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Flüchtlinge besuchen Stadtparlament

Hanau

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    Sechs Flüchtlinge aus der Gruppe „Help.the.Helpers“ waren zu einem Vorbereitungstreffen im Rathaus zu Gast. Am Montag, 14. November, wird die Gruppe das erste Mal die Stadtverordnetenversammlung besuchen. PM

Hanau. „Demokratie in Hessen erleben“ – unter diesem Motto haben die hessischen Ausländerbeiräte den November zum Aktionsmonat ausgerufen, um den hier lebenden Flüchtlingen die Prinzipien der politischen Strukturen und Zusammenhängen nahezubringen.

Artikel vom 12. November 2016 - 12:03

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Die Brüder-Grimm-Stadt ist eine von 31 Kommunen, die sich an diesem Projekt aktiv beteiligt. „Wir wollen den hier lebenden Flüchtlingen einen anschaulichen Einblick in die gelebte Demokratie unserer Stadt geben. Wir wollen sie daran teilhaben lassen, wie und wo Entscheidungen in und für Hanau fallen, die dann das Leben aller Menschen in unserer Stadt betreffen“, erläutern Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck und Hossain Mosharaf, ehemaliger Stadtverordneter, ihr Engagement für diese Aktion, die landesweit unter der Schirmherrschaft des Hessischen Landtagspräsidenten Kartmann und des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier steht.

Sechs Flüchtlinge aus der Gruppe „Help.the.Helpers“ waren zu einem Vorbereitungstreffen im Hanauer Rathaus gekommen, um von drei Kommunalpolitikern Informationen aus erster Hand zu bekommen. Am kommenden Montag, 14. November, werden sie dann das erste Mal eine öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung besuchen.

„Demokratie zum Anfassen und ganz konkret. Das ist das Ziel dieser Aktion. Ob es nun um den Bau von neuen Wohnungen, die Stadtbücherei oder die Gestaltung der Friedhofssatzung geht, für viele Flüchtlinge ist dies alles völlig neu. Wir wollen sie teilhaben lassen und sie zugleich ermutigen, auch selbst aktiv zu werden“, so Arjin Bicer, Mitglied des Ausländerbeirates. Gemeinsam werden Flüchtlinge und Vertreter des Ausländerbeirates die öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung besuchen, um demokratische Diskussions- und Entscheidungsprozesse unmittelbar mitzuerleben. „Mich freut es besonders, dass unsere Idee auf positive Resonanz sowohl bei den Geflüchteten als auch bei den Kommunalpolitikern stößt und wir in der Stadtverordnetenvorsteherin eine prominente Unterstützerin gewinnen konnten“, so Bicer. „Wissen und Verständnis für unsere Demokratie zu vermitteln ist kein Selbstläufer. Ausländerbeiräte stellen in Hessen seit Jahrzehnten unter Beweis, dass es sich lohnt, politisch aktiv zu werden“, begründet sie, warum gerade Ausländerbeiräte als Botschafter für Teilhabe und Demokratie wirken wollen. „Denn in ihnen wirken viele Menschen mit, die nicht selten ähnliche Erfahrungen wie die neu Zugewanderten gemacht haben.“

Für Funck, die auf Einladung des Ausländerbeirats auch schon an dem Vorbereitungstreffen teilgenommen hatte, ist die Aktion ein Stück gelebter Integration. Dazu gehöre eben nicht nur Sprachvermittlung oder der Zugang zum Arbeitsmarkt. „Hier zu Hause sein heißt auch, die Grundprinzipien unserer parlamentarischen Demokratie zu kennen und die Möglichkeiten der politischen Teilhabe zu nutzen.“ Funck sieht in der Aktion einen ersten Schritt in diese Richtung. In Hanau gebe es mit den bei „Help.the.helpers“ mitarbeitenden Flüchtlingen zudem eine besonders engagierte Gruppe, die ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit der Hanauer Kommunalpolitik als Multiplikatoren weitertragen könnten. pm



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