Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
3 ° C - wolkig
» mehr Wetter

Steinheimer mit Leib und Seele: Wolf Voigt wird 85

Steinheim

  • img
    Wolf Voigt ist trotz seiner 85 Jahre immer noch schwer aktiv. Im vergangenen Jahr hat er mit seiner Frau Namibia und Südafrika besucht. Archivfoto: PM

Steinheim. Wolf Voigt, einst als „Mister Turnerschaft“ und „Mister Altstadtfest“ tituliert, ist zwar kein ganz waschechter, aber doch ein Steinheimer mit Leib und Seele. Seit über 50 Jahren wohnt er in dem Stadtteil. Am 8. November wird Voigt 85 Jahre alt.

Artikel vom 08. November 2016 - 11:12

Anzeige

Der Chef der Interessengemeinschaft Steinheimer Vereine und Verbände (IgSV) engagierte sich nach dem Krieg in der evangelischen Jugend, was eine Ausbildung zum Pfarrdiakon zur Folge hatte. 1957 kam er an die Paul-Gerhardt-Gemeinde nach Offenbach, war auch Jugendleiter der Evangelischen Jugend sowie der christlichen Pfadfinderschaft und nahm an mehreren internationalen Pfadfindertreffen teil, blickt die IgSV in ihrer Mitteilung zurück.

Nebenbei leitete Voigt Seminare, führte fünf Jahre den Stadtjugendring Offenbach, unterrichtete nebenamtlich Religion an Berufsschulen der Stadt Offenbach und war Mitgründer des Tischtennis-Vereins TTV Eichenkreuz Offenbach. 1964 wurde der Jubilar im Rahmen eines Modellversuches des Landes Hessen Jugendberater an der Gewerblichen Berufsschule in Offenbach, unternahm Studienfahrten ins Ausland und viele Berlinfahrten mit entsprechenden Seminaren.

29 Jahre Religion und Sport unterrichtet
Von Ostern 1966 an unterrichtete Voigt 29 Jahre lang hauptamtlich Religion und Sport an der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen, war über 20 Jahre stellvertretender Personalratsvorsitzender und organisierte Auslandsfahrten mit Schülern – Höhepunkt war 1969 die USA.

Das ehrenamtliche Engagement von Voigt in Steinheim begann 1967 mit dem Aufbau des Clubs 67 der Evangelischen Jugend. Von 1968 bis 1970 leitete er Trainingskurse für das Sportabzeichen und trainierte von 1969 bis 1971 Senioren im Bereich Breitensport für die Turnerschaft. 1968 kam Politik dazu: Er war bis 1974 Stadtverordneter der Stadt Steinheim und danach der Stadt Hanau.

Verantwortlich für das Steinheimer Altstadtfest
Wegen eines Sportunfalls stieg er 1975 aus der Politik aus. Doch die „Ehrenpöstchen“ flogen ihm quasi zu: 1978 Vizepräsident der Turnerschaft Steinheim, 1982 bis 1987 Präsident, 1987 bis 1995 erneut Vizepräsident. 1983 gab er den ersten „Turnerschafts-Krätscher“ heraus und war bis 2006 „das Redaktionsmitglied“.

1992 wurde Voigt in den Vorstand der IgSV gewählt, deren Vorsitzender er von 1994 bis 2004 war. Für das Steinheimer Altstadtfest war er von 1992 bis 2013 verantwortlich; mit Günther Koltermann führte er 1995 die Schlosshofkonzerte ein. Voigt ist in etwa 20 Vereinen Mitglied, seit 1995 Ehrenvorsitzender der Turnerschaft Steinheim und seit 2004 Ehrenvorsitzender der IgSV, 1996 bekam er den Ehrenbembel der 1. SKG.

Voigt mischt weiter kräftig mit
Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er neben vielen Vereinsehrungen 1987 den Ehrenbrief des Landes Hessen, 1997 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2011 die Bürgerplakette der Stadt Hanau.

In der IgSV mischt Voigt nach wie vor tatkräftig mit: erinnert, gibt Anstöße und ist beim Altstadtfest, den Schlosshofkonzerten, dem Auf- und Abbau der Bühne („selbst in Klein-Auheim“, schreibt die IgSV) sowie bei der jährlichen Reinigungsaktion und bei sehr vielen Vereinsveranstaltungen in Steinheim anzutreffen.

Hilfe für Namibia statt Geschenke
Es ist zwar etwas ruhiger in seinem Leben geworden, doch kann der Jubilar es nicht lassen, „notfalls“ mit anzupacken – ohne Rücksicht auf sein Alter und seinen Gesundheitszustand. Fragt man Voigt, was er sich wünscht, sagt er: „Nichts – ich verzichte auf Geschenke und unterstütze lieber soziale Projekte, zum Beispiel die unserer Namibiahilfe. Hier ist eine kleine Schule in der Namib hinzugekommen, die unter anderem dringend die Kläranlage renovieren muss.“

2015 feierte Voigt seinen Geburtstag mit seiner Frau in Namibia und Südafrika. Dieses Jahr wird zu Hause gefeiert – wer mit ihm an seinem Ehrentag anstoßen möchte, ist ab 18 Uhr herzlich willkommen, heißt es in der Mitteilung der IgSV.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.