Ein Auto aus Tschechien wird an der Grenze zu Deutschland von der Polizei kontrolliert. Die Grenzkontrollen in Deutschland werden verschärft. Das Nachbarland Tschechien ist am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen.
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Das Nachbarland Tschechien ist stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Mehr Impfstoff, mehr Tests

Corona-Hotspots in Deutschland: Bayern und Sachsen wollen Sonder-Impf-Plan für Grenze zu Tschechien

Das Coronavirus machte Tschechien in den vergangenen Wochen zu schaffen, nun stellen die Ministerpräsidenten von Bayern und Sachsen einen Plan für das weitere Vorgehen vor.

Update vom 1. März, 11 Uhr: Die Lage in Tschechien und den Grenzregionen zu Bayern und Sachsen bleibt weiter angespannt. Aus diesem Grund informierten die Ministerpräsidenten der beiden Bundesländer am Montag bei einer extra einberufenen Pressekonferenz. Bayern und Tschechien fordern aus Berlin und Brüssel Sonderhilfen für Corona-Hotspots.

„Wir wünschen vom Bund und von der EU zusätzliche Impfstofflieferungen“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Dies sei wichtig, damit perspektivisch auch hier durch sinkende Inzidenzen Öffnungen wieder vertretbar würden. Bayern werde seine Hotspots ebenfalls „bewusst stärken“ und mehr Impfstoff in die Landkreise in den Grenzregionen geben. Beide Länder wollten zudem Tschechien besser helfen, nicht nur mit der Aufnahme von Corona-Patienten in Krankenhäusern. „Wir müssen das Herz Europas unterstützen, das leidet besonders unter Corona. Dieses Herz braucht besondere Unterstützung, man müsse dessen Pumpleistung erhöhen“, betonte Söder. Um die schwierige Lage in Tschechien zu verbessern, würden Bayern und Tschechien zudem Schnelltests und Impfstoff an das Nachbarland liefern. Mit den jetzigen Werkzeugen könne die Corona-Situation in den Grenzregionen nicht gelöst werden, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Hier brauche es ein besonderes Impfregime für die Hotspots. Er schlug für die betroffenen Regionen etwa Impfangebote für alle Erwachsenen über 18 Jahren vor. Das sei eine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bayern und Sachsen sind durch ihre Grenzen zu Tschechien derzeit besonders herausgefordert: Landkreise in Grenznähe zählen seit einiger Zeit zu den auffälligsten Corona-Hotspots in Deutschland. Deshalb laufen inzwischen auch verschärfte Kontrollen an den Grenzen zum Nachbarland Tschechien.

Angespannte Corona-Lage in Tschechien: Söder und Kretschmer stellen „10-Punkte-Plan“ vor

Ursprungsmeldung vom 1. März 2020: München - Das Coronavirus greift weiter um sich, vor allem die Mutationen könnten die Pandemie in Deutschland und der Welt noch einmal beschleunigen. Nachdem auch Tschechien mit der raschen Ausbreitung zu kämpfen hat, ganze Regionen an der Grenze zu Deutschland sogar abgeriegelt wurden, wollen Bayern und Sachsen nun im Kampf gegen das Virus näher zusammenarbeiten. Am Montag soll aus diesem Grund ein gemeinsamer Plan vorgestellt werden.

Coronavirus in Deutschland: Lage in Tschechien weiter angespannt - Söder und Kretschmer sprechen bei PK

Am Montag wollen die beiden Ministerpräsidenten Markus Söder und Michael Kretschmer ab 10 Uhr einen Zehn-Punkte-Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen die Pandemie vorstellen. Söder hatte eine engere Kooperation zuletzt schon angekündigt, etwa was Test- und Quarantänekonzepte angeht - Ziel sei insgesamt ein möglichst einheitliches Vorgehen. Bayern und Sachsen sind durch ihre Grenzen zu Tschechien derzeit besonders herausgefordert: Landkreise in Grenznähe zählen seit einiger Zeit zu den auffälligsten Corona-Hotspots in Deutschland. Deshalb laufen inzwischen auch verschärfte Kontrollen an den Grenzen zum Nachbarland Tschechien.

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