Coronavirus in Bayern: Wenn Männer in Schutzanzügen klingeln, machen Sie nicht auf
+
Coronavirus in Bayern: Männer in Schutzanzügen lassen Sie besser nicht ohne Rücksprache mit den Behörden in Ihre Wohnung (Symbolbild).

Besuche vom Gesundheitsamt?

Coronavirus in Bayern: Wenn Männer in Schutzanzügen unerwartet klingeln, machen Sie bloß nicht auf

  • Klaus-Maria Mehr
    vonKlaus-Maria Mehr
    schließen

Das LKA warnt nach aktuellen Fällen in Bayern und München: Betrüger nutzen die Coronavirus-Pandemie mit einer neuen, perfiden Masche. Öffnen Sie auf keinen Fall Ihre Haustür.

  • Betrüger nutzen Coronavirus-Pandemie aus.
  • Die Polizei registriert diverse Maschen in Bayern und München. 
  • Das Bayerische Landeskriminalamt warnt vor betrügerischen Handlungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. 

München – Das Telefon klingelt und es meldet sich ein vermeintlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Er teilt Ihnen mit, dass man Sie dringend einem Coronavirustest unterziehen und Ihre Wohnung desinfizieren müsse. 

Coronavirus in Bayern und München: Warnung vor Männer in Schutzanzügen vor der Haustür

Kurze Zeit später stehen zwei Männer in Schutzanzügen vor Ihrer Türe und wollen nun in Ihre Wohnung, um die angekündigten Maßnahmen durchzuführen. 

Nett von den Behörden, mal vorbeizuschauen, oder? Machen die aber nicht. Die Polizei warnt ausdrücklich: Die Gesundheitsämter kommen nicht von selbst auf Sie zu, und machen schon gar keine Hausbesuche. Dahinter stecken perfide Betrüger, die Ihre Wohnung ausräumen wollen. Schmuck, Bargeld, sonstige Wertgegenstände verschinden dann unauffällig hinter den Schutzanzügen. 

Also: Lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung. Sie sind nicht verpflichtet, jemanden in die Wohnung zu lassen. Wenn wirklich die Polizei bei Ihnen klingelt, zeigen die Beamten Ihre Dienstausweise vor. Auch da lohnt ein Anruf bei der örtlichen Polizei oder bei den Behörden, ob gerade wirklich jemand derartige Hausbesuche macht, wovon in der derzeitigen Situation absolut nicht auszugehen ist.

Betrüger in der Coronakrise in München und Bayern: Weitere Maschen

Dieses Beispiel beschreibt jedoch nur eine Variante von verschiedenen Betrugsmaschen. 

Auch der klassische Enkeltrick wird in abgeänderter Form genutzt. Falsche Enkel rufen an und geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Da sie in Quarantäne wären und selber nicht kommen könnten, würde ein guter Bekannter das Geld abholen. 

Bei einer Polizeikontrolle in Bad Brückenau hat sich ein Zwischenfall ereignet. Ein Mann zielte mit einer Waffe auf einen Polizisten - ein Schuss löste sich.*

Betrüger im Internet während der Coronakrise: Fake-Shops und Mails vom Gesundheitsamt

Natürlich sind die Betrüger auch im Internet unterwegs. Fake-Shops, also gefälschte Online-Plattformen, bieten gegen Vorkasse Atemschutzmasken oder andere Gesundheitsprodukte an. Sie bezahlen, erhalten aber niemals eine Gegenleistung für Ihr Geld. 

Auch E-Mails sind im Umlauf, die scheinbar vom Gesundheitsamt stammen oder einen anderen Bezug zu Corona aufweisen. Hierbei handelt es sich jedoch um sog. Phishing-Mails, die Ihre Daten (Personalausweis, Bankdaten, usw.) abgreifen wollen, oder um E-Mails mit einer Schadsoftware im Anhang, die beim Öffnen Ihren Rechner lahmlegt oder Daten ausspäht.

Corona-News in Bayern und München - wir halten Sie auf dem Laufenden

Wir berichten täglich live zur Coronakrise in unserem Corona-München-Ticker (tz.de*) und Corona-Bayern-Ticker (Merkur.de*).  In Bayern herrscht aufgrund des Coronavirus eine Ausgangsbeschränkung. Ein einsamer Junge rief weinend die Polizei. Die Beamten brachten ihn dann sogar zum Lächeln.*

Der erste Coronavirus-Fall in Deutschland wurde Ende Januar in München registriert. Das scheint lange her. Virologe Prof. Alexander Kekulé warnte schon damals vor einer Corona-Krise*.

Schutzmasken, Brillen und Kittel - vor dem Coronavirus brauchen Ärzte Schutz. Doch viele Produkte sind nicht lieferbar. Immer mehr Praxen in Bayern stellen ihren Betrieb ein*.

Merkur.de* und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema