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Videoüberwachung: Markt- und Freiheitsplatz Brennpunkte

Hanau

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    In Hanau sollen Markt- und Freiheitsplatz mit Kameras überwacht werden (Symbolbild).

Hanau. Die Stadt Hanau setzt sich für eine Videoüberwachung am Marktplatz und Freiheitsplatz ein. Denn beide Plätze sind von der Polizei als „Kriminalitätsbrennpunkte“ klassifiziert worden.

Artikel vom 22. Dezember 2016 - 11:55

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Darauf, dass das Polizeipräsidium Südosthessen den Hanauer Marktplatz und den Freiheitsplatz als „Kriminalitätsbrennpunkte“ klassifiziert habe, verweist Oberbürgermeister Claus Kaminsky in seiner Stellungnahme an die Bürgerrechtsgruppe „die Datenschützer Rhein Main“. Diese hatten sich anlässlich der geplanten Videoüberwachung in der Innenstadt mit Fragen an den OB gewendet.

Kernpunkt der Aussage Kaminskys ist, dass Freiheitsplatz und Marktplatz bei der Kriminalitätsanalyse des Polizeipräsidiums „als Kriminalitätsbrennpunkte“ eingestuft worden seien: „Dort kam es über einen längeren Betrachtungszeitraum zur Häufung von Straftaten im öffentlichen Raum . . . Zum ganz überwiegenden Teil handelt es sich bei den relevanten Zahlen um Eigentumsdelikte und Sachbeschädigungen, aber auch um Rohheitsdelikte und Bedrohungen im öffentlichen Raum und um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz“, heißt es in der Statistik.

262 Straftaten in sechs Jahren
Diese listet laut Schreiben des OB in sechs Jahren für den Freiheitsplatz 262 Straftaten auf (2010: 57, 2011: 47, 2012: 43, 2013: 39, 2014: 28 und 2015: 48). Im Spitzenjahr 2010 ergebe dies durchschnittlich eine Straftat innerhalb von 6,4 Tagen, im Durchschnitt der sechs Jahre eine Straftat innerhalb von 8,4 Tagen.

 



Auf dem Marktplatz hätten sich in den Jahren 2010 bis 2015 insgesamt 247 Straftaten ereignet (2010: 35, 2011: 61, 2012: 36, 2013: 44, 2014: 35 und 2015: 36). Umgerechnet auf Straftaten pro Kalendertage bedeute dies im Spitzenjahr 2011 eine Straftat innerhalb von sechs Tagen und im Durchschnitt der sechs Jahre eine Straftat innerhalb von 8,9 Tagen.

Videoüberwachung befürwortet
Die Videoüberwachung in der Innenstadt wurde am 21. November vom Hanauer Magistrat befürwortet und einstimmig von der Stadtverordnetenversammlung in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. Dort soll das Thema unter Einbeziehung der Bürger nach der Weihnachtspause diskutiert werden.



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