Schülerinnen und Schüler einer Grundschule sitzen in einem Klassenraum und nehmen mit Gesichtsmasken am Unterricht teil.
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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellte die verschärften Corona-Regeln vor - auch die Schulen sind davon betroffen. (Symbolbild)

Coronavirus-Pandemie

Das sind die aktuellen Corona-Regeln in Niedersachsen: Homeoffice, FFP2 und Schulen

Die Landesregierung Niedersachsen stellt die verschärften Corona-Regeln vor. Für die Schulen und bei der Maskenpflicht hat sich einiges geändert. 

  • Die Landesregierung Niedersachsen hielt am 20.01.2021 eine Pressekonferenz zu den neuen Corona*-Regeln ab.
  • Homeoffice, FFP2 und Schulen - es wird eine Verschärfung der bisherigen Regeln erwartet.
  • Alle Informationen in unserem Liveticker.

Am Mittwoch (20.01.2021) hat die Landesregierung in Niedersachsen über die neuen Corona-Regeln und den verlängerten Lockdown aufgeklärt.

Bei der Live-Pressekonferenz waren wir für Sie dabei und haben der Übersicht halber eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen erstellt:

  • Im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr und beim Einkaufen im Handel wird eine Pflicht zum Tragen einer OP-Maske eingeführt. Alternativ kann eine FFP2-Maske genutzt werden.
  • Die bestehenden Kontaktbeschränkungen in Niedersachsen werden nicht geändert: Ein Haushalt darf sich mit nur einer weiteren Personen eines anderen Haushaltes treffen.
  • Religionsveranstaltungen ab 10 Personen benötigen eine Genehmigung der Behörden.
  • Die Wirtschaftshilfe für Unternehmen soll vereinfacht werden. Die Überbrückungshilfe II und III wird angepasst und soll einfacher zugänglich gemacht werden.
  • Die Präsenzpflicht für den Unterricht an Schulen wird in Niedersachsen allgemein aufgehoben. Auch Schüler der Primarstufen und der Abschlussklassen sowie Abiturklassen können sich vom Präsenzunterricht befreien lassen.
  • Ausnahme: Klausuren der Sekundarstufen und Oberstufen müssen weiterhin in der Schule geschrieben werden. Eltern können ihre Kinder für diese Klassenarbeiten nicht vom Präsenzunterricht befreien.
  • Die verschärften Corona-Regeln sollen voraussichtlich am Montag, 25.01.2021, mit der neuen Corona-Verordnung in Kraft treten und bis zum Montag, 15.02.2021 gelten.
  • Ausnahme: Die Befreiung vom Präsenzunterricht ist ab Donnerstag, 21.01.2020, möglich. Die Befreiung gilt bis zum Montag, 15.02.2021.
  • Die Befreiung vom Präsenzunterricht an den Schulen benötigt keine Begründung. Die notwenigen Formulare werden ab heute an den Schulen verteilt. Eltern werden gebeten, die ausgefüllten Formulare bis Freitag, 22.01.2021 in der Schule abzugeben.
  • Die Befreiung vom Präsenzunterricht wird einmalig gewährt und gilt für den gesamten Zeitraum bis zum 15.02.2021.
  • Für Schüler, die die Befreiung vom Präsenzunterricht nicht in Anspruch nehmen, wird der Wechselunterricht in geteilten Klassen an den Schulen garantiert.
  • Die Landesregierung Niedersachsen spricht keine Empfehlung für Eltern aus, ihre Kinder vom Präsenzunterricht auszuschließen. Beide Wahlmöglichkeiten werden als gleichwertig angesehen.
  • Die gelten Corona-Regelungen für die Kitas in Niedersachsen bestehen unverändert fort.
  • Auf Bundesebene wird ein Gesetz zum verpflichtenden Home-Office kommen. Es ist aber noch unklar, wie dieses aussehen wird.
  • Ziel der verschärften Regelungen des Lockdowns ist die Reduzierung des 7-Tage-Inzidenzwertes in Niedersachsen auf 50 oder darunter.
  • Ministerpräsident Weil spricht sich für eine baldige Zulassung des Impfstoffes von Astrazeneca aus. Dieser hat den Vorteil, schneller produziert und bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden zu können. Dadurch könnten auch Hausärzte den Impfstoff aufbewahren und Impfungen vornehmen.

Corona in Niedersachsen: Pressekonferenz zu neuen Regeln und verlängertem Lockdown

+++11.43 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++11.42 Uhr: Die neuen Corona-Regelungen sollen voraussichtlich ab Montag, 25.01.2021 in Kraft treten mit der neuen Corona-Verordnung. Schüler können bereits ab Donnerstag, 21.01.2021, vom Präsenzunterricht befreit werden. Das bestehende Schulgesetz bietet die Basis dafür.

