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Sprayer regt sich in München über Klopapier auf.

Handelt es sich um einen Serientäter?

Corona-Krise in München: Sprayer wettert gegen Klopapier-Hamsterkäufe und wird selbst beleidigt

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Das Klopapier ist eine beliebte Ware bei den Kunden. Einem Sprayer geht das Kaufverhalten auf die Nerven und zeigt das ganz deutlich. Doch auch er bekommt reichlich Gegenwind.

München - Auf die Corona-Krise reagieren immer mehr Menschen nach den Vorschriften. Während anfangs noch einige blauäugig handelten, haben sich die meisten nun mit den Ausgangsbeschränkungen abgefunden und den Vorgaben von Ministerpräsident Markus Söder Folge geleistet. Allerdings werden die so oft betonten Klopapier-Hamsterkäufe, die laut Freistaat nicht nötig wären, weiterhin getätigt. 

Und aus diesem Grund hegen viele einen Groll gegen Klopapier-Käufer, die sich mit dem Zeug eindecken. Auch ein Sprayer, der auf der Plattform „Jodel“ in München lokalisiert wurde, machte seinem Ärger Luft und „gestaltete“ eine graue Wand mit seiner weißen Inschrift neu. 

Corona in München: Sprayer bekommt nach kreativen Erguss Gegenwind

Der Sprayer schrieb: „Wenn einem erstmal ins Hirn geschissen wurde... Wird kein Klopapier der Welt das bereinigen können“. Er spielt wahrscheinlich auf die Käufer von Klopapier an, die es eigentlich nicht bräuchten, sich jetzt damit einzudecken. Allerdings bekommt der Sprayer unterschiedliche Reaktionen auf sein Statement. Während einer schreibt: „Grammatikalisch alles korrekt, kann so stehen bleiben“, liefern andere eher wüste Beschimpfungen. 

Corona in München: Der gleiche Übeltäter in mehreren Stadtteilen?

Es fängt noch harmlos an mit: „Vandalismus. Ah nett“ und geht über in „asozial“ oder „Dem Sprayer haben sie mehr als einmal ins Hirn geschissen“. Dabei soll es sich nicht um eine Einzeltat handeln. Denn ein Nutzer merkt an, dass der Übeltäter in mehreren Stadtteilen Münchens sein Unwesen treibt. „Der sprüht hier in Schwabing-West grad auch alles voll. Corona fürs Parlament usw.“, steht in den Kommentaren, genauso wie: „Cooler Typ. In Thalkirchen steht: „Ich bin so emotionslos, ich könnte heulen“.

Ob es wirklich ein und derselbe Sprayer ist? In der Nähe des Hohenzollernplatzes soll auch ein Spruch gegen Politiker stehen. Und laut einem Jodel-User wird auch im Bayernpark (ebenfalls in Schwabing, nähe Bonner Platz) gesprayt: „Da steht an der Schule "Fernseher aus und raus aus der Isolation". 

Die Corona-Krise hält die Landeshauptstadt München weiter in Atem. In unserem News-Ticker informieren wir Sie über die aktuellen Entwicklungen.

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ank

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