Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
bedeckt
2 ° C - bedeckt
» mehr Wetter

Stiftung hilft Gewaltopfern im Kreis - Fokus 2017 auf Prävention

Gelnhausen

  • img
    Gewaltopfer und unverschuldet in Not geratene Menschen finden Hilfe bei der „Sauer & Schmidt“-Stiftung. Das bereits vergrößterte Betreuungsangebot soll 2017 noch weiter ausgebaut werden (Symbolbild).

Gelnhausen. Sie betreut Gewaltopfer und unverschuldet in Not geratene Menschen: Die "Sauer & Schmidt“-Stiftung konnte rund 98 Prozent der betreuten Personen helfen. Im kommenden Jahr will sie den Schwerpunkt auf die Gewaltprävention legen.

Artikel vom 28. Dezember 2016 - 07:01

Anzeige

Als sehr erfolgreich stuft die „Sauer & Schmidt“-Stiftung die eigene Arbeit im Jahr 2016 ein. Die Betreuung von Gewaltopfern und unverschuldet in Not geratenen Menschen sei nicht satzungsgemäß und effektiv verlaufen, sondern zudem stark ausgebaut worden. Mit zwölf Sprechstunden im Gelnhäuser Stadtladen gab es ein neues Angebotsrekord.

Von den 22 im Jahr 2016 betreuten Personen nahmen 13 Erwachsene erstmalig das Angebot der Stiftung in Anspruch. Bei der Beratung in der Sprechstunde im Stadtladen verzeichneten die vier Vorstandsmitglieder und fünf Behördenbegleiter mit 53 Ratsuchenden einen erneuten Rekord.

Stiftungsvorstand unterstützt Projekte
Rund 98 Prozent der Menschen konnte geholfen werden. Sie kamen aus Gelnhausen (21 Hilfesuchende), Hanau (3), Schlüchtern (1), Bad Orb (6), Biebergemünd (4), Bruchköbel (1), Büdingen/(Wetteraukreis (1), Gründau (1), Hammersbach (1), Hasselroth (1), Jossgrund (2), Langenselbold (1), Linsengericht (5) und Wächtersbach (5).

Über die eigene Arbeit hinaus unterstützte der Stiftungsvorstand Projekte anderer Organisationen. Dazu zählten die Frauenhäuser Wächtersbach und Hanau, Lawine Hanau, die Hanauer Hilfe, Wildwasser Frankfurt, die Telefonseelsorge Main-Kinzig sowie Projekte im Stadtladen Gelnhausen. Hierfür hat die Stiftung seit 2003 insgesamt 256 250 Euro ausgegeben.

10 734 Euro für Präventionsmaßnahmen
2016 finanzierte die „Sauer & Schmidt“-Stiftung zwei Präventionsmaßnahmen in der Brüder-Grimm-Schule in Steinau an der Straße. Damit einhergehend warben im Rathaus Steinau der stellvertretende Vorsitzende Reinhardt Wetjen und Vorstandsmitglied Hans Jürgen Freund gemeinsam mit Roberta Bandel (Lawine) für die Arbeit der Stiftung im Ostkreis. Ziel ist es, auch im östlichen Main-Kinzig-Kreis Menschen mit Gewalt und unverschuldeter Notlage zu finden und zu unterstützen.

Kreisweit fördert die Stiftung bereits seit 2012 gezielt Präventionsmaßnahmen. Dafür wurden von der Stiftung bisher 10 734 Euro aufgewandt. „Vorsorge für Kinder und Jugendliche ist uns viel wichtiger, als diese später als Opfer von Gewalt betreuen zu müssen“, erklärt Vorsitzender Peter Bierwerth.

Apotheker finanziert Kurse
Deshalb werde die Stiftung 2017 wieder einen Schwerpunkt auf die Gewaltprävention legen und hofft, dass auch viele Geschäftsleute vor Ort mit in diese bedeutsame Aufgabe einsteigen. In diesem Falle könnten sie bestimmen, welche Einrichtung in ihrer Kommune versorgt werden soll.

Ein Apotheker in der Region habe von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch gemacht. Gemeinsam mit der Stiftung finanzierte er Kurse für die Grundschüler seiner Gemeinde. Für die Mitfinanzierung eines ähnlichen Programmes hat sich bereits die Steuerberatungsgesellschaft „Prediger & Partner“ aus Linsengericht angemeldet.

Trauer um Josef Schmidt
Ein Wermutstropfen für die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder und Behördenbegleiter war im abgelaufenen Jahr der Tod des Zustifters Josef Schmidt. Der fast 90-Jährige verstarb in Bad Orb. Ihm zu danken sind die zwei bisher ausgelobten Oberstufen- und drei Studenten-Stipendien. Letztere werden gemeinsam mit der Deutschlandstiftung finanziert.

Darüber hinaus brachte Schmidt die Projektfinanzierung der Alzheimerforschung auf den Weg . Diese drei Projekte wolle man auch 2017 weiter ausbauen, um junge Menschen zu fördern und die Forschung zu unterstützen.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.