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Rodenbach will Fair-Trade-Town werden

Rodenbach

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    Der Eine-Welt-Laden ist in Rodenbach stark verwurzelt. Auch von Schülern wird das Thema Fair-Trade dort immer wieder aufgegriffen. Erst kürzlich haben sich hier 16 Schüler der Adolf-Reichwein-Schule über das Thema fairer Handel und Schokolade informiert. (Fotos: PM)

Rodenbach. Das Motto „Regional, Bio und fair stärken“ hat sich die Gemeinde schon seit Längerem auf die Fahnen geschrieben. Nun wurde die Steuerungsgruppe Fair-Trade installiert. Sie soll den Prozess voranbringen. Das Ziel: Zum Umweltfest 2018 will die Gemeinde das entsprechende Siegel erhalten.

Artikel vom 18. September 2017 - 17:52

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Bereits seit über 20 Jahren unterstützt der Verein TransFair benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern. Das Siegel Fair-Trade verbindet dabei Produzenten und Konsumenten und unterstützt Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiter im globalen Süden, damit sie die Armut aus eigener Kraft überwinden, ihre Stellung stärken und ihr Leben selbst bestimmen können.

Bewerbung einstimmig beschlossen

Als gemeinnütziger Verein handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fair-Trade-Siegel für fair gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum. Die Gemeindevertretung hatte im April, wie berichtet, einstimmig beschlossen, dass sich auch Rodenbach um den Titel Fair-Trade-Town bewerben solle. Ziel ist es, „den fairen Handel auch auf kommunaler Ebene zu stärken und die Zivilgesellschaft ebenfalls dafür zu sensibilisieren“.

Fairen Handel vielfältig unterstützen

Um Fair-Trade-Town zu werden, muss die Kommune gewisse Kriterien erfüllen: Dazu zählt die vielfältige Unterstützung des fairen Handels. Bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Bürgermeisters wird bereits seit einiger Zeit fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Ein weiteres Ziel: In vier Rodenbacher Einzelhandelsgeschäften sowie in zwei Gastronomiebetrieben werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten.

Steuerungsgruppe hat sich konstituiert

Produkte aus fairem Handel werden bereits in der Adolf-Reichwein-Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt. Zudem ist ein lokale Steuerungsgruppe zu bilden, die die Aktivitäten koordiniert. Politik und Wirtschaft. Sie hat sich nun konstituiert, zu der Bürgermeister Klaus Schejna ins Rathaus eingeladen hatte. Die Gruppe wählte Stefan Loquai zum Sprecher.

Siegel bis zum Umweltfest

Mit Bildung der Steuerungsgruppe kann nun auch die offizielle Bewerbung um das Fair-Trade-Siegel starten. Ziel ist es nun, zum Umweltfest 2018 das Siegel überreicht zu bekommen. Hierbei ist die Gruppe zuversichtlich. Denn einige Kriterien sind bereits erreicht. So ist der Eine-Welt-Laden bereits seit 20 Jahren eine feste Größe im Gemeindeleben und gilt als verlässlicher Partner der Fair-Trade-Initiative. Auch die Kirchen und die Adolf-Reichwein-Schule beteiligen sich bereits.

Kaum Interesse in der Gastronomie

Ein Manko: Gastronomiebetriebe haben sich bisher noch nicht gemeldet. Der Bürgermeister zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass auch hier eine Beteiligung möglich sein werde. Und er lädt alle Bürger ein, sich zu beteiligen: „Als Mitglieder in der Steuerungsgruppe oder auch im Verein oder zu Hause – fair gehandelte Waren zahlen sich aus.“



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