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72-Jähriger lieferte Drogen in Raum Alzenau

Alzenau

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    Zwei Haftbefehle wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sind im Raum Alzenau ausgesprochen worden. (Symbolbild)

Alzenau/Hörstein. Die intensive Arbeit der Drogenfahnder der Aschaffenburger Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft war nun von Erfolg gekrönt. Drei Festnahmen, die Sicherstellung von einem Kilogramm Marihuana und zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft sind das Ergebnis von mehrmonatigen Ermittlungen.

Artikel vom 16. August 2017 - 11:06

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Anfang August hatten die Ermittler der Kripo einen 34-Jährigen aus Alzenau festgenommen, als er gerade 400 Gramm Marihuana verkaufen wollte. Da das Drogengeschäft unmittelbar von Polizeibeamten beobachtet wurde, gelang zudem auch die vorläufige Festnahme eines Abnehmers, der dem Beschuldigten Drogen abkaufen wollte, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Der wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in der Polizeidienststelle wieder auf freien Fuß gesetzt. Noch während die beiden Tatverdächtigen zur Polizeidienststelle gebracht wurden, startete die Durchsuchung des weiträumigen Wohnanwesens des 34-Jährigen im Randbereich von Alzenau. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden weitere 625 Gramm Marihuana aufgefunden.

Holländischer Hintermann
Die Verpackung des Rauschgifts und weitere polizeiliche Untersuchungen führten die Kriminalbeamten auf die Spur eines holländischen Hintermannes, der mit dem 34-Jährigen gemeinsam dem aktuellen Ermittlungsstand nach einen gut funktionierenden Drogenhandel im Raum Aschaffenburg aufgezogen hatte. Der 34-Jährige ist dringend tatverdächtig, das Betäubungsmittel insbesondere im Raum Alzenau und vermehrt auch an Jugendliche veräußert zu haben.

Durch zielgerichtete Maßnahmen wurde schließlich auch der Komplize des Alzenauers vorläufig festgenommen. Es handelt sich um einen 72-jährigen Lkw-Fahrer, der bei seiner Vernehmung ein umfassendes Geständnis ablegte. Demnach belieferte er den Beschuldigten aus Alzenau regelmäßig mit Rauschgiftnachschub.

Haftbefehl
Er hatte mehrere Kilo der Substanzen über die Grenzen hinweg nach Unterfranken gebracht, der 34-Jährige veräußerte die Drogen dann. Sowohl der mutmaßliche Dealer als auch der Niederländer wurden auf Entscheidung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hin dem Haftrichter beim Amtsgericht in Aschaffenburg vorgeführt. Dieser erließ gegen beide Haftbefehl wegen gemeinsamer unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmittel in nicht geringer Menge.

Die weiteren nicht unerheblichen Folgeermittlungen richten sich nun unter anderem gegen den Abnehmerkreis der beiden Lieferanten und werden von der Aschaffenburger Kriminalpolizei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt. rb



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