Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
sonnig
-1 ° C - sonnig
» mehr Wetter

Zuzug verkraftbar

Rodenbach

  • img

Kommentar von Reinhard Breyer  zum Thema Neubaugebiet Niederrodenbach:

Artikel vom 18. Januar 2018 - 15:43

Anzeige

Rhein-Main boomt. Frankfurt platzt aus allen Nähten. Dort explodieren die Immobilienpreise wie noch nie. Wohnraum für Normalverdiener ist kaum noch erschwinglich. In Hessen fehlen laut neuesten Hochrechnungen bis zum Jahr 2040 rund 500 000 Wohnungen, 86 Prozent davon in Südhessen. Der Druck auf das Umland wird unweigerlich zunehmen, Rodenbach ist nicht ausgenommen.
Dort geht man die Sache behutsam an, manchen geht es sogar viel zu zaghaft. Das Baugebiet südlich der Adolf-Reichwein-Straße ist die letzte große Freifläche, die nun in Angriff genommen werden soll. Darüber besteht Einigkeit in den Gemeindegremien. Doch nun formiert sich Widerstand.
Die Bürgerinitiative unter dem Motto „Natürlich bleiben!?“ hat bislang 230 Unterschriften für ihre Petition gesammelt. Sie will in den kommenden Monaten verdeutlichen, dass die Kommune, die mit dem Slogan „Natürlich Rodenbach“ wirbt, nicht dem allgemeinen Trend hinterherlaufen muss, gewissermaßen auf Teufel komm raus Neubürger anzulocken.
Das ist ihr gutes Recht und die Argumente sind nachvollziehbar. Allerdings kommt die Gegenbewegung etwas spät. Denn das Projekt, das seit drei Jahrzehnten eine Vision war, ist längst auf den Weg gebracht. Für das zweite Quartal ist die zweite Offenlage des Bebauungsplanentwurfs geplant. Weitere Schritte folgen.
Rodenbach wird den Zuzug verkraften. Das Wachstum geschieht mit Augenmaß. Eine Verjüngung der Bevölkerung wird der Gemeinde guttun. Und es bleiben in der Gemarkung ausreichend Naherholungs- und Freiflächen übrig.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.