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Großauheim soll schöner werden: Magistrat bewilligt Zuschuss

Großauheim

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    Das Fördergebiet umfasst neben dem Rochusplatz auch die Hauptstraße sowie den Beginn der Krotzenburger Straße und einzelne Liegenschaften im Randbereich. Archivfoto: Gärtner

Großauheim. Der Magistrat hat in seiner jüngsten Sitzung der Förderung von zwei exponiert auf der Hauptstraße in Großauheim gelegenen Sanierungsvorhaben zugestimmt. Die Stadt hofft durch die Bewilligung für Zuschüsse aus dem Großauheimer Fassadengestaltungsprogramm auf ähnlich positive Initialwirkung, wie in der Innenstadt.

Artikel vom 05. Juli 2017 - 19:21

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„Beide Immobilien, deren Fassaden jetzt erneuert werden sollen, haben durch ihre Lage einen Leuchtturmcharakter, sodass davon auszugehen ist, dass sich weitere Immobilienbesitzer im Umfeld davon inspirieren lassen“, so Oberbürgermeister Claus Kaminksy (SPD).

Im November vergangenen Jahres hatte die Stadt analog zum erfolgreichen City-Konjunkturprogramm auch für den Stadtteil Großauheim finanzielle Anreize geschaffen, um die Fassaden entlang der Hauptverkehrsader durch den Stadtteil schöner werden zu lassen und so spürbar zur Revitalisierung des Ortskerns beizutragen. 300 000 Euro sind dafür in den nächsten vier Jahren eingeplant, um Hausbesitzer zu bezuschussen, die ihre Liegenschaften professionell und fachkundig restaurieren oder instandsetzen.

Quartiersfibel ist wichtig
Wesentlicher Bestandteil dieses Förderprogramm ist die Quartiersfibel. In dem darin formulierten Fassadengestaltungsleitbild wird skizziert, was in der Hauptstraße und am Rochusplatz deren speziellen Charakter, das Straßenbild und die einzelnen Häuser bestimmt.

Gleichzeitig wird deutlich herausgearbeitet, welche Bauteile und Architekturelemente das Stadtbild prägen, welche daher an alten und neuen Gebäuden verwendet werden sollen und welche Elemente im Stadtbild als störend angesehen werden. Schließlich wird der nicht immer zufriedenstellende Ist-Zustand dokumentiert und andererseits die wünschenswerten Veränderungen skizziert.

Maximal 10 000 Euro Zuschuss
Dabei ist das vorgeschlagene Fassadengestaltungsleitbild auch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt, denn die „Gesamtanlage historischer Ortskern Großauheim“ steht unter Denkmalschutz. Einbezogen ist dabei der Ortskern in seinen Grenzen bis etwa 1850.

Eigentümer, die sich an all diese Vorgaben halten, können auf Zuschüsse in Höhe von 20 Prozent der Kosten, maximal aber 10 000 Euro, hoffen. Dabei ist das Fördergebiet räumlich eng abgegrenzt und umfasst neben der Hauptstraße und dem Rochusplatz sowie dem Beginn der Krotzenburger Straße nur mehr einzelne Liegenschaften im Randbereich.

Magistrat hat das letzte Wort
Die letzte Entscheidung über die finanzielle Förderung von Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen liegt beim Magistrat. Der Vergabeausschuss, dem zwei Vertreter der Stadt Hanau sowie jeweils ein Vertreter von Haus und Grund, der Industrie- und Handelskammer, der lokalen Banken, der Kreishandwerkerschaft sowie des Gewerbevereins Großauheim angehören, prüft zuvor die Vorhaben der Eigentümer auf ihre Förderfähigkeit und spricht Empfehlungen aus. Die Moderation liegt bei der Nassauischen Heimstätte – NH Projektstadt.

Wichtig ist dem OB, dass die Quartiersfibel und das Fassadengestaltungsprogramm im Zusammenhang mit der Gesamtentwicklung im Stadtteil zu sehen sind. „Mit der Innenstadtentwicklung in ihrer Gesamtheit haben wir gezeigt, dass es notwendig ist, alle relevanten Bereiche zu berücksichtigen.“

Initiative des Ortsbeirats 
So ergänzt die Stadt die erhofften Sanierungsarbeiten privater Immobilienbesitzer mit der Neugestaltung des zentral gelegenen Rochusplatzes. „Ich danke den beiden Hausbesitzern, dass sie die Rolle der Pioniere übernommen haben. Immerhin tragen sie auf eigene Rechnung ganz erheblich zur Aufwertung des gesamten Stadtteils bei“, so Kaminsky.

Mit diesem Projekt setzt die Stadt einen Punkt des Stadtteilentwicklungsprogramms um, das unter anderem auf Initiative des Ortsbeirats gemeinschaftlich und parteiübergreifend in Gang gesetzt wurde. 



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