+++11.41 Uhr: Impf-Infobriefe wurden an bereits tote Menschen versendet. Weil setzt auf das zweigleisige Verfahren: Einerseits über die DHL-Liste und andererseits über die Meldedaten der Kommunen werden Menschen in Risikogruppen angeschrieben. Weil tut es leid, dass so etwas passiert. Aber es war aufgrund der Größe des Projekts erwartbar.

Corona in Niedersachsen: Lehrern werden zugelassene Masken zur Verfügung gestellt

+++11.40 Uhr: FFP2/OP-Maske werden Lehrern von den Schulen für den Unterricht zu Verfügung stellt.

+++11.38 Uhr: Massentests sind laut Empfehlungen der Experten nicht notwendig. Stichproben reichen. Momentan werden aber nicht genug Stichproben genommen. Das muss schnell geändert werden. (Weil)

+++11.36 Uhr: Schüler der Sekundarklassen haben weiterhin eine Präsenzpflicht für Klausuren. Eltern können ihre Kinder für diese Klassenarbeiten nicht vom Präsenzunterricht abmelden.

Corona in Niedersachsen: Weil spricht von „realistischer Chance“ den Inzidenzwert zu drücken

+++11.34 Uhr: Der Lockerungsplan unter den Bedingungen des Infektionsschutzes und der Nachverfolgung ist bei der Staatskanzlei in Planung (Beschluss auf Bund-Länder-Gipfel). Auch in Niedersachsen wird daran gearbeitet. Aber das Thema ist komplex. Daher wird es sehr schwierig werden, vorauszuplanen. Entscheidungen zur Lockerung gibt es nicht.

+++11.31 Uhr: Die Befreiung vom Präsenzunterricht ist eine weitere Möglichkeit für Eltern, zu entscheiden. Es gibt keine Empfehlung der Landesregierung für eine der beiden Wahlmöglichkeiten.

+++11.29 Uhr: Weil glaubt, dass es eine „realistische Chance“ gibt, den Inzidenzwert bis zum 15.02 auf 50 zu drücken.

Corona in Niedersachsen: Präsenzunterricht auch für wenige Schüler garantiert

+++11.25 Uhr: Weil hat keine Informationen, ob in Niedersachsen ein Patient mit der Mutante aus Großbritannien infiziert ist.

+++11:21 Uhr: Wenn 90 Prozent der Schüler zu Hause bleiben, wird der Unterricht in der Schule für die Minderheit garantiert? Tonne: Selbst wenn nur wenige Schüler im Präsenzunterricht sind, wird der Unterricht fortgesetzt. Er wird nicht zur Betreuung degradiert.

+++11.19 Uhr: Tonne verteidigt die Wahlfreiheit der Eltern für Grundschüler. „Ein Grundschüler kann alle seine Aufgaben nicht alleine im Home-Schooling erledigen. Das geht nicht.“ Weil: Die Eltern treffen generell die besten Entscheidungen für ihre Kinder.“ Beide Entscheidungen seien nachvollziehbar und gut.

Corona in Niedersachsen: Risikogruppen statt Lehrern - Weil verteidigt Impfplan

+++11.18 Uhr: Tonne erklärt noch einmal, dass auch Schüler aus Abschlussklassen vom Präsenzunterricht befreit werden können.

+++11.16 Uhr: Weil betont noch einmal seine Hoffnung, dass der Impfstoff von Astrazeneca schnell zugelassen wird. Die Produktion könne aufgrund der konventionellen Herstellung sehr schnell hochgefahren werden. Außerdem kann der Impfstoff im Kühlschrank gelagert werden. Das heißt, jede Arztpraxis kann dann zum Impfzentrum werden.

+++11.13 Uhr: Warum werden Lehrer nicht vorrangig geimpft: Weil verweist auf die Risikogruppen. In der Gruppe über 80-Jährigen sei das Sterberisiko am höchsten. Je schneller mehr Impfstoff zur Verfügung steht, desto schneller können andere Bevölkerungsgruppen einbezogen werden.

Corona in Niedersachsen: Eltern sollen die Möglichkeit behalten, frei zu entscheiden

+++11.11 Uhr: Warum werden die Schulen nicht geschlossen und die Verantwortung auf die Eltern abgeschoben? Weil sagt, es sei nicht zu vernachlässigen, dass vor allem für Grundschüler Home-Schooling langfristig ein großes pädagogisches und soziales Problem sei. Die Eltern sollen die Freiheit erhalten, das abzuwägen.

+++11.10 Uhr: Wie sollen die Home-Office-Regeln überprüft werden: Weil erklärt, dass das entsprechende Bundesgesetz noch nicht beschlossen wurde. Vermutlich sei die Gewerbeaufsicht für die Kontrolle zuständig. Es wird aber große Unterschiede zwischen den Berufsgruppen geben.

+++11.06 Uhr: Die Befreiung vom Präsenzunterricht erfolgt einmal für den gesamten Zeitraum bis zum 15.02.2021. Eltern können nicht tageweise ihre Kinder befreien. Die Formulare wurden heute an die Schulen verschickt. Bis Freitag sollen die Eltern sich entscheiden und die Formulare ausfüllen. Es gibt allerdings keine Frist.

