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Erste Mieter ziehen ins Ostkarree

Hanau

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    Bald ziehen gegenüber der Wallonisch-Niederländischen Kirche die ersten Mieter ein. Foto: PM

Hanau. Ins Hanauer Ostkarree kehrt Leben ein: Die ersten Mieter haben  die Schlüssel für ihre Mietwohnungen an der Französischen Allee 2 bis 6 übernommen und können einziehen. An der Hahnenstraße tut sich unterdessen nichts.

Artikel vom 21. Oktober 2016 - 17:01

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Bald ziehen die ersten Mieter in den Neubau an der Französischen Allee 2 bis 6 in Hanau ein. Darüber informiert die Baugesellschaft in einer Mitteilung. Die alte Bebauung im Ostkarree war im Zuge des Stadtumbaus sukzessive abgerissen worden.

Laut Mitteilung haben die ersten Mieter die Schlüssel für ihre Mietwohnungen übernommen. Nicht voran geht es allerdings an der Hahnenstraße, ein Projekt, das nicht die Baugesellschaft, sondern die Nassauischen Heimstätten (NH) betreuen.

Erlensee geben Eigenheim auf
Von 57 Wohnungen an der Französischen Allee 2 bis 6 sind laut Baugesellschafts-Geschäftsführer Jens Gottwald 27 fest vergeben und neun reserviert. „Die neuen Mieter schätzen die Barrierefreiheit der Wohnungen und die zentrale Innenstadt-Lage mit guter Verkehrsanbindung“, sagt er. Ein Paar etwa ziehe von Erlensee nach Hanau um. Die beiden Senioren hätten in der Nachbarstadt ihr Eigenheim aufgegeben und sich im Alter für die Baugesellschaft entschieden.

Nach Abriss des Vorgänger-Gebäudes aus den Nachkriegsjahren hatte die Baugesellschaft seit Ende 2014 das langgezogene viergeschossige Haus an der Wallonisch-Niederländischen Kirche errichtet. Die Wohnungen haben zwei bis vier Zimmer, die Gesamtwohnfläche beträgt etwas mehr als 4300 Quadratmeter. In der Tiefgarage stehen 39 Stellplätze zur Verfügung.

Kritik an Blocks an der Hahnenstraße
Die Baugesellschaft investierte laut Mitteilung rund neun Millionen Euro in den Neubau. Über den sagt Architekt Stefan Forster (Frankfurt): „Es ist ziemlich einmalig, in der Bundesrepublik, in direkter Nachbarschaft zu solch einem Kirchenmonument und mit dieser Platzgeometrie zu bauen.“

Im Ostkarree geht es also voran, und auch im gegenüberliegenden Westkarree sind bereits viele der von einem privaten Investor errichteten Wohnungen bezogen. Doch nicht überall tut sich etwas. In der unweit gelegenen Hahnenstraße beispielsweise herrscht noch immer Stillstand. Seit Langem gibt es Kritik an den heruntergekommen wirkenden Blocks 1 bis 19a .

Getan hat sich nichts
Die Hälfte der Wohnblocks, die den Nassauischen Heimstätten (NH) gehören, soll bereits leer stehen. Im Juni 2015 war ein von der NH beauftragter Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, dass sich eine Instandsetzung der Blocks wirtschaftlich nicht rechne. Die Zeichen standen fortan auf Neubau.

Doch getan hat sich nichts. Die „Hanau Post“ zitiert in einem Bericht NH-Sprecher Jens Duffner mit den Worten: „Es gibt keine Entschiedung.“ Die NH-Gremien hätten noch immer nichts beschlossen. Vor dem Investitionsbeschluss gelte es „verschiedene Dinge abzuwägen“. Wann eine Entscheidung fallen solle, sei noch unklar, wird Duffner weiter zitiert. Erst wenn diese getroffen sei, wolle man die betroffenen Mieter informieren. Eine Anfrage unserer Zeitung an die Nassauischen Heimstätten blieb am Freitag unbeantwortet.



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