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Ruderin Charlotte Meinen holt Doppel-Gold

Hanau

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    Charlotte Meinen (rechts) holt im Doppelzweiter sowie im Doppelvierer Gold. Foto: PM

Rudern. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg haben die Ruderer vom RC Hassia und der Hanauer Rudergemeinschaft insgesamt sieben Medaillen für sich verbucht. Gleich zweifach erfolgreich war dabei die Hassianerin Charlotte Meinen, die im Doppelzweier sowie Doppelvierer den Sieg holte.

Artikel vom 27. Juni 2016 - 16:51

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Mit jeweils zwei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen kehren die Teams des Hanauer Ruderclub Hassia aus Hamburg zurück. Zudem feiert Charlotte Meinen die Nominierung für die U23-WM im olympischen Leichtgewichts-Zweier. Für die HRG startet Johannes Lotz bei der U23-WM, der im Doppelvierer Silber holte.

Die Hassianerinnen Isabel Taeuber und Svenja Schomburg ruderten wieder einmal im Frauen-Vierer ohne Steuerfrau um die U23-WM-Qualifikation. Nach einem guten Rennen wurde die Renngemeinschaft Hassia/Hannover als viertes Boot im Ziel abgeläutet.  Nur Bruchteile einer Sekunde vom Silberrang entfernt und weniger als zwei Sekunden vom Gold-Boot, dessen Ruderinnen allerdings schon im Achter qualifiziert waren.

Taeuber: "Jetzt fahren die zurecht zur WM"
„Das war ein Hammer-Rennen von uns. Respekt, dass die anderen uns in diesem Rennen schlagen konnten. Jetzt fahren die zurecht zur WM“, äußerte sich Taeuber nach dem Rennen als aufrechte Verliererin.

Was dann allerdings in Hamburg passierte war nicht aller Ehren wert. Anstatt den Schnellsten der um die Qualifikation rudernden Vierer einfach zu nominieren, fingen die DRV-Verantwortlichen an, Einzelpersonen aus dem Leistungs-Ranking der gesamten Saison heraus nominieren zu wollen. „Dafür stehen wir nicht zur Verfügung“, äußerten sich die jeweils angefragten Sportlerinnen, unter ihnen auch Taeuber.

Großes Chaos beim Achter-Finale
Großes Chaos dann am Ende auch beim Achter-Finale. Taeuber war für den zweiten Achter eingeplant, Svenja Schomburg wegen fehlerhafter Vorbereitung der Meldung gar nicht. Dies sollte vor Ort korrigiert werden. Aufgrund von weiteren Melde-Fehlern konnte dies aber nicht in Übereinstimmung mit dem Regelwerk des Verbandes geschehen.

Eine Situation, die dazu führte, dass andere beteiligte Sportlerinnen und Trainer am Ende einfach einen dritten Achter platzen ließen, welcher dann abgemeldet werden musste. Taeuber ruderte schließlich ohne Partnerin Schomburg zu Silber im zweiten DRV-Achter.

Christmann verpasst WM-Nominierung
Die HANAUER Sportlerin des Jahres 2014, Tina Christmann, lieferte ein engagiertes Final-Rennen ab, konnte aber in den Kampf um Gold bereits auf der ersten Streckenhälfte nicht mehr eingreifen. Für eine WM-Nominierung wäre Gold notwendig gewesen, sodass Christmann nach drei Jahren im Nationaltrikot nun einmal nicht bei der WM dabei ist. „Ich kam in diesem Jahr nicht so richtig in Tritt“, äußerte sich Christmann nach dem Rennen.

Alexander Forkert von der Hassia sowie Tim Glod von der HRG hatten sich in diesem Jahr für den U17-Achter des Hessischen Ruderverbandes qualifiziert. Im Finale lag das hessische Boot zunächst nicht gut. Nach verhaltenem Start ruderte man auf Rang vier und ließ sich Hamburg und Nord-Rhein-Westfalen (NRW) an der Spitze austoben.

Silbermedaille für den Achter
Mit Hälfte des Rennens zog Hamburg etwas von NRW davon und die Hessen setzten sich ihrerseits von Baden-Württemberg ab. Die Bronzemedaille war zu diesem Zeitpunkt greifbar.

Doch der Hessenachter hielt das Tempo weiterhin hoch und spurtete kurz vor dem Ziel noch an dem Boot aus NRW vorbei. Der verdiente Lohn im Ziel war die Silbermedaille. „Das ist noch über Ziel. Das Ziel war Bronze. Deutscher Vizemeister. Krass“, fehlten Landestrainer Marco Mittermeir am Ende fast die Worte.

Vierer sichert sich Bronze-Medaille
Mit ihrer Einerleistung drei Wochen zuvor hatte sich Wiebke Hanack für den dritten U19-Doppelvierer des DRV qualifiziert. Auf der ersten Streckenhälfte heftete sich das Quartett an die Fersen der beiden ersten DRV-Vierer, musste auf den dritten 500 Metern aber schließlich die Nationalmannschaftsruderinnen aus den ersten beiden Booten ziehen lassen und fuhr so einer ungefährdeten Bronze-Medaille entgegen.



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