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Förster pflegt Nahrungsbiotop: Störche können sich freuen

Erlensee

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    Große Bedeutung für die Vogelwelt: Im Naturschutzgebiet Weideswiesen-Oberwald wurden Pflegemaßnahmen vorgenommen. Foto: PM

Erlensee. Es ist ein Rückzugsreservoir für Wasserlebewesen und ein Nahrungsbiotop für Vögel in Trockenzeiten: Das Forstamt Hanau-Wolfgang hat das Naturschutzgebiet Weideswiesen-Oberwald in Erlensee gepflegt und dort ein wertvolles Altwasser der Kinzig wiederhergestellt. Darüber freuen sich auch die Störche.

Artikel vom 24. Oktober 2016 - 15:56

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In den vergangenen Tagen sind im Naturschutzgebiet Weideswiesen-Oberwald in Erlensee Pflegearbeiten ausgeführt worden, die Storch und Co. zugute kommen. „Wir haben hier ein wertvolles Altwasser der Kinzig wiederhergestellt“, erklärte Günter Hunold vom Forstamt Hanau-Wolfgang, der im gesamten westlichen Main-Kinzig-Kreis für die Pflege der Naturschutzgebiete zuständig ist.

Mit dieser Naturschutzmaßnahme setzt er den aktuellen Pflegeplan für das Gebiet um. „Die Weideswiesen haben vornehmlich für die Vogelwelt eine besondere Bedeutung. Das Altwasser war total zugewuchert mit Büschen und Brombeere, es hatte sich ein großes Gebüsch entwickelt.“

Büsche entfernt
Ein Altwasser entsteht bei Verlandungsprozessen eines Baches oder Flusses. Immer mehr Boden wird im Laufe der Jahrhunderte abgelagert. Irgendwann ist dieser Wasserbereich vom Fließgewässer abgeschnitten. Dadurch, dass der abgeschnittene Fließgewässerbereich aber tiefer liegt als die Umgebung, führt das Altwasser auch in Trockenzeiten am längsten Wasser und dient als Rückzugsreservoir für Wasserlebewesen und Nahrungsbiotop für Vögel in Trockenzeiten.

Der ausgebildete Förster Hunold hat nun in Absprache mit der Oberen Naturschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde und dem Bauamt der Stadt Erlensee mit geeigneten, bodenschonenden Maschinen die Büsche entfernen lassen und darüberhinaus das Umfeld abgemulcht.

Nächste Maßnahmen schon geplant
Einige Büsche und Brombeeren wurden an geeigneten Plätzen erhalten, um möglichst viel unterschiedliche Struktur zu erhalten. „Es geht ja nicht nur um Vögel, sondern im Naturschutzgebiet leben ja auch noch viele andere Tiere, die eher Deckung brauchen.“ Nun ist Hunold, der sich auch um das Wasserbüffelprojekt im Gebiet kümmert, gespannt, wie sich das Leben auf dieser Fläche mit den wiederhergestellten Offenlandstrukturen entwickelt.

Die nächste Maßnahme hat er auch schon in Planung: „Im Gebiet befinden sich etliche Weiden. Damit diese nicht irgendwann durch das Gewicht der eigenen Äste auseinanderbrechen, werden diese in den nächsten Monaten geköpft, das heißt, die Äste werden bis zum Stamm zurückgeschnitten.



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