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Michael Fink wird Interimstrainer bei SV Waldhof Mannheim

Hanau

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    Michael Fink war zuletzt nicht nur Co-Trainer beim SV Waldhof Mannheim, sondern ist auch noch für Hanau 93 in der Verbandsliga als Spieler aktiv. Foto: TAP

Fußball. Ex-Profi und Hanau 93-Mittelfeldspieler Michael Fink übernimmt als Interimstrainer den Südwest-Regionalligisten SV Waldhof Mannheim. Die Kurpfälzer hatten am Sonntagabend den bisherigen Cheftrainer und Sportlichen Leiter Gerd Dais beurlaubt.

Artikel vom 16. Oktober 2017 - 10:49

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Von Frank Schneider

Der seit dieser Saison für Verbandsliga-Aufsteiger FC Hanau 93 spielende Ex-Profi Michael Fink ist seit Montag Interimstrainer des Südwest-Regionalligisten SV Waldhof Mannheim. Der auf Rang acht abgerutschte Traditionsverein hatte sich zuvor nach der 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart II von seinem Cheftrainer und Sportlichen Leiter Gerd Dais getrennt. Fink fungierte zuletzt bei den Mannheimern als Co-Trainer und besitzt in dieser Funktion noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

Das Verfehlen der gesteckten sportlichen Ziele sowie die desolate Mannschaftsleistung gegen den VfB Stuttgart II entsprachen nicht den Erwartungen, die zu Saisonbeginn formuliert wurden, teilte der frühere Bundesligist in einer offiziellen Erklärung mit. Der SV Waldhof Mannheim hat nach 13 Spielen mit 21 von 39 möglichen Punkten neun Zähler Rückstand auf einen Relegationsplatz.

Fink genießt hohe Akzeptanz
Der Aufsichtsrat, so sagt dessen Vorsitzender Alexander Rudnick, möchte mit dieser Entscheidung vor den kommenden schwierigen und richtungsweisenden Spielen einen neuen Impuls setzen und erwartet von der Mannschaft eine positive Entwicklung und den sichtbaren Leistungswillen, alles daranzusetzen, die gesteckten Ziele doch noch zu erreichen. Der 35-jährige Fink, in der Vorsaison noch Stammspieler bei den Blau-Schwarzen, genießt beim Regionalligisten eine hohe Akzeptanz.

„Michael Fink hat die Mannschaft schon im Trainingslager in der Türkei, in Abwesenheit von Gerd Dais, hervorragend auf die vergangene Rückrunde vorbereitet. Er hat unser vollstes Vertrauen für diese anspruchsvolle Aufgabe“, so Rudnick. Michael Finks erstes Spiel als Cheftrainer wird das Landes-Pokalspiel beim FC-Astoria Walldorf an diesem Mittwochabend sein.

"Laufe gerne für Hanau 93 auf"
Trotz der gestiegenen Verantwortung im Hauptjob bleibt der ehemalige Bundesligaspieler der Frankfurter Eintracht dem Kader des FC Hanau 93 zunächst erhalten. „Es war ja von Anfang an so besprochen, dass meine Trainertätigkeit bei Waldhof Mannheim klare Priorität besitzt. Wenn es zeitlich passt und meine Arbeit beim SV Waldhof nicht beeinträchtigt, laufe ich gerne für Hanau 93 auf, doch aktuell läuft es doch auch ohne mich gut“, schmunzelt Fink, der natürlich trotz allem Trubel rund um die Trainerentlassung von Gerd Dais vernommen hat, dass der aktuelle Tabellendritte der Verbandsliga Süd nach einem 3:2-Auswärtssieg bei Sandzak Frankfurt nach zuvor drei Unentschieden wieder voll auf Erfolgskurs liegt.

Der Ex-Profi sieht sein Engagement in Hanau ohnehin nicht als Zusatzbelastung, sondern eher willkommene Abwechslung. „So ab und an tun ein paar frische Gedanken mal gut“, erklärt der Mittelfeldspieler.

Fink geht derweil in Mannheim seine Aufgabe mit großem Eifer an. „Ich werde die Mannschaft nach bestem Wissen und Gewissen aufstellen, damit wir positive Ergebnisse erzielen können. Nach dem Pokalspiel in Walldorf am Mittwoch steht am Sonntag das prestigereiche Duell gegen Spitzenreiter Kickers Offenbach an. Hegt der frühere Bundesliga-Profi Ambitionen, den Job dauerhaft zu übernehmen? „Natürlich kann ich mir das vorstellen, doch das müssen andere Leute entscheiden.“ Fink weiß: Gute Ergebnisse wären für ihn diesbezüglich die besten Argumente.



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