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Nabu legt weitere Reptilienquartiere an

Maintal

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    Fleißig waren die Mitglieder der Maintaler Nabu-Ortsgruppe in der vergangenen Woche. Sie legten weitere Reptilienhabitate in den Hochstädter Streuobstwiesen an. Foto: PM

Maintal. Sie wollen heimischen Reptilien bessere Lebensbedingungen geben: Die Maintaler Nabu-Ortsgruppe hat weitere Reptilienquartiere in den Hochstädter Streuobstwiesen östlich des Naturschutzgebiets Hartigwäldchen angelegt.

Artikel vom 07. November 2016 - 16:08

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Dieses Arbeitsprojekt zählt zu den bereits ausgeführten und geplanten Vorhaben der Maintaler Gruppe im Rahmen der Durchführung der artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Aufstellung des Bebauungsplans „Am Weides“ in Hochstadt, informiert Hanns P. Golez, der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe.

Expertinnen geben Rat
Bereits im vergangenen Jahr holten sich die Nabu-Mitglieder den Rat zweier kompetenter Expertinnen ein: von Freia Klinkert-Reuschling (städtischer Fachdienst Umwelt) und von der Bischofsheimerin Anette Zitzmann (AG Amphibien- und Reptilienschutz in Rodenbach). Nach einer Ortsbegehung wählte die Gruppe eine geeignete Stelle auf einem der Stadt gehörenden und verpachteten Grundstück aus.

Da Trockenmauern, die ein ideales Habitat für Reptilien darstellen, in der Umgebung kaum zu finden sind, plant die Maintaler Nabu-Ortsgruppe die Errichtung vier solcher Habitate, wenn auch in abgewandelter Form, um den heimischen Reptilien bessere Lebensbedingungen bieten zu können.

Maximale Sonneneinstrahlung
Hanns P. Golez betont, dass die Nabu-Mitglieder darauf achten mussten, die Anlage nach Süden hin zu exponieren, um maximale Sonneneinstrahlung für die Tiere zu erhalten. Ebenso sei der Schattenwurf benachbarter Bäume zu vermeiden, andererseits aber buschiger Bewuchs auf der sonnenabgewandten Seite wünschenswert.

Insgesamt transportierten sie über eine Tonne Kalksteine unterschiedlicher Größe heran und verbauten sie in drei Gabionen von insgesamt 3,5 Metern Länge, um den Tieren gute Unterschlupf- und Besonnungsmöglichkeiten zu bieten.

Äste werden um Quartier gelegt
Wenn die Reptilien ihr Quartier im kommenden Frühjahr beziehen, soll es noch etwas „wohnlicher“ aussehen, denn um die Steinmauer herum werde als zusätzlicher Schutz und Übergang zur Wiese Astmaterial vom nächsten Obstbaumschnitt gelegt, berichtet Golez über die anstehenden Aufgaben.

Die vier großen Ecksteine mit ihren Öffnungen sollen Kleintieren als Versteckmöglichkeiten oder zur Eiablage dienen und bereicherten dadurch die Vielfalt der Tierwelt, die sich dort neu ansiedeln könne. „Die sich leicht aufwärmenden Dachziegel bieten hingegen weitere Möglichkeiten für die Tiere, die wärmenden Sonnenstrahlen zu nutzen“, so der Nabu-Vorsitzende abschließend.



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