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100 Prozent: Alexander Noll wird FDP-Landratskandidat

Main-Kinzig-Kreis

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    Lachende Gesichter: der FDP-Kreisvorsitzende Kolja Sass (Mitte) mit dem Landratskandidaten Alexander Noll (rechts) und dem Bundestagskandidaten Dr. Ralf-Rainer Piesold. Foto: PM

Main-Kinzig-Kreis. Traumergebnis für Alexander Noll aus Großkrotzenburg: Die FDP hat ihn in geheimer Wahl bei nur einer Enthaltung mit 100 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder zum Landratskandidaten aufgestellt. Dr. Ralf-Rainer Piesold wurde mit einem Ergebnis von 86 Prozent der Stimmen zum Bundestagskandidaten gewählt.

Artikel vom 27. November 2016 - 14:10

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„Ich freue mich sehr über dieses tolle Ergebnis. Dass der FDP-Kreisverband so geschlossen hinter mir steht, gibt mir Kraft für die vor mir liegenden Aufgaben. Wir Freien Demokraten sind bereit, politische Verantwortung zu übernehmen. Ich kann Landrat und will es werden“, erklärte Noll im Anschluss an die Mitgliederversammlung.

Mit den Worten „die Bundestagswahl 2017 wird die wichtigste Wahl für uns Freien Demokraten seit 1949“, betonte Piesold, Vorsitzender der FDP Hanau, in seiner Vorstellungsrede die Bedeutung der kommenden Bundestagswahl. In seiner Vorstellungsrede hatte Noll erklärt, dass er als Landrat die Konsolidierung der Kreisfinanzen weiter vorantreiben wolle.

Altschulden abbauen
Dabei wolle er auf den durchaus akzeptablen Erfolgen des scheidenden Landrats Erich Pipa aufbauen. Allerdings gehe es nicht darum, einjährig erwirtschaftete Überschüsse im Kreishaushalt kurzfristig wieder auszugeben und unsinnige Projekte zu finanzieren, sondern sie zu nutzen, um Altschulden abzubauen und notleidenden Kommunen des Main-Kinzig-Kreises unter die Arme zu greifen. Das unterscheide ihn eben von der eher ausgabenorientierten Finanzpolitik Pipas.

Seine wichtigsten Aufgaben als Landrat sieht Noll neben den Kreisfinanzen insbesondere darin, die Wirtschaftskraft des Kreises zur Fortentwicklung der Wirtschaftsförderung zu nutzen und den immer stärker werdenden Unterschied zwischen der Bevölkerungsentwicklung im östlichen und im westlichen Main-Kinzig-Kreis mit geeigneten Mitteln erträglich zu gestalten.

Noll: "Kreis selbst aktiv werden"
Dazu gehöre auch eine gute Infrastruktur. Als Beispiele nannte er den Bau der nordmainischen S-Bahn und die Sicherstellung eines an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichteten ÖPNV gerade im weniger besiedelten östlichen Teil des Kreises.

Zur Wirtschaftsförderung zählt Noll auch Initiativen und Aktivitäten des Kreises zur Stärkung der Neugründungen von Unternehmen gerade aus dem Mittelstand heraus. „Wenn sich schon Bund und Land aus diesem wichtigen Zukunftsfeld gesetzlich verabschiedet haben, dann muss der Kreis hier selbst aktiv werden. Dieser Wirtschaftsstandort fordert dies ja geradezu“, erklärte Noll.

Stopp für Ausbau der Windenergie
Im Gegensatz dazu vertrage der Ausbau der Windenergie im Kreis einen Stopp. Im Rahmen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien habe der Main-Kinzig-Kreis mehr als genug. Mit der Verspargelung der schützenswerten Landschaft im Kreis müsse endlich Schluss sein. „Mit mir als Landrat ist damit Schluss“, sagte Noll im Rahmen seiner Vorstellungsrede.

Dr. Piesold erinnerte die anwesenden Mitglieder daran, wie immens wichtig die Freien Demokraten für die Entwicklung der Bundesrepublik gewesen sind. Der Liberale erzählt in seiner Vorstellungsrede von seinen ersten Eindrücken bei Reisen in die DDR und wie man den Unterschied zwischen einer offenen Gesellschaft und einer geschlossenen Gesellschaft zu spüren bekommen habe.

Besorgniserregendes Beispiel
Die „Feinde der offenen Gesellschaft„ hätten den Freiheitsgedanken und der Privatinitiative einem Kollektivismus unterworfen. „Donald Trump, der bald vermutlich mächtigste Mann der Welt, fordert Protektionismus und will wieder Zölle erheben und Mauern bauen“, nennt Dr. Piesold ein besorgniserregendes Beispiel aus der aktuellen Weltpolitik.

„Auch in Deutschland gibt es hochrangige Politiker, die diese Richtung einschlagen wollen. Das Prinzip der Subsidiarität und der Konnexität wird sogar auch von der jetzigen CDU/SPD-Bundesregierung kaum noch berücksichtigt!“

Listenparteitag am 18. März
Der Listenparteitag der FDP Hessen findet am 18. März in Hanau statt. Die FDP Main-Kinzig werde, so deren Vorsitzender, Kolja Saß, dafür kämpfen, dass der Kreisverband angemessen berücksichtigt werde.



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