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Gewerbegebiet Limes: Elf Millionen Euro fließen

Hammersbach

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    Im Gewerbegebiet Limes geht es voran. Bisher steht dort nur ein einziges Gebäude. Doch nach der jetzigen Vertragsunterzeichnung sollen in absehbarer Zukunft die Bagger so richtig ins Rollen kommen. Archivfoto: J. Weber

Hammersbach. Die Tinte ist trocken: Die Verträge für die weitere Entwicklung des Gewerbegebietes Limes in Hammersbach, Büdingen und Limeshain sind unterzeichnet. Das bringt dem Zweckverband elf Millionen Euro ein.

Artikel vom 16. Dezember 2016 - 17:25

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Vor wenigen Tagen haben die beiden Bürgermeister Michael Göllner (Hammersbach) und Adolf Ludwig (Limeshain) für den Vorstand des interkommunalen Gewerbegebietes Limes sowie der Vertreter der Dietz AG aus Bensheim, Dr. Hafez Balaei, die Verträge für die weitere Entwicklung des Gewerbegebietes Limes unterzeichnet. Das bringt dem Zweckverband elf Millionen Euro ein.

Die bereits im März von der Dietz AG optionierten Flächen von rund 80 000 Quadratmetern werden jetzt endgültig erworben. Zusätzlich kauft die Dietz AG ein weiteres Grundstück von etwa 80 000 Quadratmetern.

Weichen gestellt
„Durch städtebauliche Verträge wurden die Weichen für eine perspektivische Entwicklung in der Zukunft gestellt“, so eine Mitteilung des Verbandsvorstehers Göllner. „Die Gewerbegebietsfläche wird in diesem Zuge derzeit um etwa 30 000 Quadratmeter vergrößert.“

Damit stehe der Dietz AG die Möglichkeit offen, das Gebiet direkt an der Autobahn 45 als „Güter- und Logistikzentrum Rhein-Main Ost“ zu entwickeln und Interessenten auch potenzielle Erweiterungsflächen in der Zukunft fest in Aussicht zu stellen, so Göllner weiter.

Kassenkredite können ablöst werden
Für den Zweckverband bedeute die Vertragsunterzeichnung, dass in den nächsten Wochen rund elf Millionen Euro auf das Grundstückskonto des Zweckverbandes fließen und etwa zwei Drittel des bisherigen Verbandsgebietes von 240 000 Quadratmetern damit verkauft seien.

„Mit dem Geld können wir unsere Kassenkredite ablösen und weitere Schritte finanzieren“, so Göllner gegenüber unserer Zeitung. Damit habe der Verband nun Planungssicherheit.

Auf Vermarktung konzentrieren
Er könne sich auf die Vermarktung der übrigen Flächen konzentrieren und die weiteren Planungsschritte vollziehen. „Die Erweiterung des Planungsgebietes um etwa drei Hektar in Richtung Norden wird durch einen Bebauungsplan in den nächsten Wochen abgeschlossen.“

 


Die Erweiterung des Gebietes auf insgesamt etwa 48 Hektar hatten die Gremien des Verbandes und die drei Kommunen Hammersbach, Büdingen und Limeshain schon vor einem halben Jahr beschlossen.

Flächen können schon bebaut werden
„Das heißt nicht, dass diese Flächen bereits heute bebaut werden könnten“, stellt Verbandsvorsteher Göllner klar. „Dazu müsste ein konkreter Projektbedarf vonseiten der Dietz AG vorgestellt werden, um beim Regierungspräsidium eine Genehmigung zur Erweiterung der Planfläche zu erwirken.“

Es sei jedoch sichergestellt, dass der Verband handlungsfähig sei, wenn zukünftig eine Erweiterung notwendig werde, und dass die drei Kommunen an den Erweiterungen jeweils zu etwa einem Drittel beteiligt seien.

Langfristige Einnahmen erhofft
„Die Dietz AG kann nun auf Grundlage solider vertraglicher Grundlagen Vertragsverhandlungen mit Firmen, die sich dort ansiedeln wollen, führen. Für die ersten Gebäude sind die Bauantragsunterlagen in den letzten Monaten schon erarbeitet worden. In Kürze werden sie bei der Genehmigungsbehörde eingereicht“, teilt Göllner mit.

Die Verbandskommunen erhoffen sich neben den Grundstücksverkäufen langfristig Einnahmen aus den Gewerbesteuerzahlungen künftiger Unternehmen. Hammersbachs SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Dietzel sagte in seiner Haushaltsrede in der Gemeindevertretung: „Dieses Gebiet ist ein Riesenschritt für die drei beteiligten Gemeinden. Durch das Gewerbesteueraufkommen, das wir hier erwarten können, erschließen wir uns endlich neue Einnahmequellen, ohne die eigenen Bürger zu belasten.“

"Keinen Einfluss mehr"
CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Kovacsek formulierte es mit mehr Zurückhaltung: „Gut ist, dass große Teilflächen des interkommunalen Gewerbegebiets verkauft sind. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich auch Firmen ansiedeln, die tatsächlich Gewerbesteuer zahlen. Darauf hat unsere Gemeinde aufgrund der Entscheidung für einen Entwickler keinen Einfluss mehr.“



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