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Haarsträubende Fällaktion bei Dunkelheit

Langenselbold

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    Um 21.34 Uhr wurde die Feuerwehr mit dem Alarmstichwort „Baum auf Straße“ alarmiert und machte die Straße wieder passierbar. (Foto: PM)

Langenselbold. Unter die Rubrik „Mehr Glück als Verstand“ fällt der Versuch eines Langenselbolders, am Montagabend gegen 21.30 Uhr in völliger Dunkelheit eine etwa 30 Meter hohe Fichte fällen zu wollen.

Artikel vom 10. Oktober 2017 - 14:05

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 „Der Baum fiel letztlich unkontrolliert auf die Zufahrt zum Kinzigsee und es ist einzig und allein dem Zufall geschuldet, dass hierbei niemand zu Schaden kam“, so die Einsatzleitung der Feuerwehr. Als die Feuerwehr um 21.34 Uhr mit dem Alarmstichwort „Baum auf Straße“ alarmiert wurde, ahnte noch niemand, welches Szenario sich den Einsatzkräften am Kinzigsee darbieten sollte.

Ein Mitbürger der Gründaustadt zog kurz zuvor in T-Shirt und Jogginghose und mit Axt und Bügelsäge „bewaffnet“ los, um den 30 Meter hohen Baum in seinem Gartengrundstück am Kinzigsee zu fällen. Nachdem er eigenen Angaben zufolge die Hälfte des Stammes durchgesägt hatte, beschloss er, den Rest am nächsten Tag fertigzustellen.

Fichte hatte eigene Pläne

Die Fichte durchkreuzte jedoch seine fragwürdigen Pläne und fiel unkontrolliert auf die Zufahrtsstraße zum Kinzigsee. Hierbei begrub sie eine Telefonleitung und einen Zaun und blockierte die Straße vollständig. Durch die Feuerwehr wurde die Fichte mit einer Bügelsäge zersägt und die Straße wieder passierbar gemacht, während die ebenfalls anwesende Polizei den „Sägekünstler“ auf die Gefahren seines Handelns hinwies.

Letztlich ist es nur dem Zufall geschuldet, dass zum Zeitpunkt des Falls der Fichte kein Fußgänger, Radfahrer oder PKW im betreffenden Bereich verkehrte. Die Feuerwehr Langenselbold war mit drei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften knapp eine Stunde im Einsatz. Die abgerissene Telefonleitung sollte gestern repariert werden.



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