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Corona-Wunderwaffe aus München? Forscher berichten von wichtigem Durchbruch

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Von: Lukas Schierlinger

Im Kampf gegen Corona könnte ein entscheidender Beitrag in München geleistet werden. Ein erstes Zwischenfazit beteiligter Experten stimmt optimistisch.

München - Gelingt einem Münchner Forschungsteam der große Durchbruch im Kampf gegen Corona? Zumindest erste Meldungen erscheinen vielversprechend. Den Wissenschaftlern sei es gelungen, ein Protein zu entwickeln, das im Zellversuch die Infektion durch das Virus und seine Varianten zuverlässig verhindere. Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der Technischen Universität München (TUM) informierte am Dienstag (14. Dezember) über den Stand der Medikamentenforschung.

Laut Auskunft der Professorin seien die wirksamsten medikamentösen Therapien gegen das Coronavirus bislang sogenannte Antikörper-Therapien. Diese seien jedoch mit Hürden verbunden, mahnt Protzer: „Sowohl Impfstoffe als auch Antikörper-Medikamente haben das Problem, dass das Virus ihnen mit jeder erfolgreichen Mutation ein klein wenig ausweicht.“ Die Folge wären sogenannte „Immune-Escape“-Varianten. Bislang gibt es in der EU zwei zugelassene Medikamente: Ronapreve des Schweizer Pharmaunternehmens Roche und Regkirona des Herstellers Celltrion aus Südkorea.

Corona-Medikament aus München als „Wunderwaffe“? Das ist der Stand der Forschung

Anders die Strategie der Wissenschaftler von TUM, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), von Helmholtz Munich und der Münchner Formycon AG. Das Forschungsteam konnte einen Wirkstoff kreieren, der das Spike-Protein des Virus blockiert. In Zellkulturversuchen ließe sich das Virus dadurch komplett neutralisieren. Eine Infektion könne so verhindert werden, war einer Pressemitteilung der TUM zu entnehmen.

„Auch wenn die Impfung (der Auftakt für Kinder verzögert sich in München) schwere Krankheitsverläufe sehr zuverlässig verhindert, die deutlich ansteckenderen Delta- und Omikron-Varianten haben gezeigt, dass sich sowohl Genesene als auch Geimpfte erneut anstecken können“, fasst Protzer die aktuelle Pandemie-Situation zusammen. Möglicherweise könnten weitere, noch ansteckendere Varianten des Virus entstehen. Vor diesem Hintergrund sei neben der Impfung ein breit wirksamer Wirkstoff gegen das Virus unabkömmlich.

München: Forschung zu Corona-Medikament läuft weiter - Versuche mit Omikron haben begonnen

Bislang haben sich die Laborversuche mit dem Fusionsprotein auf das ursprüngliche Virus und die Varianten Alpha, Beta und Delta fokussiert - laut Mitteilung mit vielversprechendem Ergebnis. Versuche mit der als bedenklich eingestuften Omikron-Variante haben gerade begonnen. Die beteiligten Forscher rechnen damit, im ersten Halbjahr 2022 mit klinischen Studien beginnen zu können.

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