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Messerattacke in Hanau - Staatsanwaltschaft äußert sich

Hanau

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Hanau. Die bei einer tätlichen Auseinandersetzung am Mittwoch in der Hanauer Innenstadt schwer verletzte Frau ist am späten Abend verstorben. Ermittler von Staatsanwaltschaft und Kripo gehen von einer Beziehungstat aus. Täter und Opfer stammen beide aus Afghanistan.

Artikel vom 07. Dezember 2017 - 09:58

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Die 52 Jahre alte Afghanin war nach ersten Erkenntnissen gegen 18.20 Uhr in der Nähe des Goldschmiedehauses aus noch unbekannten Gründen von ihrem Ehemann, von dem sie getrennt lebte, mit einem Dolch attackiert worden. Der 57 Jahre alte Afghane soll mehrfach auf seine Frau eingestochen haben, die dabei im Kopf- und Brustbereich schwerste Verletzungen erlitt.

Die Ärzte konnten das Leben der Frau nicht mehr retten; sie verstarb wenige Stunden nach der Tat in einem Krankenhaus. Das Ehepaar wohnte zuvor in Hanau. Eine Obduktion am Donnerstagvormittag hat ergeben, dass der Frau viele und erhebliche Verletzungen zugefügt wurden.

Täter erwartet wohl Anklage wegen Mordes

Dominik Mies von der Staatsanwaltschaft Hanau bestätigte, dass die Tat sehr brutal war: "Es konnten mindesten 35 Stichverletzungen festgestellt werden, die der Frau zugefügt wurden", sagte er. Bei der Tatwaffe handelte es sich um einen circa 20 cm langen Dolch, den der Täter wohl bewusst mit sich geführt hatte, um seiner Frau zu schaden. Zudem wies Mies Aussagen, dass Zeugen den Mann festhielten, als falsch ab. Er bestätigte hingegen, dass der Täter nach der Messerattacke am Tatort blieb und sich widerstandslos von der Polizei festnehmen ließ.

Zu den genauen Hintergründen der Tat wollte sich Staatsanwalt Mies nicht äußern. Zum einen aus Ermittlungsgründen und zum anderen aus Respekt vor den Angehörigen der Frau. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann wegen Mordes angeklagt wird. Sollte es zu einer Verhandlung kommen und er verurteilt werden, droht ihm einen lebenslängliche Haft.



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