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Tempolimit Ortsumgehung B45: Erneute Absage vom Land

Nidderau

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    Traurige Bilanz: Seit Eröffnung der Ortsumgehung Nidderau im Juni 2015 gab es auf der 7,3 Kilometer langen Strecke über 40 Unfälle. Trotz des bisher einzigen Tempolimits am Abzweig nach Karben (Foto) kam es gerade hier zu besonders schweren Zusammenstößen. Im September verstarb eine Frau an den Folgen ihrer Verletzungen. Archivfoto: Feuerwehr Nidderau/Göppel

Nidderau. Die von der Stadt Nidderau und dem Main-Kinzig-Kreis geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ortsumgehung (B 45) stößt auf Landesebene weiterhin auf Widerstand. Trotz zahlreicher Unfälle seit Eröffnung der Trasse ist nun auch eine zweite Initiative für ein Tempolimit gescheitert.

Artikel vom 15. November 2016 - 17:06

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Zuletzt hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Degen laut Mitteilung mit einer Kleinen Anfrage bei der Landesregierung nach dem Grund erkundigt, wieso ein Tempolimit auf der gesamten Strecke für unnötig erachtet wird und die Strecke mit ihren Auf- und Abfahrten in dieser Form geplant und gebaut wurde.

„Wer die Strecke einmal selbst gefahren ist, stellt schnell fest, dass besonders die Auf- und Abfahrt zum Ortsteil Windecken sehr kurz ist und schon fast in einem rechten Winkel verläuft“, so der Landtagsabgeordnete.

Bürgermeister kann Entscheidung nicht nachvollziehen
In der Antwort auf die Anfrage heiße es jedoch vom Verkehrsminister, dass diese Abfahrt in ihrer Form ausreichend sei. „Ebenso ist weder ein Tempolimit an der Auffahrt Windecken, noch an den Auffahrten Büdesheim und Kaichen seitens des Ministeres Tarek Al-Wazir vorgesehen, da dieser auf der Strecke keine Gefahrenlage sieht“, so Degen laut Mitteilung.

Vor Ort stößt das auf Kritik. So können etwa Bürgermeister Gerhard Schultheiß und der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Bär diese Entscheidung nicht nachvollziehen. In der Stadtverordnetenversammlung besteht überparteilich Konsens, dass die Situation alles andere als befriedigend ist.

Mehr als 40 Zusammenstöße
Seit Eröffnung im Juni 2015 seien auf der Strecke 17 Unfälle passiert, argumentiert Bär. Nach Recherchen unserer Zeitung waren es laut Polizeistatistik bis Oktober sogar über 40 Zusammenstöße auf der rund 7,3 Kilometer langen Trasse.

 


 

„Zehn dieser Unfälle sind an der Auf- und Abfahrt Windecken passiert“, stellt Bär fest. Letztendlich werde diese Stelle nur deshalb nicht als Unfallschwerpunkt betrachtet, weil die Unfälle verschiedene Ursachen gehabt hätten, wie zum Beispiel überhöhte Geschwindigkeit, missachtete Vorfahrt oder Fehler beim Abbiegen.

Bär: "Paragraphen statt Vernunft" werden angewendet
Um als Unfallschwerpunkt betrachtet zu werden, müssten dort jedoch innerhalb eines Jahres fünf Unfälle mit der gleichen Ursache oder mindestens drei Unfälle mit schwerem Personenschaden passiert sein, führt Bär aus.

„Jeder vor Ort weiß, welches Gefahrenpotenzial die Auf- und Abfahrt Windecken birgt. Der Verweis auf die unterschiedlichen Unfallursachen zeigt, dass bei Hessen Mobil Paragraphen statt Vernunft angewendet werden“, so Bär weiter.

Tödlicher Unfall im Bereich Karben
Fälle wie diese zeigten, dass den Betroffenen vor Ort mehr Ermessensspielraum eingeräumt werden müsste. Es könne nicht sein, dass erst etwas Ernsthaftes passieren müsse, ehe gehandelt werde. Im Bereich der Auffahrt Karben habe es bereits einen tödlichen Unfall gegeben. Dies dürfe sich nicht an anderen Stellen wiederholen.



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