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Hanauer Ruderclubs glänzen bei den Landesmeisterschaften

Hanau

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    Mit 20 Gold-, fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen war der RC Hassia der mit großem Abstand erfolgreichste Verein bei den Hessischen Landesmeisterschaften.

Rudern. Bei den diesjährigen hessischen Ruder-Landesmeisterschaften zeigten sich die Hanauer Ruderclubs in ihrer Bestform. Besonders positiv verlief es bei Hassia, die mit 30 Medaillen als erfolgreichster Verein bei den Landesmeisterschaften abschnitten. HRG toppt das Vorjahresergebnis.

Artikel vom 08. Oktober 2016 - 16:59

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Rund 400 Sportler aus 50 Vereinen haben in Eschwege an den Hessischen Ruder-Landesmeisterschaften teilgenommen. Für die Hanauer Vereine lief es nach Maß: Beide konnten sich gegenüber den Vorjahresergebnissen verbessern. Besonders positiv blickt Landesprimus RC Hassia auf die Wettkampftage zurück.

„Das war das beste Ergebnis aller Zeiten“, resümierte Frank Forkert, stellvertretender Vorsitzender der Hassia, die Landesmeisterschaften. Mit 20 Titeln kehren die Mannschaften des RC als erfolgreichster Verein aus Eschwege zurück. Damit überboten sie das eigene bisherige Rekordergebnis von 13 Titeln aus dem Vorjahr deutlich. Zudem gewannen die Athleten fünf Silber- und fünf Bronzemedaillen.

Gold-Ambitionen der Hassianer schon im ersten Finalrennen
Schon in den ersten Finalrennen ließen die Hassianer ihre Gold-Ambitionen erkennen. So fuhren erst der U17-Doppelzweier mit Shirin Dragusha und Nastassja Becker, dann der U19-Doppelvierer mit Allegra Gärtner, Wiebke Hanack, Celina Waldschmidt und Annika Schmidt zu ungefährdeten Siegen. Danach ließ der Frauen-Doppelvierer mit Charlotte Meinen, Svenja Schomburg, Isabel Taeuber und Annika Jacobs nichts anbrennen.

In 41 Rennen hatten die Trainer Volker Lechtenberg, Frank Forkert und Felix Steinmetz Boote gemeldet, 32-mal legten Hassianer am Siegersteg an. Alleine Meinen und Hanack erreichten fünfmal Gold, Jacobs stand viermal auf dem höchsten Podest. Mit dieser Bilanz ist die Hassia zum vierten Mal in Folge der erfolgreichste Verein bei den Hessischen Meisterschaften.

Neu: Eine Sprintdistanz von 350 Metern
Lediglich die Ruderer aus Limburg konnten mit 14 Goldmedaillen Anschluss halten. Neu war eine Veränderung der Streckenlänge. Während am ersten Wettkampftag über die altbewährte halbe olympische Distanz von 1000 Metern gerudert wurde, ging es am zweiten Tag über die Sprintdistanz von 350 Metern.

Dies soll die Attraktivität der Meisterschaften aufgrund von engen Zieleinläufen und komplett einsehbarer Regattastrecke erhöhen. Zudem haben Aktive die Möglichkeit mit weniger Trainingsaufwand erfolgreich zu rudern. „Die Gelegenheit, Favoriten zu stürzen, ist natürlich auf kürzeren Distanzen größer“, so Meinen.

13-mal aufs Podest bei den Hanauern
„Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Kooperation mit der Karl-Rehbein-Schule“, sagt Lechtenberg. Dank der Zusammenarbeit entdecke der Verein regelmäßig neue Talente. „Erst kürzlich kam unser Rehbein-Top-Vierer mit der Silbermedaille vom Bundesfinale der Schulen zurück, gefolgt von diesen herausragenden Erfolgen auf hessischer Ebene. Da steckt viel harte Arbeit dahinter“, so Lechtenberg.

Auch die Rennabteilungen der Hanauer Rudergesellschaft (HRG) haben ihr Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. 13-mal schafften sie es aufs Podest – im letzten Jahr sprangen an gleicher Stelle vier Medaillen weniger heraus. Allerdings war die Gold-Ausbeute geringer: Statt fünf Triumphen waren es in diesem Jahr nur drei.

Vier Medallien für Raphael Reiß
Raphael Reiß avancierte zum fleißigsten Medaillensammler für den Verein. Er holte einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze. Für 38 Rennen hatte der Verein gemeldet. Die Jüngste im Team, Mia Eisenschmidt, ergatterte mit ihrem zweiten Platz im Skiff der 12-Jährigen die erste Medaille für die HRG. Die U17-Juniorinnen Sahra Noua und Björna Hoffmann erkämpften sich kurz darauf mit ihrem Bronzerang im Doppelzweier ebenfalls einen Platz auf dem Siegerpodest.

Tim Glod und Joe Quentin Bürgstein kamen gemeinsam mit den Hassianern Alexander Forkert, Yannik Malsy und Steuermann Felix Becker im Doppelvierer zum ersten Goldtriumph.Annika Pörner rundete ihre gute Rennsaison im U19-Einer mit einer Bronzemedaille und Rang vier über 350 Meter ab. Ebenfalls Bronze gab es für Cedric Deckenbach und Tim Niclas Meier im Doppelzweier U17. Auf der 350-Meter-Distanz sprinteten Hoffmann und Noua auf Platz zwei.

Sportler und Sportlerinnen zeigten sich in Topform
Reiß triumphierte im Masters-Einer. In der offenen Altersklasse gelang es dem 29-Jährigen zudem, hinter den favorisierten Booten aus Offenbach und Gießen mit Platz drei noch in die Medaillenränge zu fahren. Kim Schuppan und Charlotte Nickel freuten sich auf der Kurzstrecke ebenfalls über Bronze.

Silber statt Gold hieß es für den U17 Renngemeinschaftsvierer von HRG und Hassia.In einem packenden Finish kämpften sich Lena Seuffert, Reiß, Frank Arnold und Lydia Larissa Fischer ganz nach vorne. Die Teammitglieder zeigten sich im weiteren Verlauf in Topform: Silber für Arnold und Reiß im Doppelzweier und souveränes Gold für die langjährige HRG-Topathletin Seuffert im Einer der Eliteklasse vor Meinen und einem Boot aus Eschwege.



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