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Hanau verstärkt Engagement gegen Rassismus

Hanau

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    Die Stadt Hanau verstärkt ihr Engagement gegen Rassismus (Symbolbild).

Hanau. Die Stadt Hanau will gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenwürde setzen: Sie verstärkt ihr Engagement gegen Rassismus. Bei der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" soll es mehr Veranstaltungen geben als in diesem Jahr. Dafür wurden die Weichen gestellt.

Artikel vom 28. Dezember 2016 - 11:41

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Gemeinsam Zeichen setzen gegen Rassismus und für Menschenwürde. Unter dieser Überschrift will man in Hanau die Aktionen zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ vom 13. bis 26. März stärker als in den Jahren zuvor in die Öffentlichkeit tragen – gerade und vor allem angesichts „der besorgniserregenden Entwicklungen durch aktuelle nationalistische und rassistische Tendenzen in der ganzen Welt“ , wie es seitens der Stadt heißt.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde auf Initiative von Oberbürgermeister Claus Kaminsky gemeinsam mit einem der Gründungsstifter der „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“, John Kannamkulam vom Bundesvorstand des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften und gebürtiger Hanauer, ein Koordinierungsrat ins Leben gerufen. Dieser soll die verschiedenen Angebote bündeln, Aktivitäten koordinieren und vernetzen sowie weitere Partner für künftige Projekte finden.

Mehr Veranstaltungen 2017
In den ersten Treffen wurde laut Kaminsky deutlich, dass man das Projekt behutsam angehen will. Sowohl die Beteiligung als auch die Vielfalt der Veranstaltungen müssen langsam wachsen. Dennoch ist bereits heute klar: Die Zahl der Veranstaltungen wird 2017 deutlich höher sein als noch in diesem Jahr. Auch wenn noch viele Details zu klären sind stehen bereits Vorträge zur Geschichte, Buchvorstellungen und Lesungen, ein Konzert und ein Poetry Slam sowie spezielle Angebote der Lindenauschule und der Hola fest.

 



Auch die Stadt Hanau wird ihre Veranstaltungen zur Erinnerung an den 19. März in den Angebotsreigen einpassen. „So können wir das historische Vermächtnis in die Gegenwart und die Zukunft führen“, so Kaminsky, „denn es war der NS-Terror und Rassismus, der letztlich zur Zerstörung der Stadt führte.“

Rassistische Einstellungen in allen Milieus
Man möchte angesichts der besorgniserregenden Entwicklungen durch aktuelle nationalistische und rassistische Tendenzen in der ganzen Welt viele Organisationen, Vereine und Verbände zur Teilnahme motivieren. „Gerade in Anbetracht populistischer und rassistischer Hetze und Gewalt, gilt es die Aktivitäten im Rahmen der Wochen gegen Rassismus zu intensivieren“, betonen auch Kaminsky und Kannamkulam.

Zudem seien nach vielen Studien rassistische Einstellungen und Gewalttaten quer durch alle gesellschaftlichen Milieus zu beobachten und kein alleiniges Problem des rechten Randes. Es sei daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die Wahrung der Menschenwürde einzustehen.

Anstrengungen nach 26. März vorbei
Schon bevor im Februar der Flyer für die Hanauer Wochen gegen Rassismus vorgestellt werden wird, ist allen Beteiligten klar: Die Anstrengungen sind nach dem 26. März nicht vorbei. Das Gleiche gilt für die Veranstaltungen, die für die Menschenwürde werben: So finden zum Beispiel auch 2017 die traditionellen „Fußballturniere gegen Gewalt und Rassismus“ statt, die der Ausländerbeirat sowohl für Kinder- und Jugendteams als auch für Seniorenmannschaften im Sommer für Kids und Erwachsene organisiert.

Noch nimmt der Koordinationsrat gerne weitere Aktionen und Veranstaltungen auf. Zugleich weist er ausdrücklich darauf hin, dass jede einzelne Aktion von den Veranstaltern eigenverantwortlich organisiert und umgesetzt werden muss. Veranstalter, die Ideen einbringen möchten, können sich per Email an wolfgang.kischel@hanau.de mit dem Koordinierungsrat in Verbindung setzen.



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