Ein leeres Klassen-Zimmer während des Corona-Lockdowns
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Corona-Krise in Niedersachsen: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) stellt seine Agenda für Schulen und Kitas vor. (Symbolbild)

Lockdown

Corona in Niedersachsen: Neue Regeln für Schulen und Kitas

  • Jan-Frederik Wendt
    vonJan-Frederik Wendt
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Erst wurde der Corona-Lockdown verlängert, nun stellt Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) die aktuellen Regelungen für Schulen und Kitas vor.

  • Bund und Länder haben am Mittwoch (10.02.2021) die Verlängerung des Corona*-Lockdowns beschlossen.
  • Doch wie geht es für Schulen und Kitas in Niedersachsen weiter?
  • Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) präsentiert seinen Agenda-Plan.

Update vom Freitag, 12.02.2021, 11.00 Uhr: Trotz sinkender Fallzahlen geht der Corona-Lockdown in die Verlängerung - bis vorerst zum 7. März. Damit gehen auch neue Regelungen für Schulen und Kitas einher. Die Landesregierung stellt die neuen Corona-Regeln für Niedersachsen vor.

Corona in Niedersachsen: Freiwillige Testangebote für Schul- und Kita-Mitarbeiter

+++14.01 Uhr: Zunächst sollen die Corona-Maßnahmen in Niedersachsen fortgeführt werden. Das heißt, dass lediglich für Grundschüler und Abschlussklassen das Szenario B mit Wechselunterricht gilt. Ab März strebt Tonne schrittweise eine Rückkehr zum Präsenzunterricht an - abhängig von den Infektionszahlen.

Zudem solle der Infektionsschutz verbessert werden. Dafür sollen freiwillige Testangebote für Schul- und Kita-Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Mit Blick auf Prüfungen machte Tonne deutlich, dass sich niemand sorgen müsse. Es werde eine Fokussierung auf Kernkompetenzen geben und das freiwillige Wiederholen von Klassen ermöglicht.

Corona in Niedersachsen: Bisherige Regeln werden fortgeführt

+++13.52 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++13.49 Uhr: Der letzte Agenda-Punkt 10 sieht die Entlastung der Grundschulen vor. Alle Grundschulen sollen ab sofort 4 zusätzliche Anrechnungsstunden zur Verfügung stehen. Mit diesen Stunden können die Grundschulleitungen sich selbst und ihre Kollegien gezielt entlasten. Die Dreifachbelastung durch Präsenz- und Distanzunterricht plus Notbetreuung sei hier am deutlichsten. Zudem hätten Grundschulleitungen eine relativ hohe Unterrichtsverpflichtung.

+++13.40 Uhr: Punkt 9 betrifft die Stärkung von Schülern über die Schule hinaus. Kinder und Jugendliche sollen ermutigt werden, die Corona-Krise individuell und als Solidargemeinschaft bewältigen. Lernen brauche Sicherheit. Angebote der Schulpsychologen sollen für Kinder und Eltern geöffnet werden. Newsletter sollen hier über aktuelle Themen informieren.

Corona in Niedersachsen: Umgang mit versäumten Lernstoff

+++13.37 Uhr: Punkt 8 thematisiere Schüler, die in schwierigen Lernbedingungen leben. Jeder soll mitgenommen werden. Schulen sollen die Freiheit haben, schwächere Schüler zu unterstützen.

+++13.34 Uhr: Der siebte Punkt betrifft den Umgang mit versäumten Lernstoff. Niemand müsse sich hier Sorgen machen. Kernkompetenzen sollen gefördert werden. Konzentrationen auf wichtige Lernbereiche wolle das Kultusministerium fördern. Man wolle klarmachen, welche Ziele erreicht werden sollen.

+++13.31 Uhr: Lehrer sollen die Abiturprüfungen für ihre Klassen anpassen können. Es gebe keine rationalen Argumente gegen Prüfungen, nur viele rationale Argumente für Prüfungen.

