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Neubaugebiet: Anwohner haben Angst vor Straßenverkehr

Mittelbuchen

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    Hier soll das Neubaugebiet Mittelbuchen Nordwest entstehen. Die Menschen sind vor allem wegen der erwarteten Verkehrszunahme in Sorge – das zeigt die nun begonnene Auswertung der Stellungnahmen zu den Planungsunterlagen. Archivfoto: Paul

Mittelbuchen. Rund 200 Einwände sind bei der Stadt zum Neubaugebiet „Mittelbuchen Nordwest – Vor dem Lützelberg“ eingegangen. Die meisten Anwohner haben Angst vor der starken Verkehrsbelastung, anderen geht es aber auch um die Umwelt.

Artikel vom 03. Februar 2017 - 21:01

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Das Stadtplanungsamt hat damit begonnen, die Stellungnahmen von Bürgern zu den öffentlich ausgelegten Planungsunterlagen für das Neubaugebiet „Mittelbuchen Nordwest – Vor dem Lützelberg“ auszuwerten. Insgesamt handelt es sich laut Mitteilung der Stadt um rund 200 Einwände von Menschen aus dem betroffenen Stadtteil.

Sie fließen zusammen mit den Bewertungen der Träger öffentlicher Belange – wie Behörden und Energieversorger – in den Abwägungsvorschlag ein, der als Grundlage für den nächsten Verfahrensschritt dient.

Verfahrensunterlagen liegen einen Monat aus
Dieser sogenannte Offenlagebeschluss der Stadtverordneten ist für Juni 2017 geplant. Anschließend folgt die für die Einwender wichtigste Phase: Nach öffentlicher Vorankündigung etwa zwei Wochen zuvor liegen die Verfahrensunterlagen im August/September einen Monat lang öffentlich im Stadtplanungsamt aus und sind im Internet einsehbar, blickt die Stadt voraus. Dann lassen sich erneut Bedenken und Anregungen vorbringen. Bis Oktober prüft die Stadt Hanau alle eingegangenen Stellungnahmen.

Diese fließen im abschließenden Abwägungsprozess in den endgültigen späteren Satzungsbeschluss ein. „Dabei setzen sich die Fachleute des Stadtplanungsamts intensiv mit allen vorgetragenen Themen auseinander, um zu akzeptablen Lösungen zu kommen“, verspricht Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Nach dem Satzungsbeschluss teilt die Stadt allen Einwendern mit, wie über ihre Stellungnahme nach dem Offenlagebeschluss beschieden wurde.

 


Bürgerversammlung ist im April oder Mai
Beteiligungsphase, nicht in der jetzigen frühen Unterrichtungs- und Erörterungsphase. Eine weitere
Diese Rückantworten aus dem Rathaus gelten nur für die Anregungen und Bedenken in der zweiten Beteiligungsphase, nicht in der jetzigen frühen Unterrichtungs- und Erörterungsphase. Eine weitere Bürgerversammlung ist im April oder Mai dem Offenlagebeschluss vorgeschaltet.

Entweder bei dieser Bürgerversammlung oder einer weiteren vorherigen öffentlichen Zusammenkunft soll es laut Mitteilung speziell um Natur- und Tierschutz, wobei insbesondere die im Baugebiet lebenden, vom Aussterben bedrohten Feldhamster Thema sein werden.

Landschafts- und Ortsbild beeinträchtigt?
Nachteile für Tiere, Eingriffe in wertvolle Böden sowie Klimaschutz spielen in den eingegangenen Bürgereinwänden eine Rolle. Das Gros der Stellungnahmen kreist um die als unzumutbar empfundene Zunahme des Straßenverkehrs durch die in Mittelbuchen-Nordwest geplanten 123 Wohneinheiten. 


Besonderes Augenmerk messen die Kritisierenden der Frage bei, über welche Routen das Neubaugebiet am Rand verkehrlich erschlossen wird. Ein Teil der Einwendenden sieht Landschafts- und Ortsbild durch die neuen Häuser zu stark beeinträchtigt, ein anderer beklagt Defizite in der Mittelbücher Infrastruktur, beispielsweise mangelnde Einkaufsmöglichkeiten.

Online-Petition der Interessengemeinschaft
Diese Kritikpunkte hatte auch die eigens gegründete Interessengemeinschaft Bauvorhaben Mittelbuchen Nordwest vorgebracht. Sie hat eine Online-Petition auf den Weg gebracht, mit der das Baugebiet in der jetzt geplanten Form verhindert werden soll. Stand gestern haben dort 597 Unterstützer unterzeichnet (Link findet sich auf der Homepage der IG unter www.neubaugebiet-nordwest.de). Im Dezember 2017 soll in der Stadtverordnetenversammlung der endgültige Satzungsbeschluss gefasst werden.



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