubringen und von ihren Familienmitgliedern zu isolieren.

Für Aufsehen sorgte unterdessen ein offener Brief der Leiter mehrerer Krankenhaus-Intensivstationen. Sie appellierten vor allem an junge Menschen, die geltenden Regeln einzuhalten. „Wir kämpfen auf unseren Stationen um das Leben von Menschen, die ohne die Coronavirus-Infektion noch weitere zehn oder 20 Jahre qualitätsvolle Lebensjahre vor sich hätten“, hieß es darin.

Corona in Europa: Frankreich mit neuem Rekordwert bei Neuinfektionen

Update vom 7. Oktober, 21.12 Uhr: Die Corona-Zahlen in Deutschlands Nachbarländer steigen kontinuierlich. Nach Tschechien und Dänemark (siehe vorherige Updates) meldet nun auch Frankreich neue Rekordwerte. Im flächengrößten EU-Land wurden am Mittwoch 18.746 Neuinfektionen registriert - so viele wie nie zuvor. Der bisherige Höchstwert von 16.972 neuen Fällen vom vergangenen Wochenende wurde damit deutlich überschritten. Die Lage in der Grande Nation ist also weiterhin besorgniserregend. Die Fallzahlen befinden sich seit Wochen im fünfstelligen Bereich.

Coronavirus in Europa: Dänemark schlägt Alarm - so viele Todesfälle wie noch nie zuvor

Update vom 7. Oktober, 16.35 Uhr: Die in Dänemark geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung werden bis zum 31. Oktober verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwoch in Kopenhagen bekannt. Nach einem vorherigen Anstieg der dänischen Infektionszahlen hatte die Regierung in Kopenhagen Mitte September neue Beschränkungen eingeführt. Restaurants, Cafés und Kneipen in ganz Dänemark müssen seitdem bereits um 22.00 Uhr schließen. Zudem muss man seither in allen Lokalen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Die maximale Teilnehmerzahl für öffentliche Versammlungen wurde auf 50 herabgesetzt, das wurde später auch auf private Veranstaltungen etwa in Restaurants erweitert. Arbeitnehmer werden aufgefordert, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten. Soziale Kontakte sollen die Dänen generell begrenzen und den öffentlichen Nahverkehr in Stoßzeiten meiden. Mittlerweile haben sich die Corona-Zahlen in Dänemark wieder etwas gebessert. Dies sei jedoch kein Grund, um auf dem Weg in die Winterzeit den Griff um das Virus zu lockern, sagte Heunicke. Die Infektionszahlen in der Region um Kopenhagen seien fallend, aber das Niveau sei weiterhin hoch.

Derweil zeigt eine Studie, wie viele Corona-Fälle durch die Maskenpflicht verhindert werden können.

Corona in Tschechien: Rekord bei den täglichen Neuinfektionen

In Tschechien spitzt sich die Corona-Lage immer weiter zu. Das EU-Land verzeichnete einen Rekord bei den täglichen Neuinfektionen. Am Dienstag kamen 4457 bestätigte Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus Behördendaten hervorging. 13 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung, was die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 794 erhöhte.

„Wir sind in der Phase eines relativ intensiven Anstiegs“, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula nach Angaben der Agentur CTK. Der 56-Jährige kündigte an, dass er am Freitag radikalere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus bekanntgeben werde. Zudem wolle er dem Kabinett vorschlagen, Medizinstudenten zum Einsatz in den Krankenhäusern zu verpflichten.

Würde man jetzt nicht handeln, bestünde die Gefahr, dass das Gesundheitssystem bis Ende des Monats zusammenbreche, warnte der sozialdemokratische Innenminister Jan Hamacek. Er schloss indes einen „kompletten Lockdown“, also ein nahezu vollständiges Herunterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, aus.

Corona in Europa: Corona-Hotspot in Polen

Erstmeldung: Warschau - Es sind keine guten Nachrichten. Polen vermeldet seit Anfang Oktober dramatische Corona-Fallzahlen. Die Rekordwerte bei den Corona-Neuinfektionen scheinen sich täglich zu überholen. Das Land hat erneut einen Rekordwert erreicht: Innerhalb 24 Stunden wurden 3003 neue Corona-Fälle verzeichnet, teilte das Gesundheitsministerium in Warschau am Mittwoch mit. Im gleichen Zeitraum starben 75 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie nie zuvor, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen damit rechnen, dass wir in den kommenden Tagen viele Todesfälle haben werden“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Bei den Neuinfektionen* lag der Schwerpunkt mit 527 Fällen in der Region um die Hauptstadt Warschau, aber auch Kleinpolen im Süden des Landes (357) und Schlesien (286) waren stark betroffen. Erst am Samstag wurde der bisherige Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht, er lag bei 2367 Neuinfektionen.

Polen bald auf der Liste der Corona-Risikogebiete?

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 107.319 Menschen mit Sars-CoV-2* infiziert. 2792 Menschen starben demnach in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert-Koch-Institut bislang nicht als Risikogebiet eingestuft

Corona in Europa - Die Fallzahlen steigen in vielen Ländern

Das Europäische Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (ECDC) veröffentlicht auf seiner Webseite die Corona-Fallzahlen in Europa.

  • In Europa haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie bisher 3.704.683 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, teilt das ECDC mit (Stand 7. Oktober).
  • 193 001 Todesfälle wurden bisher in Europa registriert.

Corona: Cafés und Bars in Brüssel müssen für einen Monat schließen

Belgien gilt in Deutschland bereits als Corona-Risikogebiet (seit 30. September). Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für das ganze Land ausgesprochen. Wegen sehr hoher Corona-Zahlen müssen Cafés und Bars jetzt in der belgischen Hauptstadt Brüssel erneut schließen. Die strikte Maßnahme gilt von diesem Donnerstag an für einen Monat. Dies entschieden die Bürgermeister der 19 Brüsseler Kommunen am Mittwoch, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Restaurants dürfen offen bleiben.

Bereits am Dienstag waren die Corona-Regeln für das gesamte Land verschärft worden. So sollen die Bürger von Freitag an pro Monat nur noch mit drei Personen außerhalb der Familie engen Kontakt pflegen. Im Café dürfen nur noch vier Leute zusammensitzen. Um 23.00 Uhr ist Sperrstunde. Arbeit von Zuhause aus wird dringend empfohlen. 

Corona-Lage in Europa: Zahlen in der Schweiz sprunghaft angestiegen

Auch die Zahl der Corona-Ansteckungen ist in der Schweiz sprunghaft angestiegen. Nach durchschnittlich 500 Neuinfektionen in der vergangenen Woche meldete das Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch für die Schweiz und Liechtenstein 1077 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden. Am Vortag waren es 700 neue Fälle. Die Zahl lag zuletzt im April bei mehr als 1000 Fällen.

Die Schweiz zählt die Infektionen im kleinen Fürstentum Liechtenstein mit. Dort wurden aber nur drei Neuinfektionen gemeldet. Der Kanton Bern kündigte am Mittwoch eine Maskenpflicht beim Einkaufen an. Nur rund die Hälfte der 26 Kantone schreiben eine Maskenpflicht beim Einkaufen vor. In den vergangenen zwei Wochen hatten 5,3 Prozent aller Tests ein positives Ergebnis. (dpa/ml). *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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