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33 Wohnung für Senioren sind geplant

Steinheim

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    Auf diesem Grundstück am Kreuzweg soll die geplante Seniorenwohnanlage entstehen. Foto: Hackendahl

Steinheim. Die Realisierung einer seniorengerechten Wohnanlage im Hanauer Stadtteil Steinheim rückt in greifbare Nähe. Auf rund 4000 Quadratmeter großen Gebiet westlich des Kreuzwegs soll eine Anlage mit 33 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen.

Artikel vom 02. Dezember 2016 - 10:20

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 Mit dem Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat der Magistrat die entsprechende Bauleitplanung auf den Weg gebracht. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich voraussichtlich in ihrer Dezember-Sitzung mit dem Projekt befassen, teilt die Stadt Hanau mit.

Das Parlament hatte in einem Grundsatzbeschluss dem Verkauf des fraglichen Grundstücks am Kreuzweg an den Investor FWD bereits im Sommer dieses Jahres zugestimmt.

Projekt in Mittelbuchen als Beispiel
„Der demographische Wandel und die mit dem Alter veränderten Bedürfnisse an das Wohnumfeld stellt auch uns vor neue Herausforderungen“, beschreibt Stadtrat Axel Weiss-Thiel die Aufgabe, die sich daraus ergibt, wenn ältere Menschen einerseits in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben wollen, andererseits aber Angebote wünschen, die im Alltag qualifizierte Hilfestellungen geben können. Immerhin würden Studien belegen, dass rund zwei Drittel der Menschen ab 65 Jahren angeben, dass sie selbständig in einer Wohnung oder einem Haus leben wollen.

Als ein Beispiel, wie die Verwirklichung dieser Ansprüche aussehen kann, nennt der Sozialdezernent das Projekt in Mittelbuchen, wo dieses Jahr 23 barrierefreie Wohneinheiten in einem Wohnkomplex entstanden sind.

4000 Quadratmeter
„Mit dem jetzt für Steinheim angestoßenen neuen Projekt schließen wir eine weitere Lücke und können der Nachfrage nach seniorengerechten Wohnungen in diesem Stadtteil künftig besser begegnen“, so Weiss-Thiel. Das Projekt passe gut zur Bevölkerungs- und Wohnstruktur in Steinheim.

Auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Plangebiet westlich des Kreuzwegs soll nach den Vorstellungen der FWD eine Anlage mit 33 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 55 und 90 Quadratmetern entstehen.

Geschützter Innenhof
Die Pläne sehen laut Mitteilung vor, dass der Komplex aus einem zusammenhängenden Baukörper mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss mit Flachdach besteht. Im östlichen Bereich sind mit Rücksicht auf die benachbarten Gartengrundstücken bewusst niedrige, nur zweigeschossige Wandhöhen vorgesehen.

Das Gebäude bildet einen geschützten Innenhof aus, an dem auch der Haupteingang gelegen ist. Vom dortigen Treppenhaus mit Aufzug werden alle Wohnungen über Laubengänge barrierefrei erschlossen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Gemeinschaftsbereich für die Bewohner des Hauses.

17 Stellplätze und Carports
Das Gebäude soll teilweise unterkellert werden, um Abstellräume für die Wohnungen sowie notwendige Nebenräume für die technische Ausstattung oder den Hausmeister unterzubringen. Im nördlichen Bereich des Grundstücks ist als Nebenanlage eine Spange mit 17 Stellplätzen und Carports vorgesehen.

Wie laut Stadt der Beschreibung des Investors zu entnehmen ist, soll das Außengelände „hochwertig und ansprechend“ gestaltet werden, um eine hohe Aufenthaltsqualität zu erreichen.

Beschleunigte Verfahren zulässig
Neben den privat genutzten Gartenanteilen sollen auch die Hofbereiche sorgfältig angelegt und bepflanzt werden. Die Planung sieht des Weiteren vor, dass das Grundstück über eine Stichstraße vom Kreuzweg aus zu erschließen ist. Eine Fuß- und Radwegeverbindung zum Burggartengelände ist bislang nur als Option vorgesehen.

Planungsrechtlich betrachtet sei das beschleunigte Verfahren zulässig, weil die überplante Fläche kleiner als 20 000 Quadratmeter groß ist, so die Stadt. Auch eine Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes sei angesichts der Fläche nicht notwendig.

Entwicklungsprozess sei wichtig
„Wer eine zukunftsfähige kommunale Seniorenpolitik gestalten will, muss heute die Konzepte für morgen entwerfen“, so der Sozialdezernent und ergänzt, dass es in diesem Entwicklungsprozess wichtig sei, alle Menschen im Quartier, die an einer Generationen übergreifenden Infrastruktur interessiert seien, zu beteiligen.

„In Mittelbuchen hat das vorbildlich geklappt“, lobt Oberbürgermeister Kaminsky. „Dabei haben alle Beteiligten auch die immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen der öffentlichen Hand im Blick gehabt, indem ein privater Investor zur Realisierung gewonnen wurde“.

Der gleiche Partner, der hier erfolgreich die Wohnanlage realisiert habe, stehe nun auch für das Projekt in Steinheim bereit. „Die barrierefreien und seniorengerechten Wohnungen in Mittelbuchen sind dort auf großen Zuspruch gestoßen und liefern damit ein vielversprechendes Vorbild für Steinheim“, heißt es abschließend in der Mitteilung.



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