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Corona-Variante aus Südafrika „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland“

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Von: Magdalena Fürthauer

Nicht nur die Infektionszahlen, auch die nächste Corona-Mutation aus Südafrika bereitet Experten Sorgen. Der Verdacht: Die neue Variante ist längst in Deutschland.

Update vom 27. November, 13.30 Uhr: Nachdem am Vormittag bekannt wurde, dass es einen Omikron-Verdachtsfall in Deutschland geben soll, fordert nun der saarländische Landeschef Tobias Hans eine rasche Ministerpräsidentenkonferenz. Man stehe wieder vor einer „Stunde Null in der Pandemiebekämpfung“, weswegen ein Schulterschluss zwischen alter und neuer Bundesregierung notwendig sei, zitiert die dpa den CDU-Politiker.

„Jeder Tag zählt“, so Hans weiter in einem Schreiben der Staatskanzlei in Saarbrücken. Solange man nicht mehr über Omikron weiß, müsse der „Impf-Turbo gezündet“ werden. Von einem Neustart der Pandemie geht jedoch zumindest der Impfstoff-Hersteller von Astrazeneca, Andrew Pollard, nicht aus. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in einer geimpften Bevölkerung einen Neustart der Pandemie wie im letzten Jahr geben wird“, so Pollard laut dpa. Eine Anpassung der Vakzine an die Mutation sei möglich.

Corona-Variante aus Südafrika „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland“

Erstmeldung vom 27. November: Wiesbaden - Die Sorge vieler Experten könnte sich nun offenbar bestätigen: Wie der hessische Sozialminister Kai Klose am Samstagvormittag via Twitter mitteilte, dürfte die Corona-Variante Omikron* nun in Deutschland angekommen sei. Am Freitagabend habe man demnach bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika mehrere für die Variante typische Mutationen gefunden.

Corona-Variante B.1.1.529 aus Südafrika: Omikron wohl in Deutschland nachgewiesen

Noch am Freitag stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Virus-Variante als „besorgniserregend“* ein, nun der erste Fall in Deutschland aufgetreten sein. Hessens Sozialminister Klose schreibt auf Twitter: „Die Omikron-Variante ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits in Deutschland angekommen.“ Da man bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika typische Mutationen gefunden habe, bestehe nun „hochgradiger Verdacht.“

Die Person sei mittlerweile in häuslicher Isolation. Mehr wisse man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, da die vollständige Sequenzierung noch ausstehe. Klose fordert weiter alle Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika auf, die Kontakte zu reduzieren und sich sobald als möglich testen zu lassen.

Eingereist sei der Mann über den Frankfurter Flughafen. Davon berichtet die Nachrichtenagentur dpa. (mef/dpa)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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