Corona in Niedersachsen: Klare Rahmenvorgaben für Homeschooling

+++13.28 Uhr: Punkt 6 bezieht sich auf die Bereiche Prüfungen und Abschlüsse. Versetzungen sollen weiterhin stattfinden. Wie im letzten Jahr soll es einen Anspruch auf Zusatzleistungen geben. Schüler dürfen freiwillig die Klassenstufen wiederholen. Diese soll nicht auf die Schullaufbahn angerechnet werden. Prüfungen sollen fair gestaltet werden. Niemand müsse Nachteile durch die Corona-Pandemie befürchten. Es wird ein Zentral-Abitur geben.

+++13.24 Uhr: Punkt 5 betrifft das Distanzlernen. Das Homeschooling funktioniere besser als im ersten Lockdown. Jetzt wolle man mehr Einheitlichkeit durch klarere Rahmenvorgaben schaffen. Der Isolierung einzelner Schüler soll entgegengewirkt werden.

+++13.21 Uhr: Die niedersächsische Lernplattform soll weiter verbessern werden. Lehrer sollen sich zum Thema „Digitales Lernen“ weiter fortbilden.

Corona in Niedersachsen: Hohe Priorität für Digitalisierung

+++13:17 Uhr: Der vierte Block betrifft die Digitalisierung. Die technischen Rahmenbedingungen hätten sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Diesem Thema müsse hohe Priorität eingeräumt werden. Lehrer sollen ein eigenes Dienstgerät erhalten.

+++13.12 Uhr: Der dritte Agenda-Punkt sieht ein freiwilliges Testangebot für Schul- und Kita-Beschäftige in Niedersachsen vor. Die Mitarbeiter können sich bis zu den Osterferien einmal pro Woche mit Antigen-Schnelltests bei niedergelassenen Ärzten testen lassen. 40 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Die Testungen können ab kommenden Montag beginnen.

+++13.08 Uhr: Zudem soll die Schülerbeförderung in Absprache mit den Schulen weiter entzerrt werden.

Corona in Niedersachsen: Infektionsschutz an Schulen soll erhöht werden

+++13.06 Uhr: Eine Neuheit: Die Schulen erhalten die Möglichkeit aus ihrem Landesschulbudget FFP2-Masken und OP-Masken für das Kollegium zu kaufen. Zudem organisiere man derzeit eine Maskenverteilung an Schulen über das Kompetenzzentrum des Landes. Die Schulbeginn soll nicht vor 7.30 Uhr stattfinden.

+++13.01 Uhr: Man wolle allen Beteiligten eine Perspektive geben. Durch die hohe Dynamik bleibe aber immer eine Rest-Unwägbarkeit. Weiter soll der Infektionsschutz erhöht werden - gerade im Hinblick auf die neuen Corona-Mutationen. Ab einer Landesinzidenz von über 50 werde man die Klassenstärke landesweit im Szenario B halbieren. Dieses Szenario gelte dann auch für Kitas. Eine weitere Verschärfung ab einer regionalen Inzidenz von 25. Dann müssen an weitergeführten Schulen Masken getragen werden - auch im Unterricht.

+++12.50 Uhr: Steige die Landesinzidenz über 50, müsse man härter durchgreifen. Dann seien landesweite Maßnahmen geplant mit dem Ziel: Kontakte reduzieren. Dieser Stufenplan müsse noch beschlossen werden. Mit dieser Agenda wolle man so viel Planbarkeit und Verlässlichkeit wie möglich schaffen.

Corona in Niedersachsen: Je geringer die Corona-Zahlen, desto mehr Präsenzunterricht

+++12.46 Uhr: Wenn die Inzidenzwerte in Niedersachsen bis zu den Osterferien absinken, wollen man in den inzidenzbasierten Stufenplan einsteigen. Dieser folge dem Leitfaden: je geringer die Corona-Zahlen, desto mehr Präsenzunterricht. Auch eine stärkere Öffnung der Kitas sei dann geplant. Bei steigenden Fallzahlen müsse man aber gegebenenfalls die Corona-Maßnahmen wieder verschärfen.

