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Gänsehaut: Rumänische Kinder freuen sich über Geschenke

Gründau

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    Gespendete Spielzeuge, Süßigkeiten und andere kleine Aufmerksamkeiten sorgten im rumänischen Anina für leuchtende Augen bei den beschenkten Kindern. Foto: PM

Gründau. Strahlende Augen: Die Kinder im rumänischen Anina haben sich sehr über ihre Geschenke gefreut. Bei der Aktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ der Stiftung Kinderzukunft kamen rund 15 000 Päckchen zusammen, die an arme Kindern verteilt werden.

Artikel vom 23. Dezember 2016 - 12:02

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Seit 20 Jahren führt die Stiftung Kinderzukunft ihre Aktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ durch. Bis Anfang Dezember wurden erneut Geschenke gesammelt, die im Anschluss Kindern im rumänischen Anina übergeben wurden. Zahlreiche Familien, Vereine, Gemeinden und Unternehmen unterstützten die unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Schwesig stehende Aktion.

Karl Heinz Rackensperger, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Stiftung, begleitete den Transport der ersten 5000 Päckchen. Bewegende Momente seien es gewesen, als die in extrem armen Verhältnissen lebenden Mädchen und Jungen ihre Weihnachtsgeschenke in Empfang nahmen.

Schneebedeckte, unwegsame Straßen
„Das Kinderdorf der Stiftung Kinderzukunft in Timisoara war Verteilzentrale für alle Sendungen in das Umland. Dort wurden die Geschenke zunächst zwischengelagert. Ziel unserer Fahrt waren Kindergärten, Schulen, Behinderteneinrichtungen und Kinderheime in der Stadt Anina, 120 Kilometer entfernt.“ Für diese Überfahrt nahmen die Beteiligten mehr als drei Stunden Fahrt auf sich, die zum Teil über schneebedeckte, unwegsame Straßen führte.

7200 Einwohner lebten in der Stadt – vor einigen Jahren seien es noch 18 000 gewesen. „Ein niederschmetterndes Bild, das sich uns dort zeigte. Wirtschaftlicher Aufschwung und Lösungen der großen sozialen Probleme sind kaum in Sicht“, berichtet der ehrenamtliche Mitarbeiter.

400 Päckchen verteilt
Im 19. und 20. Jahrhundert war Anina das Zentrum des rumänischen Steinkohlebergbaus. Die wirtschaftliche Entwicklung und ein tödlicher Unfall 2006 führten letztendlich zur Schließung der Betriebe und in der Folge zum wirtschaftlichen Niedergang von Stadt und Region. Fast alle in der Blütezeit erstellten Wohngebäude stehen heute leer. Anina sei ein Symbol der Armut und Unterentwicklung des osteuropäischen Landes.

400 Päckchen galt es in der Stadt zu verteilen. Die Helfer trafen vor Ort auf wartende Kinder im Sitzkreis, andere stehend in der Klasse oder manche, die Weihnachtslieder sangen – allesamt mit erwartungsvollen, freudigen Augen. „Das sind die schönsten Momente, wenn man die strahlenden Augen vieler Kinder – zum Teil mit Behinderung – und ihre Reaktionen sieht.“

Spielzeuge, Süßigkeiten und mehr
Spielzeuge, Süßigkeiten und andere kleine Aufmerksamkeiten gab es für die Kinder zu bestaunen. Für Rackensperger sei die Übergabe stets ein Gänsehautmoment: „Es ist ein Gefühl, als wenn man selbst wieder Kind ist und in die Zeit des Zaubers von Weihnachten zurückversetzt wird.“

Das Fazit des ehrenamtlichen Helfers ist klar: Er hofft, dass die Weihnachtspäckchen-Tradition der Stiftung Kinderzukunft in den nächsten Jahren in noch größerem Umfang fortgesetzt wird und damit mehr armen Kindern eine Freude an Weihnachten bereitet werden kann.

11 000 Geschenke werden noch verteilt
Während alle ehrenamtlichen Helfer die Päckchen in Rumänien überreichen, laufen die Arbeiten im deutschen Lager der Stiftung weiter. Fast 11 000 Geschenke warten hier auf ihren baldigen Transport, um an noch mehr bedürftige Kinder in Rumänien verteilt zu werden.



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