Corona in Niedersachsen: Schulpsychologische und pädagogische Angebote für Eltern und Kinder

+++11.04 Uhr: Die Befreiung vom Präsenzunterricht soll unbürokratisch erfolgen. Eltern müssen keine Begründung für die Befreiung angeben. Das entsprechende Formular soll nur die Situation und Regelungen erklären.

+++11.02 Uhr: Zusätzliche Angebote und Unterstützung für Schulen werden vom Land angeboten. Auch Eltern und Kinder können schulpsychologische und pädagogische Angebote in Anspruch nehmen.

+++10.59 Uhr: Ab Montag (25.01.2021) werden mindestens 75 Prozent der Schüler in Niedersachsen von zu Hause lernen. Tonne betont aber, dass er einen Schulbesuch für Grundschüler für äußerst wichtig hält. Die sei aber eine sehr persönliche Entscheidung der Eltern.

Corona in Niedersachsen: Neue Regeln für Schule, Präsenzunterricht und Home-Schooling

+++10.55 Uhr: Die Schüler der Sekundarstufen und der beruflichen Schulen werden weiterhin in Szenario C unterrichtet. Notbetreuung besteht für Jahrgänge 1 bis 6 in den Szenarien B und C. Für die Kitas ändern sich die Regeln nicht.

+++10.51 Uhr: Kultusminister Tonne übernimmt: Die neuen Regeln in der Schule werden bis zum 15.02.2021 gelten. Die Maßnahmen werden regelmäßig evaluiert. Der Fokus liegt auf die Jüngsten und die Abschlussklassen.

Schüler des Primarbereichs, der Förderschulen G und E, Abiturienten und Abschlussklassen werden im Wechselunterricht nach Szenario B in geteilten Klassen unterrichtet. Wie bisher. Neu hinzu kommt: Die Pflicht zum Präsenzunterricht wird aufgehoben. Die Schüler erhalten das Recht für reinen Home-Schooling-Unterricht.

+++ 10.46 Uhr: Neue Regeln für Schulen und Kitas: Kitas sind schon geschlossen. Daher gibt es keine Notwendigkeit für Veränderungen. Die Schulen sind im Home-Office außer die Abschlussklassen. Zusätzlich zum bestehenden Wechselunterricht wird es jetzt in Niedersachsen die Befreiung von der Präsenzpflicht insgesamt geben. Ähnlich wie in der Zeit vor Weihnachten.

Corona in Niedersachsen: Bisherige Kontaktbeschränkungen unverändert

+++10.43 Uhr: Wirtschaftshilfen sollen verbessert werden. Die Überbrückungshilfe 2 und 3 sollen vereinfacht werden und besser zugänglich sein. 

+++10.39 Uhr: Niedersachsen bleibt bei den bisherigen Kontaktbeschränkungen. Aber die Empfehlungen für die Menschen wird ausgeweitet, sich nur noch mit einer Person zu treffen. Erweiterte Maskenpflicht: Die OP-Maske hat die Vorteile, dass sie einfacher zu verwenden ist als die FFP2-Maske. Darüber hinaus ist sie reichlich vorhanden und preiswert. Daher wird sie im ÖPNV und im Handel Pflicht. Religionsveranstaltungen benötigen Absprachen mit den Behörden. Bei Veranstaltungen über 10 Personen braucht es eine Genehmigung.

+++10.33 Uhr: Ministerpräsident Weil bezeichnet die gegenwärtigen Regeln als nicht ausreichend. Vor allem die neue Mutation aus Großbritannien stellt eine Gefahr dar. Ende des Monats soll es erste Ergebnisse zur Wirkung des bisherigen Lockdowns geben.

+++10.30 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

Corona in Niedersachsen: Stephan Weil stellt die neuen Regeln vor

Göttingen - Nach dem gestrigen Bund-Länder-Gipfel will die Landesregierung Niedersachsen auf der Landespressekonferenz am Mittwoch, 20.01.2021, um 10.30 Uhr die zukünftigen Corona-Regeln für Niedersachsen vorstellen.

Bislang ist nicht klar, wann genau die Corona-Regeln Kraft in treten. Vor dem Bund-Länder-Gipfel hatte sich Ministerpräsident Stephan Weil noch gegen eine Verschärfung der bestehenden Lockdown-Regeln gesperrt. Vor allem die Schließung der Schulen und Ausgangssperren waren dem Ministerpräsidenten ein Dorn im Auge. Auch eine FFP2-Maskenpflicht lehnte er ab.

Doch das ist jetzt Geschichte. Auf dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag einigten sich Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs auf weitreichende Verschärfungen. Es bleibt abzuwarten, wie sehr Niedersachsen von diesen vereinbarten Regeln ausschert. Baden-Württemberg hatte bereits angekündigt, die Schulen gegebenenfalls im Februar wieder zu öffnen. (Philipp Zettler)  *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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