+++12.41 Uhr: Im März wolle man wieder deutlich mehr Schüler in die Schulen holen, wenn die Corona-Zahlen eine stärkere Öffnung zulassen. Bis zu den Osterferien plane man mit Szenario B. Das heißt: Wechselunterricht in geteilten Klassen, Maskenpflicht und genügend Abstand. Auch Kitas sollen dann für das Szenario B geöffnet werden.

+++12.38 Uhr: Die aktuellen Maßnahmen sollen im Februar fortgeführt werden. Man habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Corona in Niedersachsen: Folgeschäden für Kinder und Jugendliche immens

+++12.36 Uhr: Auch Kinder und Jugendliche leisten laut Tonne einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie - auch in Niedersachsen. Die Folgeschäden seien immens. Daher müssten alle Betroffenen jetzt besonders gestärkt werden. Die jungen Generationen würden die Kosten und Folgen der Pandemie in Zukunft schultern müssen. Darauf müsse man sie jetzt in Schulen vorbereiten.

+++12.33 Uhr: Die Herausforderungen für Lehrer, Schüler und Eltern seien durch die aktuellen Corona-Maßnahmen hoch, sagt Tonne. Man lege mit der 10-Punkte-Agenda ein umfassendes Paket auf den Tisch. Alle Probleme könnten dadurch aber nicht gelöst werden.

+++12.31 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Die Pressekonferenz mit Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat begonnen.

Corona in Niedersachsen: Schulen und Kitas im Lockdown

Erstmeldung vom Donnerstag, 11.02.2021, 12.21 Uhr: Hannover - Wie geht es weiter für Niedersachsens Schüler und Kita-Kinder in Zeiten des Corona-Lockdowns? Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will diese Frage auf einer Pressekonferenz am heutigen Donnerstag (11.02.2021) beantworten. Wir werden an dieser Stelle live ab 12.30 Uhr berichten.

Der Sozialdemokrat wird seine „10-Punkte-Agenda“ präsentieren. Darin enthalten: ein freiwilliges Corona-Schnelltestangebot für Personal an Schulen und Kitas. Zudem soll es um Weiterentwicklungen in den Bereichen Distanzlernen und Digitalisierung gehen, um eine Entlastung von Schulleitungen und um einen verstärkten Infektionsschutz.

Corona in Niedersachsen: Tonne fordert gemeinsamen Kraftakt für Schulen

Tonne hatte im Vorfeld der Bund-Länder-Gespräche am gestrigen Mittwoch (10.02.2021) einen gemeinsamen Kraftakt für Schüler und Kinder gefordert. „Seit Wochen leisten die Kinder und Jugendlichen einen Riesenbeitrag im Lockdown. Die Kontaktbeschränkungen und dass alles an Sport und Hobbys wegfällt, trifft junge Menschen besonders in ihrer Entwicklung“, sagte der Minister. Er appellierte an Bund und Länder, gemeinsam zu beraten, wie Lernrückstände kompensiert und psycho-soziale Belastungen abgefedert werden können.

Niedersachsens Kultusminister fordert finanzielle Hilfen vom Bund für Ferienbetreuung, zusätzliche Lernangebote, Hausaufgabenhilfe und Corona-Tests für Lehrer und Erzieher. „Wir greifen der Wirtschaft und den Unternehmen zu Recht unter die Arme, da sollte es uns als Gesamtgesellschaft nicht zu teuer sein, die Kinder und Jugendlichen zu stärken und Schaden von ihnen abzuwenden.“ Er erwarte jetzt mehr Engagement vom Bund, „denn die Konsequenzen wochenlanger Schul- und Kitaschließungen dürften für die Kinder immens sein.“ (Jan Wendt) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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